» Geschichte


Autor: Thomas

In einer neuen Dokureihe aus dem Hause „Terra X“ stellt das ZDF drei „Superbauten“ auf hiesigem Boden vor. Aufwendige Computeranimationen erlauben einen Einblick in Historie und Architektur, die anderweitig kaum möglich wären. Den Auftakt macht der Kölner Dom am 14. März um 19.30 Uhr.

Zahlreiche Rätsel ranken sich um das Wahrzeichen Kölns, die zum Teil so abenteuerliche Antworten provozieren, dass man befürchten muss, Erich von Däniken sei hier am Werk gewesen. Woher zum Beispiel wussten die mittelalterlichen Baumeister, wie man das Einstürzen des gigantischen Daches bei Starkregen verhindern kann? Eine Folge aus der ZDF-Reihe „Terra X“ will sich hier um Aufklärung bemühen.    [...mehr]



Autor: Thomas

Da es in Köln mehr zu entdecken gibt, als man gemeinhin glaubt, und sich der Kölner gerne Ecken seiner Stadt zeigen lässt, die er noch gar nicht kennt, hat das Stadtentdeckungsfestival „Expedition Colonia“ seit mittlerweile sechs Jahren regen Zulauf. 2010 gibt es vom 3. bis zum 25. April insgesamt 230 ungewöhnliche Führungen durch die Domstadt.

Achim Rohde vom Festivalteam nennt seine Veranstaltungsreihe eine Art „Sendung mit der Maus für Erwachsene“. Denn vom Deutschen Stuabarchiv hat ganz sicher noch niemand etwas gehört, und dass ein 461 Meter langer Fernwärmetunnel unter dem Rhein vom Messegelände in Köln-Deutz bis zum Breslauer Platz das Fernwärmenetz von Deutz und Innenstadt miteinander verbindet, mag man zwar schon mal gehört haben, aber dass man dort auch einen unterirdischen Spaziergang absolvieren kann, ist vielen sicher eher neu.    [...mehr]



Autor: Thomas

Gerne sehen die Kölner ihren Karneval als unpolitische Veranstaltung und verhöhnen die Obrigkeit unter dem Schutz der Narrenkappe nach allen Regeln der Kunst. Dass die nationalsozialistischen Machthaber sich das bunte treiben am Rhein jedoch ausgiebig zunutze gemacht haben, will man lieber gar nicht erst glauben. Ein neues Buch untersucht nun das ungute Verhältnis zwischen „Alaaf und Heil Hitler“.

Die ideologische Instrumentaliserung von Volksfesten und Bräuchen ist in Diktaturen strategischer Standard. Was nicht verboten ist, wird sich zunutze gemacht. Bekanntlich war dem NS-Regime alles hilfreich, was einheitsstiftend und heimatverbunden daherkam. Keine Ausnahme bildete dabei der Kölner Karneval.

Wie sich jetzt in der ebenso erschreckenden wie erhellenden Studie der Historiker Carl Dietmar und Marcus Leifeld unter dem Titel „Alaaf und Heil Hitler. Karneval im Dritten Reich“ nachlesen lässt, hatten die nationalsozialistischen Machthaber die höchsten Feiertage der Kölner mitsamt allen Bräuchen fest im Griff.    [...mehr]



Autor: Thomas

Ausgerechnet von einem Bonner müssen sich die Kölner sagen lassen, dass sie sich bisher über die Ursprünge ihres geliebten Karnevals geirrt haben. Der Historiker und Landeskundler Wolfgang Herborn legte jetzt unter dem Titel „Die Geschichte der Kölner Fastnacht von den Anfängen bis 1600“ eine Studie vor, die belegt, dass der Rosenmontag nicht immer der wichtigste Feiertag der Jecken war.

