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Wem die Kontroversen um die „Körperwelten“ des umstrittenen Plastinators Gunther von Hagen noch nicht ausreichen, kann sich ganz sicher bald über ähnliche Diskussionen zur Ausstellung „Bodies“ freuen. Pünktlich zum 4. Advent – und damit nicht gerade feinsinnig geplant – kommt die erfolgreiche US-Anatomieshow nach Köln.

Seit 2005 tourt „Bodies … The Exhibition“ um die Welt und konnte bisher über 7 Millionen Besucher zählen. Im „Museum of Science and Industry” / Florida gestartet, zog sie bald schon weiter nach New York, Mexiko City, Sao Paulo, Barcelona, Amsterdam, Prag und Wien. Auf dem Kölner Gelände der EXPO XXI macht sie am 17. Dezember nun zum ersten Mal in Deutschland Station. [...mehr]
Da bekommt der Kölner Dom auf seine alten Tage doch glatt noch ein eigenes Theaterstück auf den immer sanierungsbedürftigen Leib geschrieben. Am 9. September spielt er die Hauptrolle in einer außergewöhnlichen Open-Air-Produktion auf dem Roncalliplatz. Eine imposante Lichtshow und jede Menge Musik sollen nicht nur die Kölner begeistern.
Während Maik Klokow, Betreiber des Musical Dome, bereits davon träumt, dass hier ein jährlich wiederkehrendes Traditionsevent seine Geburtsstunde haben könnte, sieht der Dom seiner neuen Funktion als Theaterkulisse eher gelassen entgegen. Einige Fenster mögen derzeit zwar durch feine Haarrisse gefährdet sein (der Fachmann nennt es „Craqueléschäden“), aber ansonsten merkt man ihm kein Lampenfieber an. [...mehr]
Trotz schmerzhafter Schließungen einiger Traditionskinos in den vergangenen Jahren, lässt die freie Kölner Szene nichts unversucht, die Filmkultur der Domstadt auf vielfache Weise am Laufen zu halten. Einige wichtige nichtkommerzielle Veranstalter haben sich nun zu einem Verein zusammengeschlossen, um gemeinsame Interessen besser vertreten und verstärkt politischen Einfluss nehmen zu können.
Filminitiativen gibt es in Köln eine ganze Menge, und einige von ihnen haben sich mit der Durchführung spezifischer Festivals sogar überregional einen Namen gemacht. Cineasia, Feminale und Soundtrackcologne etwa locken problemlos Kinogänger außerhalb des Kölner Einzugsgebietes in die Stadt und begrüßen, vor allem im letzteren Fall, auch schon einmal prominente Branchenvertreter aus der ganzen Welt.
Der Dialog zwischen den einzelnen Initiativen und ihr Auftreten gegenüber dem städtischen Kulturamt finden jetzt eine gemeinsame Basis mit der Gründung eines gemeinnützigen Vereins. Kinoaktiv e.V. will die Kommunikation untereinander und im Umgang mit der Öffentlichkeit fördern, aber auch gemeinsame Projekte ins Leben rufen. [...mehr]
In Köln ist einfach immer Karneval. Und wenn die Session gerade mal Pause hat, bekommt das Kind einfach einen anderen Namen. Ab dem 18. September heißt es halt „Oktoberfest“, und die Kostümierung beschränkt sich auf Dirndl und Lederhosen. Ansonsten aber gilt: Musi, Gaudi, Radi und Kölsch.
Warum eigentlich, dachten sich wohl die Initiatoren, sollte die Stadt München ein alleiniges Vorrecht auf das traditionelle Sauf- und Tanzgelage mit Brez´n, Weißwurst und Bier aus Riesenkrügen haben? Feiern können die Kölner bekanntermaßen mindestens genauso gut. „Aufi“ ging`s also, und so findet seit 2005 einmal pro Jahr das 1. Kölner Oktoberfest statt – und weil es eben das erste seiner Art ist, bleibt es auch bei genau dieser Bezeichnung. [...mehr]
Was bisher unter dem Namen „Games Convention“ bis zu 200.000 Besucher nach Leipzig lockte, soll jetzt vom 19. bis 23. August in den Kölner Messehallen für neue Rekorde sorgen. Die „Gamescom“, wie die neue Europäische Leitmesse jetzt heißt, lockt Fachpublikum wie Privatbesucher gleichermaßen. 300 internationale Aussteller sind bisher bereits angemeldet.
Dem Bundesverband interaktive Unterhaltungsindustrie (BIU) ist es zu verdanken, dass die größte europäische Computerspielemesse dieses Jahr zum ersten Mal in Köln stattfindet und damit ihre alte Heimat Leipzig verlässt. Bessere Perspektiven, mehr Besucher, größere Aufmerksamkeit – das ist wohl, was man sich von der Verlegung in die Medienstadt am Rhein verspricht. [...mehr]
Kaum ist Prinz Poldi zu seinem „Heimat“-Verein, dem 1. FC Köln, zurückgekehrt, wird er auch gleich zum meistplakatierten Gesicht in der Domstadt. Im Großformat wirbt er für die Bonner Solarworld AG, dem neuen Premiumsponsor der Geißböcke. Seit dem 17. Juli gibt es Kölns Lieblingskicker zudem auch in passenden TV-Spots zu sehen.
