» Vermischtes
Die Auswüchse des Heimatkultes kennen in Köln keine Grenzen. Wer zu allen Gelegenheiten ein Stück der Domstadt und ihrer Kultur um sich haben will, findet dazu eine reiche Angebotsvielfalt, die dmeistens irgendwo zwischen Unsinn und Selbstironie pendelt. Wer etwa selbst am PC nicht auf seine geliebte Mundart verzichten will, für den gibt es allen Ernstes eine original kölsche Computertastatur.

Wer beim Tippen mit dem eigenen Zehn-Finger-Suchsystem schon immer gehofft hat, dem permanenten Blick auf die Tastatur ein bisschen Aufheiterung abgewinnen zu können, dem darf geholfen werden. Denn auf die Tasten zu hauen ist bei der „Tastatur op Kölsch“ tatsächlich nur Nebensache. Hier zählt vor allem die Nähe zur heimisch-rheinischen Mundart. [...mehr]
Für manchen eine echte Seuche, für andere ein Segen: Apps - die kleinen Anwendungen, die dem iPhone erst seine wahre Existenzberechtigung zu geben scheinen. Nichts, was es da nicht gibt, und das meiste ist ziemlich überflüssig. Im Fall des Audioguides „Kölner Dom“ sieht das schon anders aus. Hier kommen moderne Lifestyle-Technologie und Weltkulturerbe in einer durchaus interessanten Anwendung zusammen.

„Kunst und Kultur mobil – Audioführungen für unterwegs“ heißt eine Reihe von Apps, die das iPhone zum Kulturträger machen. Kompakte Infos zu Geschichte, Bedeutung und Funktion von historischen Bauwerken lassen sich hier schnell und unkompliziert auf das eigene Endgerät bringen, und am Ende ist man (hoffentlich) schlauer als zuvor. [...mehr]
Nach der Session ist vor der Session. In Köln herrscht eigentlich irgendwie immer Karneval, denn wenn am Aschermittwoch auch offiziell erstmal Pause ist, planen die Vereine und Veranstalter schon wieder für den nächsten 11.11. Wichtigste Anlaufstelle ist hierbei die Messe InterKarneval. Begleitet wird sie auch 2010 wieder von den Deutschen Meisterschaften der Männerballette.

Vom 25. bis 27. Juni gibt es nach 4 Monaten Durststrecke – endlich, wie so mancher Kölner sicher hinzufügen mag – wieder Karneval satt. Bis zum Sessionsbeginn ist dann zwar noch eine Weile hin, der wichtigste Branchentreff jedoch setzt diese kaum zu ertragende Tatsache vorübergehend außer Kraft. Die „Erlebnismesse für Karneval und Brauchtum“ in den Kölner Messehallen zeigt bereits zur Jahresmitte die Trends und Neuheiten der kommenden Session. [...mehr]
Ein Roggenbrötchen mit altem Holländer nennt der Kölner traditionell „Halver Hahn“. Perfekt wird der original kölsche Snack aber erst mit einer würzigen Schicht Senf oben drauf. Und für den gibt es in der Stadt gleich zwei interessante Anlaufstellen inklusive Senf-Museum.
Die Historische Senfmühle Anno 1810 und der Kölner Senfladen stehen sich schon aufgrund ihrer räumlichen Distanz nicht gegenseitig im Weg. Betrachtet man beide jedoch im direkten Vergleich, sieht man auch zwei gänzlich unterschiedliche Konzepte. Hier stehen deutlich Tradition gegen Moderne. [...mehr]
Der Kölner an sich lässt schon mal gern Fünfe gerade sein. Manchmal allerdings geht selbst dem entspanntesten Bürger so manche Entscheidung der Stadtpolitik zu weit. Der geplante Abriss des traditionellen Schauspielhauses inklusive Neubau sorgt schon eine Weile für jede Menge Zündstoff. Zwei Initiativen starteten nun jüngst ein Bürgerbegehren, das die scheinbar beschlossenen Sache wieder zur Diskussion bringen will.

Mit weniger als der Hälfte seiner Mitglieder hatte der Rat der Stadt Köln im Dezember vergangenen Jahres den Abriss des Schauspielhauses und der zugehörigen Opernterrassen, sowie einen Neubau an selber Stelle beschlossen. Gegner dieser Maßnahme ärgert dabei nicht nur, dass hier ein historisch bedeutender Bau der 50er Jahre dem Erdboden gleichgemacht wird, sondern vor allem auch der hohe Kostenapparat, der dabei entsteht. Eine Sanierung des Gebäudes würde, so die Experten, mehrere Millionen Euro sparen. [...mehr]
Für Zugereiste ein echtes Phänomen: Beginnend mit dem 11.11. scheint ganz Köln Kopf zu stehen. Richtig schlimm wird es dann zu Weiberfastnacht, und bis Aschermittwoch befindet sich Stadt gänzlich im Ausnahmezustand. Eine Art Karnevalsguide für Einsteiger hat WDR-Moderatorin Christine Westermann nun zusammen mit Fotograf Stefan Worring vorgelegt.

