» Geschichte
In historischen Romanen wie „Tod und Teufel“ von Erfolgsautor Frank Schätzing oder „Die Hexe von Köln“ der Amerikanerin Tobsha Learner entfaltet sich das mittelalterliche Köln in all seiner Pracht. Ein neues Brettspiel mit dem schlichten Titel „Colonia“ erlaubt nun, selber ins Geschehen einzugreifen. Als Oberhaupt einer Patrizierfamile liegt das Schicksal der Stadt nicht unwesentlich in der eigenen Hand.

Der Reliquienhandel sei es gewesen, der den Spieleautor Dirk Henn („Alhambra“, Spiel des Jahres 2003) auf die Spur gebracht hätte. Mit körperlichen Überbleibseln oder Besitztümern von Heiligen ließ sich die eigene Machtposition stärken und das Ansehen bei der Kirche erhöhen. Warum also diese historische Merkwürdigkeit nicht zum Ziel eines Brettspiels machen? [...mehr]
Während Arte Berlin eine 24-stündige Reportage in Echtzeit widmet, und damit ein ungewöhnliches Bild der Hauptstadt bieten will, geht es die Domstadt am Rhein weniger dokumentarisch an und setzt auf Kreativität. Köln ist so bunt wie die Wagen des Rosenmontagszuges, und so soll auch das Videoprojekt werden, an dem jeder teilnehmen kann. Einzige Bedingung: 100 Sekunden Material sind die Vorgabe.

Ein einzigartiges Projekt verspricht eine Zusammenarbeit des Kölner Stadt-Anzeigers und der Kunsthochschule für Medien (KHM) zu werden. Die Bürger dokumentieren ihre Stadt, und am Schluß wird ein Gesamtkunstwerk daraus. Was genau es sein wird, und wie es aussieht, das weiß jedoch noch niemand so genau. [...mehr]
Das Medium Film ist mittlerweile über einhundert Jahre alt. Wer dabei aber ausschließlich an das Kino denkt, vergisst schnell, wie viel dokumentarisches Material zum echten Zeitzeugen auf Zelluloid geworden ist. Eben dieser Gedanke lag dem DVD-Projekt „Mein Köln“ zugrunde. Möglichst viel privates Filmmaterial wollte man zusammenbringen, und damit einen ganz eigenen Blick auf die Stadtgeschichte werfen. Herausgekommen sind umfangreiche 4 DVDs.

Welches enorme Feedback sich einstellen würde, hatten die drei großen Kölner Tageszeitungen vermutlich nicht erwartet, als sie ihre Leser dazu aufriefen, nach altem Filmmaterial über die Domstadt zu suchen und es für eine umfassende Dokumentation zur Verfügung zu stellen. Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau und Express hatten für das Gemeinschaftsprojekt den Kölner Filmproduzenten Hermann Rheindorf ins Spiel gebracht, der zuvor bereits das vielbeachtete Projekt “Köln 1945 - Nahaufnahmen” realisiert hatte. Jetzt lag es an den Bürgern der Stadt, Material bereitzustellen. [...mehr]
Für die Auseinandersetzung und Erinnerung an den Nationalsozialismus hat die Stadt Köln 1998 das NS-Dokumentationszentrum ins Leben gerufen. Die Gedenkstätte hat sich zur bundesweit größten lokalen Einrichtung für Opfer des Nationalsozialismus entwickelt.
Im Zentrum der Gedenkstätte steht das EL-DE-Haus
Zentrum und Ausgangspunkt ist das sogenannte EL-DE-Haus. Es wurde von 1935 bis 1945 als Zentrale der Geheimen Polizei (Gestapo) der Nationalsozialisten benutzt.
Das im Keller eingerichtete Hausgefängnis blieb erhalten. Da Häftlingszellen und die Inschriften der Insassen am eindringlichsten die Schrecken der NS-Zeit vermitteln, wurde im Zellentrakt die Gedenkstätte eingerichtet.
