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Mit einer Menschenkette in der Altstadt haben Kölns Bürger am Samstag die geplante Anti-Islamismus-Kundgebung der rechten Organisation “Pro Köln” verhindert.
Es kam dabei zu einigen Problemen mit linksradikalen Steinewerfern und das ist schade - die Hauptsache aber ist erfreulich: Die Demonstration der rechten Szene wurde durch massenhaftes Auftreten friedlicher Kölner Bürger verhindert.
Nachdem der Bau der islamischen Moschee in Köln beschlossene Sache geworden war, hatten die feinen Herren von der Köln Pro eine Veranstaltung geplant, auf der mit Schärfe gegen die “Islamisierung” unserer armen Stadt gehetzt werden sollte. Nur, die Kundgeber kamen am Samstag nicht in die Altstadt rein, weil da eine Menge Menschen mit verschränkten Armen herumstanden. Schließlich wurde die Kundgebung von der Polizei verboten und die 300 Rechten mussten unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren.
Wunderbar, Köln! Das nächste Mal vielleicht noch ohne gewalttätige Proteste und Steinwürfe, aber auch so bin ich echt stolz auf dich!
Die neue Zentralmoschee in Köln strebt weiterhin ihrem Baubeginn zu. Der Kölner Stadtrat hat sich für den Bau des umstrittenen Projektes entschieden und so eine neue Streitwelle losgetreten.
Die verschiedensten Fraktionen haben ihre Meinung abgelassen. Man fühlt sich ein wenig erinnert an Streit in einem Mietwohnungs-Block. Jeder hat eine Meinung zum neuen Nachbarn, der da ein ungewöhnlich großes Zimmer beziehen und gleichzeitig einem den anderen Bewohnern fremden Gott huldigen möchte.
Die alten Leute fürchten um ihr Leben, vor allem des Nachts - schließlich ist bekannt, dass der Neue aus dem Süden stammt und von da kommen bekanntlich nur Räuber. Die jungen Leute sind neugierig und würden am liebsten die ganze Zeit beim Neuen in der Wohnung chillen und exotischen Flavor inhalieren.
Die Unbedarften nutzen freudig den über Jahre angesammelten Frust, um heftig gegen alles zu protestieren, was nicht so aussieht wie sie. Der Wortführer des Blocks hat eine provokante Meinung zum Zugezogenen und wird niemals nicht die Klappe halten. Die Vermieter der Wohnungen sind nicht eben erfreut und debattieren heftig darüber, ob es ihnen denn im Herkunfstland des Neuen ebenso erlaubt wäre, einfach so in diesem Stil einzuziehen und wenn nicht, dass man das doch bitte ändern müsse.
Was für ein Theater! Zum Schluss wird sowieso nur die Miete darüber entscheiden, wer bleibt und wer nicht. [...mehr]
Nach den ganzen Party-News mal eine Meldung aus der Forschung: Die Universität Köln und die Uni Bochum werden mit Forschern aus dem Partnerland Pittsburgh eng zusammenarbeiten.
Im Austausch soll es sich insbesondere um die Themengebiete zum Stichwort “Krebs” handeln. Die Wissenschaftler erhoffen sich dadurch ein besseres Vorankommen, außerdem ist so eine Kooperation natürlich immer verbunden mit einem Image-Gewinn für die jeweiligen Institute.
Konkret wird sich die Zusammenarbeit auf klinische Studien zum Thema Krebsforschung, Grundlagenforschung, sowie Zusammenarbeit in Sachen Managment und Patientenversorgung erstrecken. Ob das nur per EMail funktioniert? Jedenfalls sprechen die Pressemitteilungen von den beiden größten Krebszentren der Welt, die zum Wohle der Menschheit fusionieren.
Wäre ja tatsächlich schön, wenn sich da mal was ändern würde. In die Krebsforschung sind mittlerweile schon Jahre an Zeit und Massen an Geld investiert worden - für Laien verständliche Durchbrüche haben sich bisher noch nicht ereignet.
Leider gehöre ich auch zu den medizinischen Banausen, und kann so nur hoffen, dass bei dieser Kooperation etwas herumkommt. Viel Glück den Superhirnen an der Uni Köln!
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Den Titel “Kölns faulster Politiker” hat sich Hans Heinrich Lierenfeld (CDU) redlich verdient.
Er ist Bezirksbürgermeister von Chorweiler und hat dieses Amt in letzter Zeit eher locker wahrgenommen - wenn überhaupt!
Zu sieben Sitzungen soll Lierenfeld nicht erschienen sein, seine Partei will ihn nun abwählen.
“Wir wollen einen Bürgermeister, der die Arbeit der Bezirksvertretung begleitet und der für die Bürger ansprechbar ist.”, so Günther Fahnenstich gegenüber dem Express. Das ist meiner Meinung nach vollkommen verständlich, schließlich bekommt der Mann 800 Euro extra für sein Amt.
Lierenfeld argumentierte damit, er sei als Sozialarbeiter und Sportlehrer “beruflich sehr eingespannt”. Dann ist er eben der falsche Bezirksbürgermeister - schließlich braucht gerade Chorweiler politisches Engagement!