Für den gebürtigen Kölner ist Karneval so natürlich wie der Wechsel von Ebbe und Flut. Wer allerdings von außen auf das bunte Treiben blickt, darf sich schon mal wundern, wie eine ganze Stadt quasi von heute auf morgen alle Regeln über Bord schmeißt und dabei doch völlig friedlich bleibt. Wer also könnte das rheinische Jeckentum dem Außenstehenden besser erklären als jemand, der zwar selber kein Einbeborener ist, aber das Phänomen seit Jahren vor Ort erkundet? [...mehr]
Bislang waren Wolfgang Niedecken und der Kölner Karneval – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung – einander spinnefeind. Umso überraschender wurde seine Bereitschaft aufgenommen, für den kommenden Rosenmontagszug zwei Wagenmotive mit politischem Hintergrund zu entwerfen.
Im Allgemeinen haben Karnevalshasser immer gerne mitgesungen, wenn BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken intonierte, er bliebe „nit för Kooche“ an Karneval in Köln. Heute glättet er die Wogen und betont, das Lied seie in einem bestimmten Zusammenhang und zu einer ganz anderen Zeit entstanden. Als Kind habe er am Severinstor immer den Rosenmontagszug bestaunt und selber einmal als Karnevalsprinz auf der Bühne gestanden. Kann man sich mehr zu seiner Heimatstadt bekennen? Kaum. [...mehr]
Eine offizielle Spendenaktion des Festkomitees Kölner Karnval für die Opfer der großen Naturkatastrophe in Haiti ist fraglos eine erfreuliche Sache. Damit die gute Intention jedoch nicht unter all den vielen derzeitigen Spendenaufrufen für denselben Zweck untergeht, müssen die Karnevalsvereine und Künstler mitmachen. Eine Initiationsspende von 1.111 Euro machte den (bescheidenen) symbolischen Anfang.

Während des ersten Irak-Krieges wurde der Karneval am Rhein noch auf ein Minimum reduziert. Auf einem Teil der Erde zu feiern, während anderorts Menschen um ihr Leben kämpfen, schien vielen politisch nicht korrekt zu sein. Dazu kann man stehen, wie man will. Inzwischen ist man weniger rigide, will aber dennoch während der Wochen, in denen die Karnevalisten ernste Themen lieber zur Seite schieben, die Ereignisse in Haiti nicht ganz außen vor lassen. Eine offizielle Spendenaktion des Festkomitees soll hier seinen Beitrag leisten. [...mehr]
Das Kölner Lernfest wird zum neunten Mal veranstaltet. Zum 22. Januar laden acht Veranstalter in den KOMED 7 im Kölner MediaPark, wo rund 50 Organisationen aus dem Bildungsbereich ihre Angebote präsentieren.
Das 9. Lernfest in Köln wird am morgigen Freitag in der Zeit von 13 bis 19 Uhr veranstaltet. Parallel zu einem Infomarkt der Veranstalter werden Kurse zur beruflichen und allgemeinen Weiter- und Gesundheitsbildung zur kostenlosen Teilnahme angeboten. Veranstaltet wird das Lernfest von der Agentur für Arbeit Köln, dem Arbeitskreis Weiterbildung Köln, der Handwerkskammer Köln, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln, Lernende Region - Netzwerk Köln e. V., dem Netzwerk Gesundheitsbildung AKTIV, der Qualitätsgemeinschaft Berufliche Weiterbildung Region Köln sowie von der Volkshochschule Köln. [...mehr]
Eine großangelegte Werbekampagne in eigener Sache startete die Stadt Köln gegen Jahresende, um auf den Köln-Pass aufmerksam zu machen. Wer ihn hat, kann bei vielen städtischen Einrichtungen Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Die Zielgruppe erweist sich jedoch als eingeschränkt, denn das Angebot ist eigentlich eine Sozialleistung.

Der O-Ton auf der Homepage der Stadt Köln klingt zunächst einmal für jeden vielversprechend: „Mit dem Köln-Pass erhalten Kölnerinnen und Kölner Vergünstigungen bei zahlreichen städtischen und stadtnahen Unternehmen, beispielsweise bei Museen und den Kölner Verkehrs-Betrieben.“ Wer jedoch weiter scrollt, stellt fest, dass er (und das sei ihm in diesem Fall zu wünschen) möglicherweise gar nicht zur Zielgruppe gehört. [...mehr]