Für Vorstandssprecher Frank Asbeck war die Rückkehr von Lukas Podolski nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern auch eine clevere Marketing-Maßnahme. Die Bonner Solarworld AG hatte mit gehörigen finanziellen Mitteln zur Auslöse des Nationalspielers beigetragen, und sich damit zugleich einen neuen Testimonial beschafft. [...mehr]
„Riesen Haare! Riesen Musical! Riesen Spass!“ – so verspricht es der Claim dieses höchst erfolgreichen Broadway-Musicals, das Ende 2009 seine Deutschland-Premiere in Köln feiert. Wer sich die Wartezeit bis dahin verkürzen will, kann solange noch einmal auf die Verfilmung mit John Travolta und Queen Latifah zurückgreifen, die 2007 ins Kino kam.
Wie so viele Musicals ist auch „Hairspray“ kein Originalstoff. Ursprünglich eine erfolgreiche Teenagerkomödie des ehemaligen Underground-Filmemachers John Waters von 1988, schaffte es die Version von US-Komponist Marc Shaiman bereits 2002 an den New Yorker Broadway. Von dort trat die schräge Cross-Dressing-Show ihren weltweiten Siegeszug an. [...mehr]
Cover-Bands sind in den meisten Fällen nicht viel mehr als bemühte Bereicherungen für Stadt- und Schützenfeste. Original ist eben Original, und sogenannte Tribute-Konzerte gleichen oftmals bloß besseren Karaoke-Aufführungen. Nicht so im Fall der Beatles-Reinkarnation RAIN, die mit dem Programm der Fab Four mehr als bloße Nostalgie hervorruft. In Köln ist die Band nun im Rahmen des 22. Sommerfestivals zu Gast.
Als Keyboarder Mark Lewis bereits Mitte der 70er Jahre zusammen mit vier anderen Musikern erst Konzerte mit Songs der frisch getrennten Beatles aufführte, konnte er wohl kaum ahnen, dass sein Projekt eine über 3 Jahrzehnte anhaltende Erfolgsgeschichte generieren würde. Ursprünglich unter dem Namen „Reign“ unterwegs, bespielte die erste Beatles-Coverband zunächst ausschließlich im Umfeld von Los Angeles und konnte schnell eine breite Fanbase mobilisieren. [...mehr]
Mit der CSD-Parade findet der mittlerweile zweiwöchige Veranstaltungsmarathon rund um den Kölner Christopher Street Day seinen Höhepunkt. Die ColognePride, wie das Rahmenprogramm seit 2002 heißt, gilt in Europa als eines der größten Events für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender. Mit Beginn des Kölner Lesben- und Schwulentages am 20. Juni bot die Stadt insgesamt bis zu rund 120 Veranstaltungen aus Kultur und Sport, aber auch Debatten und selbstverständlich jede Menge Partys.
2002 hatte der CSD in Köln sogar den Rosenmontagszug hinter sich gelassen. Als „Europride“ zog er mehr Besucher in die Domstadt als der höchste karnevalistische Feiertag und war damit zugleich das größte Event seiner Art auf europäischem Boden. Bestand er bis dato in der Hauptsache aus der Gala der AIDS-Hilfe, dem Straßenfest in der Altstadt und der Parade durch die Kölner Innenstadt, wurde er in der Folge um ein umfangreiches Programm erweitert, das in Anlehnung an die international übliche Bezeichnung „Gay Pride“ den passenden Titel „ColognePride“ erhielt. [...mehr]
Kino unter freiem Himmel gehört in den sonnigsten Wochen des Jahres mittlerweile in den meisten Städten zum Standardprogramm. In Köln bietet derzeit über ein halbes Dutzend interessanter Locations cineastisches Public Viewing auf der Großleinwand. Neben den üblichen Klassikern und Blockbustern hat man dabei auch Gelegenheit, hier und da echte Schätze zu entdecken. Das Museum Ludwig etwa zeigt im Rahmen seiner traditionellen Filmbar dieses Jahr 12 echte Trash-Meilensteine von Roger Corman bis Russ Meyer. Ernstnehmen macht hier keinen Sinn.
Wenn sich die Hochkultur im Museum Ludwig zur wohlverdienten Nachtruhe legt (etwa in Form von Sigmar Polkes Editionen ab dem 4. Juli), nehmen auf dem Dach des Gebäudes für ein paar Wochen die Geister der schnell dahingeschluderten Trivial- und Trashkunst das Zepter in die Hand. Unter dem Titel „B-Special“ zeigt die Filmbar im Schatten des Kölner Doms vom 30. Juli bis zum 22. August eine wohldosierte Auswahl billig produzierter Trashklassiker. [...mehr]











