» Vermischtes
Auf einem Plakat eines Autoverleihers bekannte RTL-Chefjuror Dieter Bohlen vor einiger Zeit einmal, dass er nur einen einzigen Fall gibt, wo er auf das hört, was eine Frau ihm sagt: bei der Stimme seines Navitionsgerätes. Der Kölner ist da bekanntlich toleranter. Allerdings dürfte die oft nervige Fahranweisung gehörig an Sympathie gewinnen, wenn sie in kölscher Mundart spricht. Und genau das tut sie neuerdings – wenn man will.

Die Idee ist ebenso verblüffend wie naheliegend: Warum sich vom Navigationsgerät durch Köln und Umgebung nicht mit den passenden kölschen Tönen leiten lassen? Die Idee stammt von der „Akademie för uns kölsche Sproch“, deren Aufgabe es im Allgemeinen ist, die original Kölner Mundart nach Kräften zu fördern und zu erhalten. [...mehr]
Es gab eine Zeit, da lohnte sich ein Trip nach London bereits, wenn man lediglich den Virgin Megastore besuchen wollte. Heute ist Köln die nahegelegenere Alternative. Über 2 Millionen CDs und eine Riesenauswahl an DVDs (mittlerweile auch Blu-rays) sind eine echte Gefahr für den eigenen Geldbeutel.
Seit 1962 residiert der Elektronikmarkt Saturn im Kölner Hansahochhaus und zieht täglich scharenweise kaufwillige Kunden an. Das war nicht immer so, denn zu Beginn war das auf 120 qm angebotenen Sortiment in erster Linie für Diplomaten gedacht. Erst sieben Jahre später wurde der Verkauf auf reguläre Privatkunden ausgedehnt.
Seitdem ist der Siegeszug der Marke Saturn kaum mehr aufzuhalten. Über 200 Märkte gibt es mittlerweile europaweit, in Deutschland alleine 129. Dass Saturn ebenso wie Media Markt zur Metro-Gruppe gehört und sich die beiden praktisch nur hinsichtlich der strategischen Positionierung ihrer Standorte, sowie der Corporate Identity unterscheiden, fällt auf den ersten Blick kaum auf. [...mehr]
So eine Art Literaturfestival, aber eben nur mit einem einzigen Buch – so oder ähnlich muss man wohl die Aktion beschreiben, die das Literaturhaus Köln und der Kölner Stadt-Anzeiger mittlerweile zum bereits siebten Mal durchführen. Im Zentrum steht dieses Jahr der Journalroman „Schnee in den Ardennen“ von Jürgen Becker.
Fast schon hat es traditionellen Charakter: Im Frühjahr wird „Ein Buch für die Stadt“ von den Inititatoren der gleichnamigen Aktion ausgewählt, und im Herbst steht dieses dann im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen unterschiedlichster Art. Der Gedanke dahinter ist es, das Literaturverständnis Kölns und des Umlandes zu fördern.
Lesungen, Vorträge, Workshops, szenische Aufführungen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, den Terminkalender rund um das eigenwillige Literaturfestival möglichst aus allen Nähten platzen zu lassen. Vor allem in Buchhandlungen, Schulen und Theatern finden die einzelnen Veranstaltungen statt, aber durchaus auch einmal in einer Anwaltskanzlei, einer Kirche oder einem Weinhaus. [...mehr]
Warum eigentlich nicht? Die gerade bei Mädchen hierzulande mittlerweile sehr beliebte japanische Comic-Form des Manga hat durchaus auch in Köln ihren Platz. Für seltsame Kostümierungen ist die Satdt ja bekanntlich mehr als offen, und wenn der Dom die Hauptrolle spielt, kann ohnehin nichts schiefgehen. „Domicile“ ist der erste Köln-Manga.

Mittelalterromane, Regionalkrimis, mittlerweile gar eine Vampirgeschichte – Köln wird mehr und mehr zur literarischen Location. Grund dafür ist unter anderem sicher die bemerkenswerte Stadtgeschichte, die Autoren zum Fantasieren einlädt. Mit einem Manga aus dem Tokyopop-Verlag kommt nun auch noch ein Comic hinzu. [...mehr]
Nachdem Regionalkrimis für Köln seit langem ein großer Erfolg sind, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch ein anderes Genre Besitz von der Stadt ergreift. Die Blutsaugerwelle jedenfalls, die seit der „Twilight“-Saga die erstaunlichsten Blüten trägt, schwappt jetzt am Rheinufer an. Mit dem „Vampir von Melaten“ leistet der Emons Verlag einen ersten Beitrag.
Gardis Schöneborn braucht dringend eine aufregende Story. Nach sechs Wochen im Krankenhaus findet die junge Journalistin ihren Platz doch tatsächlich von der Tochter ihres Verlegers besetzt. Zeit also, sich zu beweisen. Die Chance bietet sich umgehend: Der ebenso legendäre wie geheimnisvolle Starpianist Luc d’Auber kommt für ein Konzert nach Köln. Nie zuvor hat jemand dem Musiker ein Interview abringen können, und so setzt Gardis alles daran, die erste zu sein. Doch als d’Auber überraschend ihre Hilfe sucht, geraten die Dinge außer Kontrolle. Ein Vampirjägerorden ist den beiden auf den Fersen, und es stellt sich die entscheidende Frage: Ist der berühmte Pianist etwa der berüchtigte Vampir von Melaten?
Den Literaturnobelpreis wird Autor Oliver Buslau zwar kaum gewinnen, aber die Verbindung von bewährter Vampirgeschichte und Kölner Lokalkolorit hat durchaus ihren Reiz. 1962 in Gießen geboren, arbeitet der studierte Germanist als freier Autor und Musikjournalist. Darüber hinaus ist er Herausgeber von „TextArt“, einem Magazin für kreatives Schreiben. [...mehr]
Wenn mal gerade keine Karnevalssession ist, schafft sich der findige Kölner eben Alternativen. Zum Beispiel das Köln Comedy Festival als Variante des rheinischen Frohsinns. Zum mittlerweile 19. Mal gibt es dieses Jahr eine Menge zu lachen. Bekannte Namen, echte Veteranen, aber auch Newcomer strapazieren das Zwerchfell vom 15. bis 31. Oktober.

