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Tage mit Kulturflatrate für die Museums- und Theaterszene erfreuen sich äußerster Beliebtheit. Warum sollte das nicht auch für die Filmwirtschaft funktionieren? So dachten sich wohl die Gründer der „Kino Gesellschaft Köln“ und riefen kurzum die „Kölner Kino-Nächte“ ins Leben. Das Ergebnis: Für eine Pauschale von gerade einmal 17,50 Euro lässt sich Ende August jede Menge Leinwandkost konsumieren.
Es ist ein Gemeinschaftsprodukt der Kölner Filmtheater, Filmfestivals und Filminitiativen, das am 28. und 30. August Kino satt für kleines Geld bieten will. Im Gegensatz zur „Langen Nacht der Museen“ reicht dazu ein einziger Abend jedoch nicht aus, denn für einen Spielfilm muss man schon etwa zwei Stunden Zeit einkalkulieren. Deshalb setzten die Initiatoren Joachim Kühn und Dirk Steinkühler direkt mal ein ganzes Wochenende an. [...mehr]
Da bekommt der Kölner Dom auf seine alten Tage doch glatt noch ein eigenes Theaterstück auf den immer sanierungsbedürftigen Leib geschrieben. Am 9. September spielt er die Hauptrolle in einer außergewöhnlichen Open-Air-Produktion auf dem Roncalliplatz. Eine imposante Lichtshow und jede Menge Musik sollen nicht nur die Kölner begeistern.
Während Maik Klokow, Betreiber des Musical Dome, bereits davon träumt, dass hier ein jährlich wiederkehrendes Traditionsevent seine Geburtsstunde haben könnte, sieht der Dom seiner neuen Funktion als Theaterkulisse eher gelassen entgegen. Einige Fenster mögen derzeit zwar durch feine Haarrisse gefährdet sein (der Fachmann nennt es „Craqueléschäden“), aber ansonsten merkt man ihm kein Lampenfieber an. [...mehr]
Trotz schmerzhafter Schließungen einiger Traditionskinos in den vergangenen Jahren, lässt die freie Kölner Szene nichts unversucht, die Filmkultur der Domstadt auf vielfache Weise am Laufen zu halten. Einige wichtige nichtkommerzielle Veranstalter haben sich nun zu einem Verein zusammengeschlossen, um gemeinsame Interessen besser vertreten und verstärkt politischen Einfluss nehmen zu können.
Filminitiativen gibt es in Köln eine ganze Menge, und einige von ihnen haben sich mit der Durchführung spezifischer Festivals sogar überregional einen Namen gemacht. Cineasia, Feminale und Soundtrackcologne etwa locken problemlos Kinogänger außerhalb des Kölner Einzugsgebietes in die Stadt und begrüßen, vor allem im letzteren Fall, auch schon einmal prominente Branchenvertreter aus der ganzen Welt.
Der Dialog zwischen den einzelnen Initiativen und ihr Auftreten gegenüber dem städtischen Kulturamt finden jetzt eine gemeinsame Basis mit der Gründung eines gemeinnützigen Vereins. Kinoaktiv e.V. will die Kommunikation untereinander und im Umgang mit der Öffentlichkeit fördern, aber auch gemeinsame Projekte ins Leben rufen. [...mehr]
Die Zeiten des dunklen Mittelalters sind vorüber. Doch wer sich trotzdem für das Leben, die Kleidung und die Gesellschaft des 12. und 13. Jahrhunderts interessiert, der sollte zum mittelalterlichen Phantasie Spectaculum nach Köln kommen. Vom Ritter bis zur Edelfrau wird hier ein buntes Programm geboten.
Gleich mal die wichtigsten Fakten vorab: Das Mittelalterliche Phantasie Spectaculum findet am 01. August und 02. August 2009 statt. Das wird ein Wochenende voller Entdeckungen einer früheren Zeit. Die genaue Adresse lautet: 50769 Köln-Fühlingen. Direkt am Fühlinger See. Und Nebenbei: Wem es dort gefällt, der sollte auch mal den Rheinauhafen in Köln gesehen haben. Dort findet zwar kein Phantasie Spectaculum statt, dafür hat es andere Besonderheiten.
„Riesen Haare! Riesen Musical! Riesen Spass!“ – so verspricht es der Claim dieses höchst erfolgreichen Broadway-Musicals, das Ende 2009 seine Deutschland-Premiere in Köln feiert. Wer sich die Wartezeit bis dahin verkürzen will, kann solange noch einmal auf die Verfilmung mit John Travolta und Queen Latifah zurückgreifen, die 2007 ins Kino kam.
