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Immer schön in die Pedale treten: Radsport wird in Köln offenbar groß geschrieben, denn bereits zum 58. Mal findet am diesjährigen Pfingstmontag das Traditionsrennen Cologne Classic statt. Amateure, Nachwuchstalente und echte Profis sorgen auch 2010 wieder für ein ausgelastetes Teilnehmerfeld.

Kaum dass sich die Fahrer des Radsporthighlights „Rund um Köln“ am Ostermontag von Strapazen und Muskelkatern erholt haben, steht auch schon wieder das nächste traditionelle Cycling-Event der Domstadt auf dem Programm. Die „Cologne Classic“ bleibt jedoch im Gegensatz zur österlichen Radfernfahrt gänzlich in den Grenzen Kölns. [...mehr]
Unter dem Motto „Karneval instandgesetzt“ rief 1984 eine Kölner Studentengruppe eine Initiative ins Leben, die dem traditionellen Sitzungskarneval die Stirn bieten wollte. Die „Stunksitzung“ war geboren und haute ordentlich auf den Putz. Zum 25-jährigen Jubiläum der stets ausverkauften Veranstaltung erlaubt das Kölnische Stadtmuseum bis zum 11. April einen umfangreichen Rückblick.

750 Stunksitzungen in einem Vierteljahrhundert, und bei keiner blieb auch nur ein Platz unbesetzt – ein Erfolgsmodell, das zunächst einmal als Protest gedacht war. Die Initiatoren unterwanderten das traditionelle Sitzungskonzept mit kabarettistischen Elementen und boten jede Menge Anarchie. Immer im Fokus: Klüngel und Kirche. Legendär ist etwa Jürgen Beckers Kardinal-Meisner-Rede aus der Session 1992/93. [...mehr]
Das Summerjam Festival ist wohl das Reggae-Event in Deutschland. Dieses Jahr feiert das Festival sein 25. Jubiläum und findet vom 02.-04. Juli 2010 am Fühlinger See statt. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet ‘Let The Spirit Rise’ und weist nicht nur auf vielfältige musikalische Darbietungen hin, sondern bezieht sich auch auf die entspannte Atmosphäre am See.
Summerjam wurde erstmals im Juli 1986 veranstaltet. Damals fand das Event noch im Loreley Amphitheater in St. Goarshausen statt. Gerade mal vier Künstler traten während der eintägigen Veranstaltung auf. Doch von Jahr zu Jahr vergrößerte sich das Festival, bis es schließlich zum bedeutendsten Reggae-Event Deutschlands emporstieg. [...mehr]
Kaum jemand, der nicht als Heranwachsender sein letztes Taschengeld für die bunten Klebebildchen aus dem Hause Panini zum Kiosk um die Ecke getragen hat. Warum sollte das nicht auch für Erwachsene funktionieren? Für den waschechten Kölner gibt es jetzt jedenfalls das erste Sammelheft für seine Stadt. Ein Zusatznutzen dabei: wer sein Album voll bekommt, kann auch noch etwas gewinnen.

Vor den Klebebildchen war nie irgendetwas sicher. Fussball-WM, TV-Serien, Kinofilme – nichts, was sich nicht für ein Sammelalbum eignen würde. Eifrig wurden sie gekauft, die kleinen Tütchen, in denen 5 der begehrten Motive zu finden waren. Am Ende hatte man mindestens 2 bis 3 halbvolle Alben, sowie stapelweise Bilder doppelt und dreifach. Niemand wurde von Panini verschont, und jetzt trifft es auch die Kölner. [...mehr]
Die Auswüchse des Heimatkultes kennen in Köln keine Grenzen. Wer zu allen Gelegenheiten ein Stück der Domstadt und ihrer Kultur um sich haben will, findet dazu eine reiche Angebotsvielfalt, die dmeistens irgendwo zwischen Unsinn und Selbstironie pendelt. Wer etwa selbst am PC nicht auf seine geliebte Mundart verzichten will, für den gibt es allen Ernstes eine original kölsche Computertastatur.

Wer beim Tippen mit dem eigenen Zehn-Finger-Suchsystem schon immer gehofft hat, dem permanenten Blick auf die Tastatur ein bisschen Aufheiterung abgewinnen zu können, dem darf geholfen werden. Denn auf die Tasten zu hauen ist bei der „Tastatur op Kölsch“ tatsächlich nur Nebensache. Hier zählt vor allem die Nähe zur heimisch-rheinischen Mundart. [...mehr]
Die Kölner Kinolandschaft sieht längst nicht mehr so rosig aus wie einst. Viele Traditionstheater sind heut dicht, abgerissen oder umfunktioniert. Dass sich aber abseits des Cinedom als Multiplex doch noch kleinere Theater erfolgreich halten können, wenn das Konzept stimmt, beweist zum Beispiel das Metropolis am Ebertplatz.

