» Kunst & Kultur
Köln ist das Tor zur Welt – jedenfalls für das Ensemblenetzwerk „Freihandelszone“. Denn bereist zum vierten Mal werden dieses Jahr internationale Künstler der Tanz- und Theaterszene in die Domstadt eingeladen, um ihre Kunst zu zeigen. Ganze vier Monate dauert das ungewöhnliche Festival. Beginn ist der 6. März.
Im Grunde ein echtes Kontrastprogramm zum Kölner Karneval. Während die Alaaf-Fraktion nicht unbedingt für große Feingeistigkeit steht, ist „Globalize: Cologne“ eine echte Hochkulturoffensive. Wer schon bei den Namen der vier veranstaltenden Ensembles der „Freihandelszone“ schlucken muss, nimmt besser Abstand. A.TONAL.THEATER, Futur3, MOUVOIR und theater-51grad.com stehen jedenfalls nicht gerade für Kamelle und Wildbützen.
Umso mehr lohnt ein Blick auf das Konzept des Tanz- und Theaterfestivals. Von März bis Juli werden dort hochkarätige Künstlergruppen aus Frankreich, Afrika, Chile, den USA, der Ukraine, Belgien und England nach Köln eingeladen, um sich mit den Mitgliedern der „Freihandelszone“ zu messen und das Publikum an einer Art künstlerischen Globalisierung teilhaben zu lassen. Partner der Kölner sind dieses Jahr zusätzlich die Kunstmetropole Berlin und Dock 11. [...mehr]
Der Kölner an sich lässt schon mal gern Fünfe gerade sein. Manchmal allerdings geht selbst dem entspanntesten Bürger so manche Entscheidung der Stadtpolitik zu weit. Der geplante Abriss des traditionellen Schauspielhauses inklusive Neubau sorgt schon eine Weile für jede Menge Zündstoff. Zwei Initiativen starteten nun jüngst ein Bürgerbegehren, das die scheinbar beschlossenen Sache wieder zur Diskussion bringen will.

Mit weniger als der Hälfte seiner Mitglieder hatte der Rat der Stadt Köln im Dezember vergangenen Jahres den Abriss des Schauspielhauses und der zugehörigen Opernterrassen, sowie einen Neubau an selber Stelle beschlossen. Gegner dieser Maßnahme ärgert dabei nicht nur, dass hier ein historisch bedeutender Bau der 50er Jahre dem Erdboden gleichgemacht wird, sondern vor allem auch der hohe Kostenapparat, der dabei entsteht. Eine Sanierung des Gebäudes würde, so die Experten, mehrere Millionen Euro sparen. [...mehr]
Wem sich beim Namen dieses Festivals schon der Magen umdreht, gehört vermutlich nicht unbedingt zur idealen Zielgruppe: „Zivilisation der Liebe“ klingt einfach verdächtig nach Hippie-Friedensfeier. Tatsächlich ist die dreitägige Veranstaltung jedoch eine feine Sache für Liebhaber von Ambient-Sounds vor gotischer Kulisse.

Seit 2005 ist die Basilika St. Aposteln einmal im Jahr Schauplatz für eine ungewöhnliche Sound- und Lichtshow, die allerdings nicht unbedingt etwas für jedermanns Geschmack sein muss. Veranstaltet wird das bemerkenswerte Festival vom Kölner Eventlabel E´de Cologne, und dort gibt man sich alle Mühe, möglichst Beeindruckendes zu bieten. [...mehr]
Das größte europäische Literaturfest feiert im kommenden Jahr Jubiläum. 10 Jahre besteht die Lit. Cologne dann und bietet an 11 Festivaltagen ein prall gefülltes Programm mit insgesamt 175 Veranstaltungen. Mit der lit.kid.Cologne wird zusätzlich ein Schwerpunkt für Kinderbücher angeboten.

Gerade erst geht die Aktion „Ein Buch für die Stadt“ zuende, da steht bereits das nächste literarische Ereignis Kölns in den Startlöchern. Die Lit.Cologne feiert vom 10. bis 20. März 2010 Geburtstag – und das gebührend. Beeindruckend ist die Liste der teilnehmenden Autoren, aber auch die angekündigten Begegnungsveranstaltungen und Themenabende versprechen einiges. [...mehr]
Jüngst berichtete der Bund der Steuerzahler davon, wie die Stadt Köln seit langem einiges an Geld in Wachpersonal investiert, das für ungestörtes Musikvergnügen in der Philharmonie sorgt – indem nämlich verhindert wird, dass Spaziergänger während des Programms über den Konzertsaal flanieren. Ungeachtet solcher Absurditäten lohnt ein Besuch im modernsten Konzertsaal Kölns jederzeit. Zu Weihnachten gibt es zudem ein spezielles Festtagsangebot.