Die Gestapo galt als wichtigstes Herrschaftsinstrument des Nationalsozialismus. 1933 aus der politischen Polizei Preußens hervorgegangen, waren ihre westlichen Aufgaben die Überwachung der Bevölkerung und die Verfolgung von NS-Gegnern.
Dauer- und Sonderaustellungen
Die großen Dauerausstellungen auf zwei Etagen des Hauses dokumentieren die Geschichte der Stadt Köln während des Nationalsozialismus. Sie zeigen die Geschehnisse und Entwicklungen der damaligen Gauhauptstadt in ihrer Gesamtheit und mit konkreten Beispielen wird die Vorgehensweise und Funktionsweise des NS-Regimes dargelegt.
Für die jugendlichen Besucher werden spezielle Führungen durch das Museum angeboten, die auf den jeweiligen Wissensstand der Hörer thematisch angepasst werden.
Regelmäßige Sonderausstellungen zu lokalen und überregionalen Aspekten der NS-Zeit bieten Einblicke in eine große thematische Spannbreite.
Forschungs- und Bildungseinrichtung
Das NS-Dokumentationszentrum betreibt Grundlagenforschung, deren Ergebnisse unmittelbar in die Ausstellungen, in die hauseigene Schriftenreihe und in die interaktiv nutzbare Datenbanken einfließen. Ein großes Ziel ist es die nach Kriegsende größtenteils zerstörte Aktenüberlieferung zu rekonstruieren. Die Spezialbibliothek bietet interessierten Besuchern die Möglichkeit intensive Einblicke in die Forschungsliteratur. Verschiedene Medien können in den für Gruppen geeigneten Arbeits- und Medienräumen genutzt werden.
Der Verein EL-DE-Haus des NS-Dokumentationszentrum
Neben der Aufklärung übernimmt es gleichzeitig Bildungs- und Lernfunktionen. Der 1988 gegründete gemeinnützige Verein EL-DE-Haus unterstützt das NS-Dokumentationszentrum und organisiert eigene Initiativen zur Aufarbeitung der NS-Zeit in Köln. Er möchte ein Anlaufpunkt und Forum für alle sein, die sich mit dem Nationalsozialismus und seinen Auswirkungen auseinandersetzen wollen. So arbeitet der Verein intensiv mit Schulen, Geschichtswerkstätten, Initiativen und anderen Vereinen zusammen.
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4711 Kölnisch-Wasser gehört zu den wohl bekanntesten Markenartikeln die unser Land zu bieten hat. 4711: eine traditionsreiche Hausnummer und echte Sehenswürdigkeit.
Ein Duft geht um die Welt. In vielen Ländern ist 4711 Kölnisch Wasser bekannt. Früher gab es einen regelrechten Hipe um das Wässerchen. Heute verbindet man mit 4711 einen geschichtsträchtigen Laden und eher ein Parfüm für die ältere Generation. Doch ganz so ist es nicht. Denn auch 4711 Kölnisch Wasser entwickelte sich weiter und hat einiges zu bieten. 4711 Kölnisch Wasser gehört einfach zur Geschichte Kölns dazu.
Die Geburtsstunde des 4711 Kölnisch Wasser liegt jedoch schon über 200 Jahre in der Vergangenheit. Im Jahr 1797 wohnte ein Herr Wilhelm Mülhens in der der Glockenstraße in Köln. Sein Beruf waren „Speculationsgeschäfte“. An seinem Hochzeitstag im Jahr 1792, am 8. Oktober, bekamen die beiden von einem Mönch eine Rezeptur für das ominöse “aqua mirabilis”geschenkt.
Diese Rezeptur war die Geburt von 4711 Kölnisch Wasser. Das “Eau de Cologne” wurde von Soldaten, zu Zeiten der französischen Besatzung, als Heimatgruß versendet. Auch sind es die Franzosen, denen das Produkt 4711 seinen Namen verdankt, zumindest einer Legende nach
Dieser Legende nach befahl man die Durchnummerierung aller Häuser in Köln. Kölns Bewohner musste sich das gefallen lassen, ob Sie wollten oder nicht. Wer ahnte damals schon, dass die Nummer 4711 um die Welt geht?! Beim Dom wurde begonnen. Das Haus der Eheleute Mülhens war das 4711ste. Aber Mülhens benannte sein Duftwässerchen erst im Jahre 1810 um.