Wie verlustreich der Einsturz des Kölner Stadtarchivs tatsächlich war, zeigt eine jüngst erschienene Untersuchung zu den Ursprüngen des rheinischen Karnevals. Die zum Teil neuen Erkenntnisse, die nun in einer Publikation des Kölnischen Stadtmuseums vorliegen, beruhen auf ausführlichen Recherchen, die heute, nachdem alles historische Material in Schutt und Asche liegt oder irgendwo zwischengelagert ist, nicht mehr möglich wären.    [...mehr]



Autor: Thomas

„Weihnachten ist schön. Nur während der Session stört es“, meint der Kölner Kabarettist Jürgen Becker und könnte die Mentalität seiner Stadt kaum besser beschreiben. Wenn nur das ganze Jahr Session wäre, und man sich um nichts anderes scheren müsste! Geht aber leider nicht? Geht doch. Und zwar im Karnevalsmuseum im Stadtteil Braunsfeld.

Da können die Düsseldorfer und Mainzer sagen, was sie wollen, die Hochburg des Karnevals hierzulande ist und bleibt nun einmal Köln. 160 Karnevalsgesellschaften, über 500 Sitzungen im Jahr, lässige 1,3 Millionen Besucher beim Rosenmontagszug – wer will das toppen? Dass allerdings bereits die römischen Besatzer auf dem städtischen Boden karnevalsähnliche Feste gefeiert haben, weiß nur der Insider.    [...mehr]



Autor: Thomas

Eigentlich kam er aus dem Siegerland, doch das hinderte August Sander nicht daran, die Stadthistorie Kölns um ihre vielleicht wichtigsten fotografischen Arbeiten zu bereichern. 1953 erwarb der damalige Oberbürgermeister Robert Görlinger Sanders Mappenwerk „Köln wie es war“ mit Bildern von 1920 bis 1939. Ab dem 28. November kann man nun im Rahmen einer Ausstellung einen ausführlichen Blick auf die Stadt vor den Zerstörungen durch den 2. Weltkrieg werfen. Eine Buchpublikation kommt hinzu.

Lange Zeit lagen die über 400 Stadtfotografien, die August Sander zwischen den beiden großen Kriegen des 20. Jahrhunderts gemacht hatte, auf Eis. Im Archiv des Kölner Stadtmuseums gelagert,  war lange irgendwie niemandem klar, was für ein sensationelles historisches Zeugnis man Anfang der 50er Jahre übernommen hatte.    [...mehr]



Autor: Thomas

In historischen Romanen wie „Tod und Teufel“ von Erfolgsautor Frank Schätzing oder „Die Hexe von Köln“ der Amerikanerin Tobsha Learner entfaltet sich das mittelalterliche Köln in all seiner Pracht. Ein neues Brettspiel mit dem schlichten Titel „Colonia“ erlaubt nun, selber ins Geschehen einzugreifen. Als Oberhaupt einer Patrizierfamile liegt das Schicksal der Stadt nicht unwesentlich in der eigenen Hand.

Der Reliquienhandel sei es gewesen, der den Spieleautor Dirk Henn („Alhambra“, Spiel des Jahres 2003) auf die Spur gebracht hätte. Mit körperlichen Überbleibseln oder Besitztümern von Heiligen ließ sich die eigene Machtposition stärken und das Ansehen bei der Kirche erhöhen. Warum also diese historische Merkwürdigkeit nicht zum Ziel eines Brettspiels machen?    [...mehr]



Autor: Thomas

Während Arte Berlin eine 24-stündige Reportage in Echtzeit widmet, und damit ein ungewöhnliches Bild der Hauptstadt bieten will, geht es die Domstadt am Rhein weniger dokumentarisch an und setzt auf Kreativität. Köln ist so bunt wie die Wagen des Rosenmontagszuges, und so soll auch das Videoprojekt werden, an dem jeder teilnehmen kann. Einzige Bedingung: 100 Sekunden Material sind die Vorgabe.

Ein einzigartiges Projekt verspricht eine Zusammenarbeit des Kölner Stadt-Anzeigers und der Kunsthochschule für Medien (KHM) zu werden. Die Bürger dokumentieren ihre Stadt, und am Schluß wird ein Gesamtkunstwerk daraus. Was genau es sein wird, und wie es aussieht, das weiß jedoch noch niemand so genau.    [...mehr]



Autor: Thomas

Das Medium Film ist mittlerweile über einhundert Jahre alt. Wer dabei aber ausschließlich an das Kino denkt, vergisst schnell, wie viel dokumentarisches Material zum echten Zeitzeugen auf Zelluloid geworden ist. Eben dieser Gedanke lag dem DVD-Projekt „Mein Köln“ zugrunde. Möglichst viel privates Filmmaterial wollte man zusammenbringen, und damit einen ganz eigenen Blick auf die Stadtgeschichte werfen. Herausgekommen sind umfangreiche 4 DVDs.