Wie so viele Musicals ist auch „Hairspray“ kein Originalstoff. Ursprünglich eine erfolgreiche Teenagerkomödie des ehemaligen Underground-Filmemachers John Waters von 1988, schaffte es die Version von US-Komponist Marc Shaiman bereits 2002 an den New Yorker Broadway. Von dort trat die schräge Cross-Dressing-Show ihren weltweiten Siegeszug an. [...mehr]
Cover-Bands sind in den meisten Fällen nicht viel mehr als bemühte Bereicherungen für Stadt- und Schützenfeste. Original ist eben Original, und sogenannte Tribute-Konzerte gleichen oftmals bloß besseren Karaoke-Aufführungen. Nicht so im Fall der Beatles-Reinkarnation RAIN, die mit dem Programm der Fab Four mehr als bloße Nostalgie hervorruft. In Köln ist die Band nun im Rahmen des 22. Sommerfestivals zu Gast.
Als Keyboarder Mark Lewis bereits Mitte der 70er Jahre zusammen mit vier anderen Musikern erst Konzerte mit Songs der frisch getrennten Beatles aufführte, konnte er wohl kaum ahnen, dass sein Projekt eine über 3 Jahrzehnte anhaltende Erfolgsgeschichte generieren würde. Ursprünglich unter dem Namen „Reign“ unterwegs, bespielte die erste Beatles-Coverband zunächst ausschließlich im Umfeld von Los Angeles und konnte schnell eine breite Fanbase mobilisieren. [...mehr]
Zeitlose Kunst welche die Sprache der Welt spricht ohne Worte zu benutzen ist für Menschen aller Länder verständlich und das ist es was Käthe Kollwitz ausdrücken wollte. Sie ist zweifelsohne eine der bedeutendsten Künstlerinnen der letzten Jahrhunderte.
Der Biografie und den Werken von Käthe Kollwitz hat sich das Käthe-Kollwitz-Museum in Köln gewidmet. Auf 1.000 qm Ausstellungsfläche sind Zeichnungen, Plastiken sowie Druckgrafiken der Künstlerin zu bestaunen. Die weltweit umfangreichste Sammlung von Werken Käte Kollwitz’ wurde bereits im Jahr 1985 in Köln eröffnet, und zwar genau am 40. Todestag der Künstlerin. Dr. Jutta Bohnke-Kollwitz, die Enkelin der Künstlerin, war Gründungsleiterin des Museums und übergab 1990 die Direktion an Hannelore Fischer.
Käthe Kollwitz‘ Werke finden selbst in internationalen Rängen der Kulturszene eine bedeutungsvolle Resonanz. Bis zu 30.000 Besucher Jährlich zählt das Museum. Auch ein hoher Anteil ausländischer Besucher beweisen jedes Jahr das hohe Interesse an den Werken von Käthe Kollwitz. Da die Künstlerin selbst auch in den Nachbarländern Niederlande und Belgien sehr bekannt war, kommen viele Besucher auch den weiten Weg um die fast 200 Arbeiten Käte Kollwitz’ zu sehen.
Das Käthe Kollwitz Museum
Zunächst in Räumen der Hauptstelle der Kreisparkasse am Neumarkt untergebracht, konnte das Museum bereits Anfang 1989 ein von dem Kölner Architekten Hans Schilling entworfenes Domizil im Obergeschoss der Neumarkt Passage beziehen. Vorbei an einer Buchhandlung und einem Bistro gelangt man durch das Shopping-Center in den achteckingen Innenhof von wo man mit einem Aufzug in die vierte Etage und damit zum Eingang der Ausstellung kommt.
Ticketpreis
normal 3,00 Euro / ermäßigt 1,50 Euro
Öffnungszeiten
Mo geschlossen
Di-Fr 10:00 - 18:00 Uhr Sa/So und an Feiertagen 11:00 - 18:00 Uhr [...mehr]
Kino unter freiem Himmel gehört in den sonnigsten Wochen des Jahres mittlerweile in den meisten Städten zum Standardprogramm. In Köln bietet derzeit über ein halbes Dutzend interessanter Locations cineastisches Public Viewing auf der Großleinwand. Neben den üblichen Klassikern und Blockbustern hat man dabei auch Gelegenheit, hier und da echte Schätze zu entdecken. Das Museum Ludwig etwa zeigt im Rahmen seiner traditionellen Filmbar dieses Jahr 12 echte Trash-Meilensteine von Roger Corman bis Russ Meyer. Ernstnehmen macht hier keinen Sinn.