Duft und Glockenspiel in einem Haus.
Dieses Haus ist nun Geschäft und Attraktion zugleich. Denn es hat auch ein wunderschönes Glockenspiel. Und das Angebot der Düfte ist auch vielfältiger geworden. Heute gibt es Düfte von 4711 wie Lemon & Ginger, Lavender & Thyme, Melissa & Verbena. Doch es gibt auch viele weiter Duftwässerchen im Angebot.
Als Tourist sollte man das unbedingt mal gesehen haben ![]()
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Vom 03.07.2009 bis 05.07.2009 steht Köln wieder ganz im Zeichen der Schwulen und Lesben. Denn an diesem Wochenende findet der diesjährige Christopher Street Day statt.
Die auch als CSD bekannte Parade wird am 05. Juli ab 12:00 Uhr in der Kölner Innenstadt ihre Runden ziehen. Unter dem Motto “Unsere Freiheit hat Geschichte - 40 Jahre CSD” werden auch diesmal wieder hunderte Teilnehmer für rechtliche Gleichstellung und gegen soziale Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern demonstrieren. Die Besucher der Parade können sich auf eine buntes, schrilles und fröhliches Treiben einstellen.
Veranstaltet wird der Christopher Street Day wie jedes Jahr vom Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. (KLuST). Sein Ursprung liegt 40 Jahre zurück, im Jahre 1969. In der New Yorker Christopher Street im Stadtteil Greenwich Village kam es am 28. Juni 1969 zu Aufständen zwischen Homosexuellen und der Polizei. Seitdem wird jedes Jahr auch in anderen deutschen Städten diesem Tag gedacht, unter anderem in Berlin und Hamburg.
Im Rahmen des CSD finden neben der eigentlichen Parade auch wieder zahlreiche Partys statt, zum Beispiel die große CSD-Dankeschön-Party im Kölner Gloria. Wer hier vor 24:00 Uhr auftaucht, der zahlt nur 4 Euro Eintritt, alle anderen 6 Euro. Vermutlich werden auch dieses Jahr wieder prominente Gäste unter den Demonstrierenden sein. In den letzten Jahren war zum Beispiel der Kölner Comedian und RTL-Moderator Dirk Bach mit von der Partie. Man darf also gespannt sein, welche bekannten Gesichter sich unter den vielen bunten, Kostümen entdecken lassen. [...mehr]
Ich finde es ist eine der interessantesten Epoche der Geschichte, die Zeit als die Römer und die Germanen aufeinander trafen. Von dieser Zeit zeugt das Römisch-Germanische Museum in Köln.
Denn gerade auch Köln ist von den Römern stark geprägt worden. So ist eines der bekanntesten Ausstellungstücke des Museums, das römische Mosaik mit Szenen des Dionysos. Es stammt ungefähr aus dem Jahre 230 nach Christus. Außerdem findet sich in der Sammlung Gläser aus der Zeit und auch Schmuck.
Ansichten von Köln vor ca. 1.700 Jahren
In dem Museum lagern Stücke die in der Umgebung und Köln selbst gefunden wurden. Einen großen Teil machen Alltagsgegenstände der Zeit aus, an denen man die Lebensart und Kultur damaliger Kölner hautnah erleben kann. Damals hieß die Region Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Latein: “Claudische Kolonie und Opferstätte der Agrippinensier”).
Neben den Funden dieser Zeit werden auch urgeschichtliche Funde dort gezeigt, aber vor allem aufbewahrt. Denn dass Museum dient ebenso als arächologisches Archiv, das von Alltagsgegenständen aller Epochen bis zu den Götterkulten verschiedenster Regionen (selbst aus dem Morgenland) erzählt. [...mehr]
Der “Alter Markt” in Köln verbindet das Mittelalter mit der Neuzeit.