Welche Verdienste um den hiesigen Humor dem Köln Comedy Festival seit seiner Gründung im Jahr 1991 zuzurechnen sind, ist vielfach kaum bewußt. Der „Quatsch Comedy Club“ etwa erlebte dort sein Debüt, Atze Schröder trat zum ersten Mal solo auf, Kaya Yanar und Gaby Köster debütieren – doch vor allem die Nachwuchsförderung gehört zu den Leistungen des heute europaweit größten Events dieser Art. Seit 2007 gibt es zusätzlich noch das Köln Comedy Filmfestival mit internationalem Programm. [...mehr]
An fünf Tagen zeigt das traditionsreiche Kölner Festival mit dem etwas arg offiziellen Titel „Cologne Conference“ vom 30. September bis zum 4. Oktober rund 50 Vorführungen von Filmen und TV-Programmen. Zum ersten Mal ist dieses Jahr die Reihe „Independent“ dabei, die sich der unabhängigen Filmlandschaft widmet.
Die Cologne Conference wirft einmal pro Jahr einen Blick auf herausragende internationale Film- und Fernsehproduktionen, widmet sich aber auch aktuellen Entwicklungen von Filmindustrie, Internet, Werbung und mobiler Kommunikation. Vergeben werden mehrere Preise, darunter der Filmpreis Köln und der Deutsche Casting-Preis. [...mehr]
Während Arte Berlin eine 24-stündige Reportage in Echtzeit widmet, und damit ein ungewöhnliches Bild der Hauptstadt bieten will, geht es die Domstadt am Rhein weniger dokumentarisch an und setzt auf Kreativität. Köln ist so bunt wie die Wagen des Rosenmontagszuges, und so soll auch das Videoprojekt werden, an dem jeder teilnehmen kann. Einzige Bedingung: 100 Sekunden Material sind die Vorgabe.

Ein einzigartiges Projekt verspricht eine Zusammenarbeit des Kölner Stadt-Anzeigers und der Kunsthochschule für Medien (KHM) zu werden. Die Bürger dokumentieren ihre Stadt, und am Schluß wird ein Gesamtkunstwerk daraus. Was genau es sein wird, und wie es aussieht, das weiß jedoch noch niemand so genau. [...mehr]
Das Medium Film ist mittlerweile über einhundert Jahre alt. Wer dabei aber ausschließlich an das Kino denkt, vergisst schnell, wie viel dokumentarisches Material zum echten Zeitzeugen auf Zelluloid geworden ist. Eben dieser Gedanke lag dem DVD-Projekt „Mein Köln“ zugrunde. Möglichst viel privates Filmmaterial wollte man zusammenbringen, und damit einen ganz eigenen Blick auf die Stadtgeschichte werfen. Herausgekommen sind umfangreiche 4 DVDs.

Welches enorme Feedback sich einstellen würde, hatten die drei großen Kölner Tageszeitungen vermutlich nicht erwartet, als sie ihre Leser dazu aufriefen, nach altem Filmmaterial über die Domstadt zu suchen und es für eine umfassende Dokumentation zur Verfügung zu stellen. Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau und Express hatten für das Gemeinschaftsprojekt den Kölner Filmproduzenten Hermann Rheindorf ins Spiel gebracht, der zuvor bereits das vielbeachtete Projekt “Köln 1945 - Nahaufnahmen” realisiert hatte. Jetzt lag es an den Bürgern der Stadt, Material bereitzustellen. [...mehr]
Dass sich in Köln ausführlich schlemmen lässt, muss niemanden wundern. Die Gastronomiedichte ist ausgesprochen hoch und das Angebot vielfältig. Wo aber trennt sich die Spreu vom Weizen? Was lohnt sich unbedingt, und wo sollte man vorsichtig sein? Am besten nimmt man DEN Restaurantführer für die Kölner Szene zur Hand: Den „Goten“. Gerade erscheint das Standardwerk in einer durchweg aktualisierten Neuauflage.
Seit 2006 schreibt Restaurant-Kritiker Helmut Gote eine wöchentliche Kolumne für den Kölner Stadt-Anzeiger. Kritisch beleuchtet er dort die Gastroszene aus Köln und der näheren Umgebung. Ausführliche Testessen gehen jedem Beitrag voran, und am Schluß weiß der Leser ziemlich genau, was er von Küche, Ambiente und Personal der jeweiligen Location erwarten kann.
2008 stellte der Journalist zum ersten Mal eine Auswahl von 50 Restaurants zu einem Gastroguide zusammen, der seitdem unter dem Titel „Der Gote“ nicht nur für Touristen als ideale Orientierung im vielfältigen Angebot der Kölner Küchenszene dient. Preiswertes Essen für den alltäglichen Genuß hat dort ebenso ihren Platz wie die gastronomische Mittel- und Spitzenklasse. Wer sucht, und zwar egal welchen Gastrotypus, wird hier garantiert fündig. [...mehr]