Selbst wer sich ansonsten von klassischer Musik eher fern hält, mag zur Weihnachtszeit schon mal ein Auge zudrücken wollen und gegen die eigenen Prinzipien verstoßen. Die Kölner Philharmonie bietet dazu einiges an Gelegenheit und sorgt für die richtige Festtagsstimmung. Davor und / oder danach kann man sich dann auf dem Weihnachtsmarkt am Domvorplatz noch mit dem einen oder anderen Glühwein zusätzlich in Stimmung bringen. [...mehr]
So eine Art Literaturfestival, aber eben nur mit einem einzigen Buch – so oder ähnlich muss man wohl die Aktion beschreiben, die das Literaturhaus Köln und der Kölner Stadt-Anzeiger mittlerweile zum bereits siebten Mal durchführen. Im Zentrum steht dieses Jahr der Journalroman „Schnee in den Ardennen“ von Jürgen Becker.
Fast schon hat es traditionellen Charakter: Im Frühjahr wird „Ein Buch für die Stadt“ von den Inititatoren der gleichnamigen Aktion ausgewählt, und im Herbst steht dieses dann im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen unterschiedlichster Art. Der Gedanke dahinter ist es, das Literaturverständnis Kölns und des Umlandes zu fördern.
Lesungen, Vorträge, Workshops, szenische Aufführungen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, den Terminkalender rund um das eigenwillige Literaturfestival möglichst aus allen Nähten platzen zu lassen. Vor allem in Buchhandlungen, Schulen und Theatern finden die einzelnen Veranstaltungen statt, aber durchaus auch einmal in einer Anwaltskanzlei, einer Kirche oder einem Weinhaus. [...mehr]
Warum eigentlich nicht? Die gerade bei Mädchen hierzulande mittlerweile sehr beliebte japanische Comic-Form des Manga hat durchaus auch in Köln ihren Platz. Für seltsame Kostümierungen ist die Satdt ja bekanntlich mehr als offen, und wenn der Dom die Hauptrolle spielt, kann ohnehin nichts schiefgehen. „Domicile“ ist der erste Köln-Manga.

Mittelalterromane, Regionalkrimis, mittlerweile gar eine Vampirgeschichte – Köln wird mehr und mehr zur literarischen Location. Grund dafür ist unter anderem sicher die bemerkenswerte Stadtgeschichte, die Autoren zum Fantasieren einlädt. Mit einem Manga aus dem Tokyopop-Verlag kommt nun auch noch ein Comic hinzu. [...mehr]
Nachdem Regionalkrimis für Köln seit langem ein großer Erfolg sind, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch ein anderes Genre Besitz von der Stadt ergreift. Die Blutsaugerwelle jedenfalls, die seit der „Twilight“-Saga die erstaunlichsten Blüten trägt, schwappt jetzt am Rheinufer an. Mit dem „Vampir von Melaten“ leistet der Emons Verlag einen ersten Beitrag.
Gardis Schöneborn braucht dringend eine aufregende Story. Nach sechs Wochen im Krankenhaus findet die junge Journalistin ihren Platz doch tatsächlich von der Tochter ihres Verlegers besetzt. Zeit also, sich zu beweisen. Die Chance bietet sich umgehend: Der ebenso legendäre wie geheimnisvolle Starpianist Luc d’Auber kommt für ein Konzert nach Köln. Nie zuvor hat jemand dem Musiker ein Interview abringen können, und so setzt Gardis alles daran, die erste zu sein. Doch als d’Auber überraschend ihre Hilfe sucht, geraten die Dinge außer Kontrolle. Ein Vampirjägerorden ist den beiden auf den Fersen, und es stellt sich die entscheidende Frage: Ist der berühmte Pianist etwa der berüchtigte Vampir von Melaten?
Den Literaturnobelpreis wird Autor Oliver Buslau zwar kaum gewinnen, aber die Verbindung von bewährter Vampirgeschichte und Kölner Lokalkolorit hat durchaus ihren Reiz. 1962 in Gießen geboren, arbeitet der studierte Germanist als freier Autor und Musikjournalist. Darüber hinaus ist er Herausgeber von „TextArt“, einem Magazin für kreatives Schreiben. [...mehr]
Zum mittlerweile 3. Mal flackern im Rahmen des Filmfestivals „Unlimited“ aktuelle Kurzfilmproduktionen aus ganz Europa über Kölner Leinwände. Mit einem reichhaltigen Rahmenprogramm aus Talk- und Forumsveranstaltungen zielt das jährliche Event zudem auf die Kommunikation zwischen Machern und Publikum. Festival Center ist das Odeon-Theater.
Über 150 ausgesuchte Beiträge sorgen für ein vielgestaltiges Programm. Der Verein Kurzfilmfreunde Köln hat sich für sein Festival große Mühe gegeben, eine möglichst bunte Auswahl zusammenzustellen. Fiktion, Animation, Dokumentation und Experimentalfilm – in Köln ist alles vertreten. Die Kategorien, in denen die einzelnen Produktionen vorgeführt werden, sind dabei nicht weniger mannigfaltig: Wettbewerbe, Sonderprogramme, Kooperationen. Beim „Unlimited“ verliert man schon mal den Überblick. [...mehr]
Einmal pro Jahr belohnt die Filmstiftung NRW Kinobetreiber aus Nordrhein-Westfalen für hervorragende Beiträge zur Filmkultur. 429.000 Euro werden als Prämien vergeben. Insgesamt 6 Lichtspieltheater aus Köln wurden dieses Jahr ausgezeichnet. Der zum zweiten Mal vergebene Innovationspreis ging mit der Filmpalette ebenfalls an ein Kino aus der Domstadt.

Offiziell läuft die Spezialförderung unter dem Titel „Jahresfilmprogramm-Prämien“. Ausgezeichnet werden Kinobetreiber, die im vergangenen Jahr herausragende europäische Produktionen, Dokumentarfilme, Filmreihen, aber auch Kinder- und Jugendfilme zeigten. Auf insgesamt 58 Theater wurde dieses Jahr die Gesamtsumme verteilt. Die höchste Einzelprämie erhielt mit 15.000 Euro das OFF Broadway in Köln. [...mehr]


