» Geschichte
Seit mittlerweile einem ganzen Jahrhundert erscheint in ständig aktualisierter Fassung „Die kleine illustrierte Geschichte der Stadt Köln“. Jetzt findet der Longseller auch Eingang in die modernen elektronischen Lesemedien. Als E-Book gibt es den Titel ab sofort im pdf- oder epub-Format.
Das Standardwerk von Carl Dietmar und Werner Jung zur Kölner Stadtgeschichte erscheint bereits in der zehnten Auflage und erfreut sich weiterhin ungebrochener Popularität. Mit seiner E-Book-Fassung könnte es jetzt auch Leser gewinnen, die bisher weniger interessiert waren. Der Verlag J.P.Bachem ist damit jedenfalls für alle anderen Mitbewerber in Köln ein echter Wegbereiter.
„Die kleine illustrierte Geschichte der Stadt Köln“ erschien erstmals 1911, damals verfasst von den Studienräten Franz Bender und Theodor Bützler. Der Inhalt der aktuellen Auflage ist derzeit bis ins Jahr 2009 fortgeführt. Wer sich erstmals mit der Geschichte der Domstadt beschäftigen will, findet hier den idealen Einstieg. Die Reise beginnt bei den Ubiern und endet in der Gegenwart. [...mehr]
Ein Streifzug durch die Vergangenheit ist nicht nur für Zeitzeugen interessant: Bilderbuch Köln, das größte Foto-Portal der Stadt, sowie die GAG und die AWB veranstalten ab dem 29. Juni eine Ausstellung mit umfangreichem historischem Fotomaterial über den Stadtteil Ehrenfeld in den 1920er Jahren.
Zwischen Stadtausgang in Richtung Bocklemünd und Stadtmitte liegt Köln-Ehrenfeld entlang der Venloer Straße. Während sich heute hier zunehmend eine eigene Club- und Kulturszene ausdehnt und mit Events wie dem Ehrenfeld-Hopping oder dem Popdesignfestival vor allem ein jüngeres Publikum anziehen will, war der Stadtteil zu Beginn des 20. Jahrhunderts in erster Linie von der Industrialisierung geprägt. Spuren davon gibt es bis in die Gegenwart in reichem Maß. [...mehr]
Seit dem 22. Juli 1860 leben in Köln jede Menge exotische Tiere und bunte Vögel – und damit sind weder Karnevalisten noch sonstige kölsche Frohnaturen gemeint. Zu jenem Datum nämlich wurde der Kölner Zoo eröffnet, der dieses Jahr sein 150-jähriges Jubiläum feiert. Grund genug für das Stadtmuseum, ihm eine eigene Ausstellung zu widmen.
Genau drei Monate, vom 29. Mai bis zum 29. August nämlich, lässt sich unter dem Titel „Von Marlar und der Schönen Marie“ ein Streifzug durch die Geschichte des Kölner Zoos absolvieren. Pünktlich zum runden Geburtstag bietet das Stadtmuseum eine bunte Ausstellung mit Erinnerungsstücken, Graphiken und Fotografien, anhand derer man bis zum Tag der Eröffnung in der Zeit zurückreisen kann.
In Deutschland ist es der drittälteste Zoo überhaupt, und Teile seiner im exotischen Stil gestalteten Bauten stehen längst unter Denkmalschutz. Das Seelöwenbecken etwa, das heute noch besteht, wurde bereits 1887 errichtet und galt damals als echtes Prunkstück. Dreimal wurde das Gelände im Stadtteil Riehl erweitert, zuletzt 1954. Ansonsten aber bewegt man sich beim Besuch des Tiergartens im Grunde immer auf historischem Boden. [...mehr]
In einer neuen Dokureihe aus dem Hause „Terra X“ stellt das ZDF drei „Superbauten“ auf hiesigem Boden vor. Aufwendige Computeranimationen erlauben einen Einblick in Historie und Architektur, die anderweitig kaum möglich wären. Den Auftakt macht der Kölner Dom am 14. März um 19.30 Uhr.
Zahlreiche Rätsel ranken sich um das Wahrzeichen Kölns, die zum Teil so abenteuerliche Antworten provozieren, dass man befürchten muss, Erich von Däniken sei hier am Werk gewesen. Woher zum Beispiel wussten die mittelalterlichen Baumeister, wie man das Einstürzen des gigantischen Daches bei Starkregen verhindern kann? Eine Folge aus der ZDF-Reihe „Terra X“ will sich hier um Aufklärung bemühen. [...mehr]
Da es in Köln mehr zu entdecken gibt, als man gemeinhin glaubt, und sich der Kölner gerne Ecken seiner Stadt zeigen lässt, die er noch gar nicht kennt, hat das Stadtentdeckungsfestival „Expedition Colonia“ seit mittlerweile sechs Jahren regen Zulauf. 2010 gibt es vom 3. bis zum 25. April insgesamt 230 ungewöhnliche Führungen durch die Domstadt.
Achim Rohde vom Festivalteam nennt seine Veranstaltungsreihe eine Art „Sendung mit der Maus für Erwachsene“. Denn vom Deutschen Stuabarchiv hat ganz sicher noch niemand etwas gehört, und dass ein 461 Meter langer Fernwärmetunnel unter dem Rhein vom Messegelände in Köln-Deutz bis zum Breslauer Platz das Fernwärmenetz von Deutz und Innenstadt miteinander verbindet, mag man zwar schon mal gehört haben, aber dass man dort auch einen unterirdischen Spaziergang absolvieren kann, ist vielen sicher eher neu. [...mehr]
Gerne sehen die Kölner ihren Karneval als unpolitische Veranstaltung und verhöhnen die Obrigkeit unter dem Schutz der Narrenkappe nach allen Regeln der Kunst. Dass die nationalsozialistischen Machthaber sich das bunte treiben am Rhein jedoch ausgiebig zunutze gemacht haben, will man lieber gar nicht erst glauben. Ein neues Buch untersucht nun das ungute Verhältnis zwischen „Alaaf und Heil Hitler“.
Die ideologische Instrumentaliserung von Volksfesten und Bräuchen ist in Diktaturen strategischer Standard. Was nicht verboten ist, wird sich zunutze gemacht. Bekanntlich war dem NS-Regime alles hilfreich, was einheitsstiftend und heimatverbunden daherkam. Keine Ausnahme bildete dabei der Kölner Karneval.
Wie sich jetzt in der ebenso erschreckenden wie erhellenden Studie der Historiker Carl Dietmar und Marcus Leifeld unter dem Titel „Alaaf und Heil Hitler. Karneval im Dritten Reich“ nachlesen lässt, hatten die nationalsozialistischen Machthaber die höchsten Feiertage der Kölner mitsamt allen Bräuchen fest im Griff. [...mehr]
Ausgerechnet von einem Bonner müssen sich die Kölner sagen lassen, dass sie sich bisher über die Ursprünge ihres geliebten Karnevals geirrt haben. Der Historiker und Landeskundler Wolfgang Herborn legte jetzt unter dem Titel „Die Geschichte der Kölner Fastnacht von den Anfängen bis 1600“ eine Studie vor, die belegt, dass der Rosenmontag nicht immer der wichtigste Feiertag der Jecken war.
Wie verlustreich der Einsturz des Kölner Stadtarchivs tatsächlich war, zeigt eine jüngst erschienene Untersuchung zu den Ursprüngen des rheinischen Karnevals. Die zum Teil neuen Erkenntnisse, die nun in einer Publikation des Kölnischen Stadtmuseums vorliegen, beruhen auf ausführlichen Recherchen, die heute, nachdem alles historische Material in Schutt und Asche liegt oder irgendwo zwischengelagert ist, nicht mehr möglich wären. [...mehr]
„Weihnachten ist schön. Nur während der Session stört es“, meint der Kölner Kabarettist Jürgen Becker und könnte die Mentalität seiner Stadt kaum besser beschreiben. Wenn nur das ganze Jahr Session wäre, und man sich um nichts anderes scheren müsste! Geht aber leider nicht? Geht doch. Und zwar im Karnevalsmuseum im Stadtteil Braunsfeld.