Mit der Schließung des Broadway-Theaters in der Ehrenstraße verlor Köln einst eines seiner wichtigsten Programmkinos, und bald folgten andere Spielstätten. Lupe2, Residenz, Capitol, das Theater am Rudolfplatz, aber auch die Schachtelkinos auf Schildergasse und Hohe Straße fielen dem allgemeinen Kinosterben zum Opfer. Neue Locations hat es seitdem (mit Ausnahme des Cinedom) keine gegeben. Nur wenige Traditionstheater halten sich tapfer, und umso mehr gilt es, sie zu unterstützen. [...mehr]
Köln ist das Tor zur Welt – jedenfalls für das Ensemblenetzwerk „Freihandelszone“. Denn bereist zum vierten Mal werden dieses Jahr internationale Künstler der Tanz- und Theaterszene in die Domstadt eingeladen, um ihre Kunst zu zeigen. Ganze vier Monate dauert das ungewöhnliche Festival. Beginn ist der 6. März.
Im Grunde ein echtes Kontrastprogramm zum Kölner Karneval. Während die Alaaf-Fraktion nicht unbedingt für große Feingeistigkeit steht, ist „Globalize: Cologne“ eine echte Hochkulturoffensive. Wer schon bei den Namen der vier veranstaltenden Ensembles der „Freihandelszone“ schlucken muss, nimmt besser Abstand. A.TONAL.THEATER, Futur3, MOUVOIR und theater-51grad.com stehen jedenfalls nicht gerade für Kamelle und Wildbützen.
Umso mehr lohnt ein Blick auf das Konzept des Tanz- und Theaterfestivals. Von März bis Juli werden dort hochkarätige Künstlergruppen aus Frankreich, Afrika, Chile, den USA, der Ukraine, Belgien und England nach Köln eingeladen, um sich mit den Mitgliedern der „Freihandelszone“ zu messen und das Publikum an einer Art künstlerischen Globalisierung teilhaben zu lassen. Partner der Kölner sind dieses Jahr zusätzlich die Kunstmetropole Berlin und Dock 11. [...mehr]
Da es in Köln mehr zu entdecken gibt, als man gemeinhin glaubt, und sich der Kölner gerne Ecken seiner Stadt zeigen lässt, die er noch gar nicht kennt, hat das Stadtentdeckungsfestival „Expedition Colonia“ seit mittlerweile sechs Jahren regen Zulauf. 2010 gibt es vom 3. bis zum 25. April insgesamt 230 ungewöhnliche Führungen durch die Domstadt.
Achim Rohde vom Festivalteam nennt seine Veranstaltungsreihe eine Art „Sendung mit der Maus für Erwachsene“. Denn vom Deutschen Stuabarchiv hat ganz sicher noch niemand etwas gehört, und dass ein 461 Meter langer Fernwärmetunnel unter dem Rhein vom Messegelände in Köln-Deutz bis zum Breslauer Platz das Fernwärmenetz von Deutz und Innenstadt miteinander verbindet, mag man zwar schon mal gehört haben, aber dass man dort auch einen unterirdischen Spaziergang absolvieren kann, ist vielen sicher eher neu. [...mehr]
Nach der Session ist vor der Session. In Köln herrscht eigentlich irgendwie immer Karneval, denn wenn am Aschermittwoch auch offiziell erstmal Pause ist, planen die Vereine und Veranstalter schon wieder für den nächsten 11.11. Wichtigste Anlaufstelle ist hierbei die Messe InterKarneval. Begleitet wird sie auch 2010 wieder von den Deutschen Meisterschaften der Männerballette.

Vom 25. bis 27. Juni gibt es nach 4 Monaten Durststrecke – endlich, wie so mancher Kölner sicher hinzufügen mag – wieder Karneval satt. Bis zum Sessionsbeginn ist dann zwar noch eine Weile hin, der wichtigste Branchentreff jedoch setzt diese kaum zu ertragende Tatsache vorübergehend außer Kraft. Die „Erlebnismesse für Karneval und Brauchtum“ in den Kölner Messehallen zeigt bereits zur Jahresmitte die Trends und Neuheiten der kommenden Session. [...mehr]
Für Zugereiste ein echtes Phänomen: Beginnend mit dem 11.11. scheint ganz Köln Kopf zu stehen. Richtig schlimm wird es dann zu Weiberfastnacht, und bis Aschermittwoch befindet sich Stadt gänzlich im Ausnahmezustand. Eine Art Karnevalsguide für Einsteiger hat WDR-Moderatorin Christine Westermann nun zusammen mit Fotograf Stefan Worring vorgelegt.

Für den gebürtigen Kölner ist Karneval so natürlich wie der Wechsel von Ebbe und Flut. Wer allerdings von außen auf das bunte Treiben blickt, darf sich schon mal wundern, wie eine ganze Stadt quasi von heute auf morgen alle Regeln über Bord schmeißt und dabei doch völlig friedlich bleibt. Wer also könnte das rheinische Jeckentum dem Außenstehenden besser erklären als jemand, der zwar selber kein Einbeborener ist, aber das Phänomen seit Jahren vor Ort erkundet? [...mehr]