Der Alter Markt - als Eigenname bleibt er unflektiert - findet seine erste Erwähnung bereits im Jahre 992, als die Römer Köln noch “Colonia Claudia Ara Agrippinensium” nannten. Neben seiner schon damaligen Nutzung als Marktplatz, war er im Mittelalter Veranstaltungsort für Turniere (hier wurde Maximilian I. aus dem Sattel geworfen) und wurde als Gerichtsplatz genutzt. Den Namen änderte der Alter Markt etliche Male - unter der französischen Besatzung war er als “Le grand Marché” bekannt, später als “Cölnischer Markusplatz” und im Volksmund “Et jolde Böddemche”. [...mehr]
Veranstaltungskultur mit modernster Technik und spätgotischer Fassade: Auch nach über 550 Jahren ist der Gürzenich in Kölns Altstadt beliebt wie eh und je.
Benannt nach dem ursprünglichen Grundstückseigentümer, blickt der Gürzenich auf eine bewegte Geschichte. Erbaut wurde er zwischen 1441 und 1447 und als Veranstaltungsort genutzt. Hohe Köpfe ließen sich hier krönen und Kaiser und Fürsten feierten ausgelassen. Aber auch Gerichts- und Reichstage wurden im Gürzenich abgehalten und im Erdgeschoss befand sich ein Kaufhaus.
Zweihundert Jahre später diente er nur noch als Kaufhaus bis die Kölner im Gürzenich ab 1820 wieder Feste und Kongresse abhielten. Im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört, wurde er kurze Zeit später wieder aufgebaut, wobei die Fassade im alten Stil gehalten wurde und der Innenraum die 1950er Jahre widerspiegelte. Ende der 90er Jahre wurde der Gürzenich grundsaniert.
Das Festhaus in der Martinstraße steht von Gala-Konzerten bis zu karnevalistischen Prunksitzungen für viele Veranstaltungen bereit. 1999 diente er sogar dem G8-Gipfel als Sitzungssaal. Überregional ist der Gürzenich vor allem bekannt wegen seiner Verwendung durch die Karneval-Vereine, des Gürzenich-Chors und des Orchesters, das seinen Namen vom Kongresszentrum bezieht.
Die “gute Stube” gehört zum Kölner Stadtbild wenigstens genauso wie der Dom und ist als Sehenswürdigkeit nicht wegzudenken. Die Stadt wäre ärmer ohne dieses traditionsreiche Haus. [...mehr]
Am kommenden Samstag (20.9.) werden wieder zahlreiche Künstler auftreten um damit ihren Unmut gegenüber dem Rechtsradikalismus zu demonstrieren.
Die rechtextreme Organisation „Pro-NRW“ wird am selben Tag einen „Anti-Islamisierungs-Kongress“ in Köln austragen, was Anlass für die Organisatoren der „Arsch huh AG“ war, eine Gegenkundgebung zu organisieren.
Die Künstler des „Köln-stellt-sich-quer-Bündnis“, zu denen unter anderem BAP, Die Höhner, Zeltinger, Köster & Hocker, Brings und Klee gehören, werden bereits am frühen morgen auf dem Roncalliplatz auftreten. Oberbürgermeister Fritz Schramma wird ab 10 Uhr eine Rede halten und die Bürger dazu aufrufen mehr Zivilcourage zu zeigen und dem „braunen Gedankengut“ in Deutschland die kalte Schulter zu zeigen.
Erst im Mai wurde in Köln das „ibs“ eingerichtet. Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus eingerichtet. Diese hat sich zur Aufgabe gemacht, dem Rechtsextremismus alle rechtsstaatlichen Mittel entgegenzusetzen.
Wann? 20. September ab neun Uhr
Wo? auf dem Roncalliplatz [...mehr]