Wenn sich die Hochkultur im Museum Ludwig zur wohlverdienten Nachtruhe legt (etwa in Form von Sigmar Polkes Editionen ab dem 4. Juli), nehmen auf dem Dach des Gebäudes für ein paar Wochen die Geister der schnell dahingeschluderten Trivial- und Trashkunst das Zepter in die Hand. Unter dem Titel „B-Special“ zeigt die Filmbar im Schatten des Kölner Doms vom 30. Juli bis zum 22. August eine wohldosierte Auswahl billig produzierter Trashklassiker. [...mehr]
Eigentlich gab es gar keine Zweifel daran, dass Kölner Bürger und Touristen bald das Jüdische Museum neben dem historischen Rathaus in Köln besuchen können. Der Bau war sorgfältig geplant und der Entwurf des Museums überzeugte sogar eine fachkundige Jury und gewann den Architekturpreis.
Doch jetzt sieht alles anders aus. Bleibt der Platz an der Portalsgasse vielleicht doch leer? Scheitern könnte das Projekt unter Umständen an den finanziellen Möglichkeiten. Die “Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur”, ein privater Trägerverein, der ursprünglich zur Finanzierung des Museums angedacht war, scheint jetzt doch nicht das nötige Kleingeld zu haben. Rund 1,2 Millionen Euro hat die Stadt Köln eigenen Angaben zufolge bereits vorgestreckt. Die Vereinbarung war allerdings, dass die Gesellschaft die Hälfte der Summe zurückzahlen wird - was bislang nicht passiert ist. Und dass, obwohl bereits zwei Fristen verstrichen sind. Auf Nachfragen berichtete der Vorsitzende der Gesellschaft, Benedikt Graf von und zu Hoensbroech, von einer geplanten, aber noch nicht gegründeten Stiftung, ohne deren Existenz keine Spenden verbucht werden können. Im Herbst 2009 soll es aber dann soweit sein. Bis dahin soll die Stiftung zustande kommen.
Währenddessen steht für die Stadt Köln nun die Entscheidung an. Entweder der Museumsbau gehört nun der Vergangenheit an oder es muss das Riskio eingegangen werden, auf einer nicht geringen Summe sitzen zu bleiben. Die Archäologische Zone, die in das Museum integriert werden soll, soll vom Land gefördert werden - allerdings nur, wenn der Bau im Jahr der “Regionale 2010” beginnt. Ob es jemals ein Jüdisches Museum in Köln geben wird, steht zur Zeit wohl noch in den Sternen. [...mehr]
Leseratten werden sie kennen, denn sie gehört zu den derzeit erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen: Die erfolgreiche Buchautorin Ildikó von Kürthy.
Bestseller wie “Herzsprung” oder “Freizeichen” stammen aus ihrer Feder. Der wohl bekannteste Roman der ehemaligen STERN-Redakteurin findet sich heute unter dem Titel “Mondscheintarif” unzählige Male in vermutlich überwiegend weiblichen Wohnzimmern.
Um die spritzigen, erfrischenden Wortspiele und die unterhaltsame Story über eine Frau auf der Suche nach ihrem Traummann, noch lebendiger zu gestalten, wird der Roman zur Zeit im Kölner Theater am Dom gezeigt. Es geht um Cora, Anfang 30, selbstbewusst, modern… und verliebt. An sich nichts Schlimmes. Doch, wie sollte es auch anders sein, der Mann ihrere Träume ist vergeben und so beginnt das Drama.
Die schauspielerische Besetzung der Inszenierung kann sich sehen lassen. Heike Kloss, bekannt aus der RTL-Serie “Alles Atze” schlüpft in die Rolle der Hauptdarstellerin Cora, daneben die bekannte Schauspielerin Anouschka Renzi als ihre stets tröstende Freundin Johanna. Der Übeltäter, der Schuldige, der, der nicht anruft - sprich der Mann, um den es geht - wird von Marko Pustisek verkörpert. Alle drei zeigen tolle komödiantische Darbietungen. Ein Besuch lohnt sich somit in jedem Fall. Auch für die, die das Buch noch nicht gelesen haben.
Einen ersten audiovisuellen Vorgeschmack gibt es hier:
Mondscheintarif im Kölner Theater am Dom
Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy, Bühnenfassung von Friedrich Dudy
22.04.09 - 05.07.09 [...mehr]