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In wenigen Monaten soll mit dem Bau der neuen Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld begonnen werden. Das Gebäude wird zwei Minarette haben, und Platz für 1.200 Gläubige bieten. Die Ditib (Abkürzung für die türkische Version von “Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religionen e.V.”) finanziert den Bau aus Spenden aus ganz Deutschland.
Im Vorfeld war das Bauvorhaben ziemlich umstritten. Rechtspopulistische Vereinigungen liefen Sturm gegen die Moschee, auch aus ernstzunehmenden Lagern kam Kritik: So sprach sich der Publizist Ralph Giordano im Zuge der Diskussion gegen die Burka der türkischen Frauen aus und entfachte damit eine heftige Diskussion.
Ich finde die Argumente der Burka-Gegner gar nicht mal so falsch: Dieser FAZ-Artikel sagt das in schöneren Worten, für mich ist die Burka ein Symbol der Unterdrückung der Frau. Eine Differenzierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechtes ist in Deutschland nunmal scheiße, egal, ob der Islam das so vorschreibt, oder nicht. Die Bibel oder der Papst schreiben auch eine Menge Dinge vor, an die sich heutige Christen nur in eingeschränktem Maße halten (z.B. die Abtreibung zu verdammen). Diesen Schritt zur weiteren Mäßígung seiner menschenrechtlich inakzeptablen Inhalte muss der Islam meiner Meinung in Deutschland gehen, oder er wird hier niemals als gleichwertige Religion akzeptiert werden.
Gerade deswegen halte ich jedoch die Moschee für eine gute Sache. So verschwinden die Hinterhof- und Lagerhallen-Moscheen, die den Gläubigen das Gefühl geben, sie würden vom “deutschen” Staat unterdrückt und kleingehalten. Da schwindet bei denen natürlich auch die Bereitschaft, sich in irgendeiner Weise zu öffnen. Ein richtiges Gotteshaus für islamische Gläubige ist eine gute Sache, weil es das Selbstbewusstsein der islamischen Menschen stärkt, und das Gefühl, dazuzugehören.
Die Betreiber der Moscheen bieten auch extra Führungen an, vielleicht einfach mal hingehen und sehen, was da genau gebaut wird. Man wird feststellen, dass die Nachrichten, die einen gegen den Islam aufhetzen, übertrieben sind.
Es handelt sich letzten Endes “nur” um ein Gotteshaus, die Debatte um frauenrechtliche Probleme in der Interpretation der Religion ist wichtig, sollte aber vom Moscheebau unabhängig geführt werden.
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Reinhard Schlagintweit, Interimschef der UNICEF, hat sich in einem Interview mit dem Stadtanzeiger darüber beklagt, dass seine Organisation pauschal verurteilt werde. „Alle Strukturen und Geschäftsabläufe werden überprüft und wo nötig geändert“ sagte Schlagintweit.
Der 79jährige sagte weiter, es gäbe durchaus Bereitschaft zum Personalwechsel innerhalb der Organisation. Dieser dürfte auch der einzige Weg sein, wie UNICEF nach den Skandalen der letzten Monate wieder zu mehr Glaubwürdigkeit finden kann.
Der Verlust des Spendensiegels war nur der Schlusspunkt einer langen Tortur um interne Streitigkeiten und Korruption. Die Lösung scheint klar: Die alten Strukturen raus- neue Leute rein. Sonst vertraut dieser Organisation in Köln wohl niemand mehr.
Ich persönlich würde jedenfalls kein Geld mehr an UNICEF spenden. Nach allem, was gelaufen ist, besitzt die für mich einen Vertrauensstand, der knapp der italienischen Mafia gleichkommt. [...mehr]
Im Zuge der aktuellen Auseinandersetzungen zwischen Berlin und Liechtenstein geht der Skandal um Postchef Zumwinkel beinahe unter. Ein pöbelnder Kronprinz, der Deutschland mit Nazi- Vergleichen attackiert, ist für die Medien nun mal spannender, als der Sturz eines Mannes, der bis vor ein paar Wochen noch als Vorbild für Manager in Deutschland schlechthin hätte gelten können.
Sein Führungsstil war dominant, ohne autoritär zu wirken. Er war 18 Jahre lang der Chef der deutschen Post. Er war unter Kollegen gleichermaßen geachtet wie gefürchtet für seine Politik, knallhart zu verhandeln und dabei stets höflich zu bleiben.
Nun soll dieser Mann Steuerhinterziehung begangen haben. 10 Millionen Euro. Heutzutage ist man das als Normalsterblicher beinahe gewohnt. Die Topmanager: Pokerspieler, die betrügen und klauen wo sie können, wozu sind sie sonst Topmanager?
Aber Zumwinkel? Der stets korrekte Machtmensch soll sich mit einem derartigen Schachzug in die Bredouille geritten haben? Und wozu? Verdient man nicht genug als Chef der deutschen Post? Vielleicht gehört das in den oberen Etagen einfach zum guten Ton? Man fühlt sich bei Zumwinkel fast so, als hätte sein eigener Großvater vom Staat geklaut, zu sehr präsentierte sich der Mann in der Öffentlichkeit als besonnen und schlau.
