» Vermischtes
Warum eigentlich nicht? Die gerade bei Mädchen hierzulande mittlerweile sehr beliebte japanische Comic-Form des Manga hat durchaus auch in Köln ihren Platz. Für seltsame Kostümierungen ist die Satdt ja bekanntlich mehr als offen, und wenn der Dom die Hauptrolle spielt, kann ohnehin nichts schiefgehen. „Domicile“ ist der erste Köln-Manga.

Mittelalterromane, Regionalkrimis, mittlerweile gar eine Vampirgeschichte – Köln wird mehr und mehr zur literarischen Location. Grund dafür ist unter anderem sicher die bemerkenswerte Stadtgeschichte, die Autoren zum Fantasieren einlädt. Mit einem Manga aus dem Tokyopop-Verlag kommt nun auch noch ein Comic hinzu. [...mehr]
Nachdem Regionalkrimis für Köln seit langem ein großer Erfolg sind, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch ein anderes Genre Besitz von der Stadt ergreift. Die Blutsaugerwelle jedenfalls, die seit der „Twilight“-Saga die erstaunlichsten Blüten trägt, schwappt jetzt am Rheinufer an. Mit dem „Vampir von Melaten“ leistet der Emons Verlag einen ersten Beitrag.
Gardis Schöneborn braucht dringend eine aufregende Story. Nach sechs Wochen im Krankenhaus findet die junge Journalistin ihren Platz doch tatsächlich von der Tochter ihres Verlegers besetzt. Zeit also, sich zu beweisen. Die Chance bietet sich umgehend: Der ebenso legendäre wie geheimnisvolle Starpianist Luc d’Auber kommt für ein Konzert nach Köln. Nie zuvor hat jemand dem Musiker ein Interview abringen können, und so setzt Gardis alles daran, die erste zu sein. Doch als d’Auber überraschend ihre Hilfe sucht, geraten die Dinge außer Kontrolle. Ein Vampirjägerorden ist den beiden auf den Fersen, und es stellt sich die entscheidende Frage: Ist der berühmte Pianist etwa der berüchtigte Vampir von Melaten?
Den Literaturnobelpreis wird Autor Oliver Buslau zwar kaum gewinnen, aber die Verbindung von bewährter Vampirgeschichte und Kölner Lokalkolorit hat durchaus ihren Reiz. 1962 in Gießen geboren, arbeitet der studierte Germanist als freier Autor und Musikjournalist. Darüber hinaus ist er Herausgeber von „TextArt“, einem Magazin für kreatives Schreiben. [...mehr]
Wenn mal gerade keine Karnevalssession ist, schafft sich der findige Kölner eben Alternativen. Zum Beispiel das Köln Comedy Festival als Variante des rheinischen Frohsinns. Zum mittlerweile 19. Mal gibt es dieses Jahr eine Menge zu lachen. Bekannte Namen, echte Veteranen, aber auch Newcomer strapazieren das Zwerchfell vom 15. bis 31. Oktober.

Welche Verdienste um den hiesigen Humor dem Köln Comedy Festival seit seiner Gründung im Jahr 1991 zuzurechnen sind, ist vielfach kaum bewußt. Der „Quatsch Comedy Club“ etwa erlebte dort sein Debüt, Atze Schröder trat zum ersten Mal solo auf, Kaya Yanar und Gaby Köster debütieren – doch vor allem die Nachwuchsförderung gehört zu den Leistungen des heute europaweit größten Events dieser Art. Seit 2007 gibt es zusätzlich noch das Köln Comedy Filmfestival mit internationalem Programm. [...mehr]
An fünf Tagen zeigt das traditionsreiche Kölner Festival mit dem etwas arg offiziellen Titel „Cologne Conference“ vom 30. September bis zum 4. Oktober rund 50 Vorführungen von Filmen und TV-Programmen. Zum ersten Mal ist dieses Jahr die Reihe „Independent“ dabei, die sich der unabhängigen Filmlandschaft widmet.
Die Cologne Conference wirft einmal pro Jahr einen Blick auf herausragende internationale Film- und Fernsehproduktionen, widmet sich aber auch aktuellen Entwicklungen von Filmindustrie, Internet, Werbung und mobiler Kommunikation. Vergeben werden mehrere Preise, darunter der Filmpreis Köln und der Deutsche Casting-Preis. [...mehr]
Während Arte Berlin eine 24-stündige Reportage in Echtzeit widmet, und damit ein ungewöhnliches Bild der Hauptstadt bieten will, geht es die Domstadt am Rhein weniger dokumentarisch an und setzt auf Kreativität. Köln ist so bunt wie die Wagen des Rosenmontagszuges, und so soll auch das Videoprojekt werden, an dem jeder teilnehmen kann. Einzige Bedingung: 100 Sekunden Material sind die Vorgabe.

Ein einzigartiges Projekt verspricht eine Zusammenarbeit des Kölner Stadt-Anzeigers und der Kunsthochschule für Medien (KHM) zu werden. Die Bürger dokumentieren ihre Stadt, und am Schluß wird ein Gesamtkunstwerk daraus. Was genau es sein wird, und wie es aussieht, das weiß jedoch noch niemand so genau. [...mehr]
Das Medium Film ist mittlerweile über einhundert Jahre alt. Wer dabei aber ausschließlich an das Kino denkt, vergisst schnell, wie viel dokumentarisches Material zum echten Zeitzeugen auf Zelluloid geworden ist. Eben dieser Gedanke lag dem DVD-Projekt „Mein Köln“ zugrunde. Möglichst viel privates Filmmaterial wollte man zusammenbringen, und damit einen ganz eigenen Blick auf die Stadtgeschichte werfen. Herausgekommen sind umfangreiche 4 DVDs.