Welches enorme Feedback sich einstellen würde, hatten die drei großen Kölner Tageszeitungen vermutlich nicht erwartet, als sie ihre Leser dazu aufriefen, nach altem Filmmaterial über die Domstadt zu suchen und es für eine umfassende Dokumentation zur Verfügung zu stellen. Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau und Express hatten für das Gemeinschaftsprojekt den Kölner Filmproduzenten Hermann Rheindorf ins Spiel gebracht, der zuvor bereits das vielbeachtete Projekt “Köln 1945 - Nahaufnahmen” realisiert hatte. Jetzt lag es an den Bürgern der Stadt, Material bereitzustellen.    [...mehr]



Autor: Ariane

Für die Auseinandersetzung und Erinnerung an den Nationalsozialismus hat die Stadt Köln 1998 das NS-Dokumentationszentrum ins Leben gerufen. Die Gedenkstätte hat sich zur bundesweit größten lokalen Einrichtung für Opfer des Nationalsozialismus entwickelt.

stolpersteine ©flickr / jphintze

Im Zentrum der Gedenkstätte steht das EL-DE-Haus

Zentrum und Ausgangspunkt ist das sogenannte EL-DE-Haus. Es wurde von 1935 bis 1945 als Zentrale der Geheimen Polizei (Gestapo) der Nationalsozialisten benutzt.

Das im Keller eingerichtete Hausgefängnis blieb erhalten. Da Häftlingszellen und die Inschriften der Insassen am eindringlichsten die Schrecken der NS-Zeit vermitteln, wurde im Zellentrakt die Gedenkstätte eingerichtet.

Die Gestapo galt als wichtigstes Herrschaftsinstrument des Nationalsozialismus.  1933 aus der politischen Polizei Preußens hervorgegangen, waren ihre westlichen Aufgaben die Überwachung der Bevölkerung und die Verfolgung von NS-Gegnern.


Dauer- und Sonderaustellungen

Die großen Dauerausstellungen auf zwei Etagen des Hauses dokumentieren die Geschichte der Stadt Köln während des Nationalsozialismus.  Sie zeigen die Geschehnisse und Entwicklungen der damaligen Gauhauptstadt in ihrer Gesamtheit und mit konkreten Beispielen wird die Vorgehensweise und Funktionsweise des NS-Regimes dargelegt.

Für die jugendlichen Besucher werden spezielle Führungen durch das Museum angeboten, die auf den jeweiligen Wissensstand der Hörer thematisch angepasst werden.
Regelmäßige Sonderausstellungen zu lokalen und überregionalen Aspekten der NS-Zeit bieten Einblicke in eine große thematische Spannbreite.

Forschungs- und Bildungseinrichtung

Das NS-Dokumentationszentrum betreibt Grundlagenforschung, deren Ergebnisse unmittelbar in die Ausstellungen, in die hauseigene Schriftenreihe und in die interaktiv nutzbare Datenbanken einfließen. Ein großes Ziel ist es die nach Kriegsende größtenteils zerstörte Aktenüberlieferung zu rekonstruieren. Die Spezialbibliothek bietet interessierten Besuchern die Möglichkeit intensive Einblicke in die Forschungsliteratur. Verschiedene Medien können in den für Gruppen geeigneten Arbeits- und Medienräumen genutzt werden.

Der Verein EL-DE-Haus des NS-Dokumentationszentrum

Neben der Aufklärung  übernimmt es gleichzeitig Bildungs- und Lernfunktionen. Der 1988 gegründete gemeinnützige Verein EL-DE-Haus unterstützt das NS-Dokumentationszentrum und organisiert eigene Initiativen zur Aufarbeitung der NS-Zeit in Köln. Er möchte ein Anlaufpunkt und Forum für alle sein, die sich mit dem Nationalsozialismus und seinen Auswirkungen auseinandersetzen wollen. So arbeitet der Verein intensiv mit Schulen, Geschichtswerkstätten, Initiativen und anderen Vereinen zusammen.

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