Können wir uns so stark getäuscht haben? Denn letzten Endes ist Steuerhinterziehung in diesem Umfang vor allem eins: Dämlich. Damit hätte sich Zumwinkel seinen Ruf und seine berufliche Zukunft wenn nicht komplett ruiniert, so doch stark gefährdet.
Bleibt nur die Frage: Ist er wirklich schuldig?
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Nach Berlin jetzt Köln: Heute morgen legen Warnstreiks des öffentlichen Dienstes in Köln die ganze Stadt lahm. Weder Busse noch Bahnen fahren bis frühestens 13 Uhr, auch die Müllabfuhr streikt. Wer ein Taxi rufen möchte, muss mit Wartezeiten von bis zu 45 Minuten rechnen.
Wer die Innenstadt noch vom Karneval her als voll in Erinnerung hat, wird jetzt mit einer ganz neuen Dimension von Stau konfrontiert: Jeder, der ein Auto hat, wird heute von 4 bis 6 Uhr versuchen, damit nach Hause zu fahren. Viel Spaß. Natürlich wächst bei den Anwohnern durch solche Aktionen der Unmut gegen die Streikenden.
Auf der anderen Seite würde wahrscheinlich ohne Streik kein Schwein nach den Forderungen der Öffentlichen pfeifen. Man kann nur hoffen, dass sich der Tarifstreit bald erledigt hat. Eine ganze Woche im Stil vom heutigen Vormittag ist den Kölner Bürgern einfach nicht zuzumuten. [...mehr]
Seit Wochen beherrschen die Querelen innerhalb der UNICEF- Führung die Schlagzeilen – jetzt folgte ein neuer Tiefpunkt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat UNICEF das Spendensiegel aberkannt. Dieses soll ein unabhängiges Zertifikat darstellen, um die Transparenz und Verlässlichkeit einer Spendenorganisation zu gewährleisten. Der Verlust des Siegels sei mit der fehlenden Transparenz in der Vergabe von Beraterhonoraen begründet, so das DZI.
Konkret ging es um den Fall einer Lidl- Spende und einem damit verbundenen Honorar für einen Fundraiser, welcher auf Nachfragen der DZI von UNICEF erst bestritten und dann halbherzig als Mitarbeiter bestätigt worden war. Der Eindruck, dass innerhalb der Organisation ein Korruptionsproblem bestehen könnte, wird durch die Äußerungen der Ex- Vorsitzenden von UNICEF- Deutschland, Heide Simonis, noch verstärkt: Diese sprach von eigenmächtigen Geldgeschäften des Vorstandes.
Wieviel Wahrheit in den Anschuldigungen auch steckt, auf jeden Fall ist die Aberkennung des Siegels ein Image- Schock. Spendenwillige werden es sich jetzt sicherlich zweimal überlegen, ihr Geld hier anzulegen und lieber zu anderen Organisationen gehen. [...mehr]
In memoriam (?): Hürther Sporthalle
Jetzt ist es ziemlich sicher: Die Baustelle der Hürther Sporthalle, ohnehin schon seit ein paar Tagen verwaist, bleibt weiter leer. Der Hürther Investor Bernd Reiter hat den 28-Millionen-Euro-Bau gestoppt. Grund: Mit den weiteren Baumaßnahmen würde eine Sperrung der Kalscheurener Straße notwendig – und die will Reiter um jeden Preis verhindern, um den Wegzug von Mietern zu verhindern. Dabei sieht der Immobilienmakler und „Baulöwe“ (wie der Kölner „Express“ ihn ehrfürchtig nennt) die Schuld durchaus nicht bei sich: „Ich habe [dem Bürgermeister von Hürth,] Herrn Boecker gesagt: Das sind doch Peanuts! Lassen Sie die Straße auf, dann ist das Thema Halle für mich erledigt. Aber die Stadt hat sich keinen Meter bewegt. Jetzt muss ich zu meinem letzten Mittel greifen, um meine Interessen durchzusetzen.“, so wird er zitiert.
Dabei galt der Bau schon als sicher – die Grundmauern stehen ja schon. Einige Millionen Euro sind wohl schon in das Projekt geflossen. Wo liegt nun die Schuld? Die beiden potenziellen Verantwortlichen – Reiter und die Stadtverwaltung Hürth – tauschen den Schwarzen Peter so schnell untereinander hin und her, dass einem direkt schwindelig werden könnte. Die Leidtragenden sind vor Allem die Basketballer von Hürth, denen die Halle zugedacht war. Daneben sollten Konzerte stattfinden können: Ein Ärgernis für die ganze Stadt.
Übrigens gehen die wenigsten Kommentatoren davon aus, dass die Sporthalle von Hürth NIE gebaut wird – bloß WANN, das steht in den Sternen … Also eine weitere Immobilie in Köln, die das Alter segnet und vor sich hin marodieren wird . [...mehr]







