» Vermischtes
Ein Roggenbrötchen mit altem Holländer nennt der Kölner traditionell „Halver Hahn“. Perfekt wird der original kölsche Snack aber erst mit einer würzigen Schicht Senf oben drauf. Und für den gibt es in der Stadt gleich zwei interessante Anlaufstellen inklusive Senf-Museum.
Die Historische Senfmühle Anno 1810 und der Kölner Senfladen stehen sich schon aufgrund ihrer räumlichen Distanz nicht gegenseitig im Weg. Betrachtet man beide jedoch im direkten Vergleich, sieht man auch zwei gänzlich unterschiedliche Konzepte. Hier stehen deutlich Tradition gegen Moderne. [...mehr]
Der Kölner an sich lässt schon mal gern Fünfe gerade sein. Manchmal allerdings geht selbst dem entspanntesten Bürger so manche Entscheidung der Stadtpolitik zu weit. Der geplante Abriss des traditionellen Schauspielhauses inklusive Neubau sorgt schon eine Weile für jede Menge Zündstoff. Zwei Initiativen starteten nun jüngst ein Bürgerbegehren, das die scheinbar beschlossenen Sache wieder zur Diskussion bringen will.

Mit weniger als der Hälfte seiner Mitglieder hatte der Rat der Stadt Köln im Dezember vergangenen Jahres den Abriss des Schauspielhauses und der zugehörigen Opernterrassen, sowie einen Neubau an selber Stelle beschlossen. Gegner dieser Maßnahme ärgert dabei nicht nur, dass hier ein historisch bedeutender Bau der 50er Jahre dem Erdboden gleichgemacht wird, sondern vor allem auch der hohe Kostenapparat, der dabei entsteht. Eine Sanierung des Gebäudes würde, so die Experten, mehrere Millionen Euro sparen. [...mehr]
Für Zugereiste ein echtes Phänomen: Beginnend mit dem 11.11. scheint ganz Köln Kopf zu stehen. Richtig schlimm wird es dann zu Weiberfastnacht, und bis Aschermittwoch befindet sich Stadt gänzlich im Ausnahmezustand. Eine Art Karnevalsguide für Einsteiger hat WDR-Moderatorin Christine Westermann nun zusammen mit Fotograf Stefan Worring vorgelegt.

Für den gebürtigen Kölner ist Karneval so natürlich wie der Wechsel von Ebbe und Flut. Wer allerdings von außen auf das bunte Treiben blickt, darf sich schon mal wundern, wie eine ganze Stadt quasi von heute auf morgen alle Regeln über Bord schmeißt und dabei doch völlig friedlich bleibt. Wer also könnte das rheinische Jeckentum dem Außenstehenden besser erklären als jemand, der zwar selber kein Einbeborener ist, aber das Phänomen seit Jahren vor Ort erkundet? [...mehr]
Bislang waren Wolfgang Niedecken und der Kölner Karneval – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung – einander spinnefeind. Umso überraschender wurde seine Bereitschaft aufgenommen, für den kommenden Rosenmontagszug zwei Wagenmotive mit politischem Hintergrund zu entwerfen.
Im Allgemeinen haben Karnevalshasser immer gerne mitgesungen, wenn BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken intonierte, er bliebe „nit för Kooche“ an Karneval in Köln. Heute glättet er die Wogen und betont, das Lied seie in einem bestimmten Zusammenhang und zu einer ganz anderen Zeit entstanden. Als Kind habe er am Severinstor immer den Rosenmontagszug bestaunt und selber einmal als Karnevalsprinz auf der Bühne gestanden. Kann man sich mehr zu seiner Heimatstadt bekennen? Kaum. [...mehr]
Eine offizielle Spendenaktion des Festkomitees Kölner Karnval für die Opfer der großen Naturkatastrophe in Haiti ist fraglos eine erfreuliche Sache. Damit die gute Intention jedoch nicht unter all den vielen derzeitigen Spendenaufrufen für denselben Zweck untergeht, müssen die Karnevalsvereine und Künstler mitmachen. Eine Initiationsspende von 1.111 Euro machte den (bescheidenen) symbolischen Anfang.