Da können die Düsseldorfer und Mainzer sagen, was sie wollen, die Hochburg des Karnevals hierzulande ist und bleibt nun einmal Köln. 160 Karnevalsgesellschaften, über 500 Sitzungen im Jahr, lässige 1,3 Millionen Besucher beim Rosenmontagszug – wer will das toppen? Dass allerdings bereits die römischen Besatzer auf dem städtischen Boden karnevalsähnliche Feste gefeiert haben, weiß nur der Insider. [...mehr]
Eigentlich kam er aus dem Siegerland, doch das hinderte August Sander nicht daran, die Stadthistorie Kölns um ihre vielleicht wichtigsten fotografischen Arbeiten zu bereichern. 1953 erwarb der damalige Oberbürgermeister Robert Görlinger Sanders Mappenwerk „Köln wie es war“ mit Bildern von 1920 bis 1939. Ab dem 28. November kann man nun im Rahmen einer Ausstellung einen ausführlichen Blick auf die Stadt vor den Zerstörungen durch den 2. Weltkrieg werfen. Eine Buchpublikation kommt hinzu.

Lange Zeit lagen die über 400 Stadtfotografien, die August Sander zwischen den beiden großen Kriegen des 20. Jahrhunderts gemacht hatte, auf Eis. Im Archiv des Kölner Stadtmuseums gelagert, war lange irgendwie niemandem klar, was für ein sensationelles historisches Zeugnis man Anfang der 50er Jahre übernommen hatte. [...mehr]
In historischen Romanen wie „Tod und Teufel“ von Erfolgsautor Frank Schätzing oder „Die Hexe von Köln“ der Amerikanerin Tobsha Learner entfaltet sich das mittelalterliche Köln in all seiner Pracht. Ein neues Brettspiel mit dem schlichten Titel „Colonia“ erlaubt nun, selber ins Geschehen einzugreifen. Als Oberhaupt einer Patrizierfamile liegt das Schicksal der Stadt nicht unwesentlich in der eigenen Hand.

Der Reliquienhandel sei es gewesen, der den Spieleautor Dirk Henn („Alhambra“, Spiel des Jahres 2003) auf die Spur gebracht hätte. Mit körperlichen Überbleibseln oder Besitztümern von Heiligen ließ sich die eigene Machtposition stärken und das Ansehen bei der Kirche erhöhen. Warum also diese historische Merkwürdigkeit nicht zum Ziel eines Brettspiels machen? [...mehr]