Während des ersten Irak-Krieges wurde der Karneval am Rhein noch auf ein Minimum reduziert. Auf einem Teil der Erde zu feiern, während anderorts Menschen um ihr Leben kämpfen, schien vielen politisch nicht korrekt zu sein. Dazu kann man stehen, wie man will. Inzwischen ist man weniger rigide, will aber dennoch während der Wochen, in denen die Karnevalisten ernste Themen lieber zur Seite schieben, die Ereignisse in Haiti nicht ganz außen vor lassen. Eine offizielle Spendenaktion des Festkomitees soll hier seinen Beitrag leisten. [...mehr]
Das Kölner Lernfest wird zum neunten Mal veranstaltet. Zum 22. Januar laden acht Veranstalter in den KOMED 7 im Kölner MediaPark, wo rund 50 Organisationen aus dem Bildungsbereich ihre Angebote präsentieren.
Das 9. Lernfest in Köln wird am morgigen Freitag in der Zeit von 13 bis 19 Uhr veranstaltet. Parallel zu einem Infomarkt der Veranstalter werden Kurse zur beruflichen und allgemeinen Weiter- und Gesundheitsbildung zur kostenlosen Teilnahme angeboten. Veranstaltet wird das Lernfest von der Agentur für Arbeit Köln, dem Arbeitskreis Weiterbildung Köln, der Handwerkskammer Köln, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln, Lernende Region - Netzwerk Köln e. V., dem Netzwerk Gesundheitsbildung AKTIV, der Qualitätsgemeinschaft Berufliche Weiterbildung Region Köln sowie von der Volkshochschule Köln. [...mehr]
Eine großangelegte Werbekampagne in eigener Sache startete die Stadt Köln gegen Jahresende, um auf den Köln-Pass aufmerksam zu machen. Wer ihn hat, kann bei vielen städtischen Einrichtungen Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Die Zielgruppe erweist sich jedoch als eingeschränkt, denn das Angebot ist eigentlich eine Sozialleistung.

Der O-Ton auf der Homepage der Stadt Köln klingt zunächst einmal für jeden vielversprechend: „Mit dem Köln-Pass erhalten Kölnerinnen und Kölner Vergünstigungen bei zahlreichen städtischen und stadtnahen Unternehmen, beispielsweise bei Museen und den Kölner Verkehrs-Betrieben.“ Wer jedoch weiter scrollt, stellt fest, dass er (und das sei ihm in diesem Fall zu wünschen) möglicherweise gar nicht zur Zielgruppe gehört. [...mehr]
Auf einem Plakat eines Autoverleihers bekannte RTL-Chefjuror Dieter Bohlen vor einiger Zeit einmal, dass er nur einen einzigen Fall gibt, wo er auf das hört, was eine Frau ihm sagt: bei der Stimme seines Navitionsgerätes. Der Kölner ist da bekanntlich toleranter. Allerdings dürfte die oft nervige Fahranweisung gehörig an Sympathie gewinnen, wenn sie in kölscher Mundart spricht. Und genau das tut sie neuerdings – wenn man will.

Die Idee ist ebenso verblüffend wie naheliegend: Warum sich vom Navigationsgerät durch Köln und Umgebung nicht mit den passenden kölschen Tönen leiten lassen? Die Idee stammt von der „Akademie för uns kölsche Sproch“, deren Aufgabe es im Allgemeinen ist, die original Kölner Mundart nach Kräften zu fördern und zu erhalten. [...mehr]
Es gab eine Zeit, da lohnte sich ein Trip nach London bereits, wenn man lediglich den Virgin Megastore besuchen wollte. Heute ist Köln die nahegelegenere Alternative. Über 2 Millionen CDs und eine Riesenauswahl an DVDs (mittlerweile auch Blu-rays) sind eine echte Gefahr für den eigenen Geldbeutel.
Seit 1962 residiert der Elektronikmarkt Saturn im Kölner Hansahochhaus und zieht täglich scharenweise kaufwillige Kunden an. Das war nicht immer so, denn zu Beginn war das auf 120 qm angebotenen Sortiment in erster Linie für Diplomaten gedacht. Erst sieben Jahre später wurde der Verkauf auf reguläre Privatkunden ausgedehnt.
Seitdem ist der Siegeszug der Marke Saturn kaum mehr aufzuhalten. Über 200 Märkte gibt es mittlerweile europaweit, in Deutschland alleine 129. Dass Saturn ebenso wie Media Markt zur Metro-Gruppe gehört und sich die beiden praktisch nur hinsichtlich der strategischen Positionierung ihrer Standorte, sowie der Corporate Identity unterscheiden, fällt auf den ersten Blick kaum auf. [...mehr]
So eine Art Literaturfestival, aber eben nur mit einem einzigen Buch – so oder ähnlich muss man wohl die Aktion beschreiben, die das Literaturhaus Köln und der Kölner Stadt-Anzeiger mittlerweile zum bereits siebten Mal durchführen. Im Zentrum steht dieses Jahr der Journalroman „Schnee in den Ardennen“ von Jürgen Becker.
Fast schon hat es traditionellen Charakter: Im Frühjahr wird „Ein Buch für die Stadt“ von den Inititatoren der gleichnamigen Aktion ausgewählt, und im Herbst steht dieses dann im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen unterschiedlichster Art. Der Gedanke dahinter ist es, das Literaturverständnis Kölns und des Umlandes zu fördern.
Lesungen, Vorträge, Workshops, szenische Aufführungen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, den Terminkalender rund um das eigenwillige Literaturfestival möglichst aus allen Nähten platzen zu lassen. Vor allem in Buchhandlungen, Schulen und Theatern finden die einzelnen Veranstaltungen statt, aber durchaus auch einmal in einer Anwaltskanzlei, einer Kirche oder einem Weinhaus. [...mehr]