Welches enorme Feedback sich einstellen würde, hatten die drei großen Kölner Tageszeitungen vermutlich nicht erwartet, als sie ihre Leser dazu aufriefen, nach altem Filmmaterial über die Domstadt zu suchen und es für eine umfassende Dokumentation zur Verfügung zu stellen. Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau und Express hatten für das Gemeinschaftsprojekt den Kölner Filmproduzenten Hermann Rheindorf ins Spiel gebracht, der zuvor bereits das vielbeachtete Projekt “Köln 1945 - Nahaufnahmen” realisiert hatte. Jetzt lag es an den Bürgern der Stadt, Material bereitzustellen. [...mehr]
Dass sich in Köln ausführlich schlemmen lässt, muss niemanden wundern. Die Gastronomiedichte ist ausgesprochen hoch und das Angebot vielfältig. Wo aber trennt sich die Spreu vom Weizen? Was lohnt sich unbedingt, und wo sollte man vorsichtig sein? Am besten nimmt man DEN Restaurantführer für die Kölner Szene zur Hand: Den „Goten“. Gerade erscheint das Standardwerk in einer durchweg aktualisierten Neuauflage.
Seit 2006 schreibt Restaurant-Kritiker Helmut Gote eine wöchentliche Kolumne für den Kölner Stadt-Anzeiger. Kritisch beleuchtet er dort die Gastroszene aus Köln und der näheren Umgebung. Ausführliche Testessen gehen jedem Beitrag voran, und am Schluß weiß der Leser ziemlich genau, was er von Küche, Ambiente und Personal der jeweiligen Location erwarten kann.
2008 stellte der Journalist zum ersten Mal eine Auswahl von 50 Restaurants zu einem Gastroguide zusammen, der seitdem unter dem Titel „Der Gote“ nicht nur für Touristen als ideale Orientierung im vielfältigen Angebot der Kölner Küchenszene dient. Preiswertes Essen für den alltäglichen Genuß hat dort ebenso ihren Platz wie die gastronomische Mittel- und Spitzenklasse. Wer sucht, und zwar egal welchen Gastrotypus, wird hier garantiert fündig. [...mehr]
Wem die Kontroversen um die „Körperwelten“ des umstrittenen Plastinators Gunther von Hagen noch nicht ausreichen, kann sich ganz sicher bald über ähnliche Diskussionen zur Ausstellung „Bodies“ freuen. Pünktlich zum 4. Advent – und damit nicht gerade feinsinnig geplant – kommt die erfolgreiche US-Anatomieshow nach Köln.

Seit 2005 tourt „Bodies … The Exhibition“ um die Welt und konnte bisher über 7 Millionen Besucher zählen. Im „Museum of Science and Industry” / Florida gestartet, zog sie bald schon weiter nach New York, Mexiko City, Sao Paulo, Barcelona, Amsterdam, Prag und Wien. Auf dem Kölner Gelände der EXPO XXI macht sie am 17. Dezember nun zum ersten Mal in Deutschland Station. [...mehr]
Da bekommt der Kölner Dom auf seine alten Tage doch glatt noch ein eigenes Theaterstück auf den immer sanierungsbedürftigen Leib geschrieben. Am 9. September spielt er die Hauptrolle in einer außergewöhnlichen Open-Air-Produktion auf dem Roncalliplatz. Eine imposante Lichtshow und jede Menge Musik sollen nicht nur die Kölner begeistern.
Während Maik Klokow, Betreiber des Musical Dome, bereits davon träumt, dass hier ein jährlich wiederkehrendes Traditionsevent seine Geburtsstunde haben könnte, sieht der Dom seiner neuen Funktion als Theaterkulisse eher gelassen entgegen. Einige Fenster mögen derzeit zwar durch feine Haarrisse gefährdet sein (der Fachmann nennt es „Craqueléschäden“), aber ansonsten merkt man ihm kein Lampenfieber an. [...mehr]
Trotz schmerzhafter Schließungen einiger Traditionskinos in den vergangenen Jahren, lässt die freie Kölner Szene nichts unversucht, die Filmkultur der Domstadt auf vielfache Weise am Laufen zu halten. Einige wichtige nichtkommerzielle Veranstalter haben sich nun zu einem Verein zusammengeschlossen, um gemeinsame Interessen besser vertreten und verstärkt politischen Einfluss nehmen zu können.
Filminitiativen gibt es in Köln eine ganze Menge, und einige von ihnen haben sich mit der Durchführung spezifischer Festivals sogar überregional einen Namen gemacht. Cineasia, Feminale und Soundtrackcologne etwa locken problemlos Kinogänger außerhalb des Kölner Einzugsgebietes in die Stadt und begrüßen, vor allem im letzteren Fall, auch schon einmal prominente Branchenvertreter aus der ganzen Welt.
Der Dialog zwischen den einzelnen Initiativen und ihr Auftreten gegenüber dem städtischen Kulturamt finden jetzt eine gemeinsame Basis mit der Gründung eines gemeinnützigen Vereins. Kinoaktiv e.V. will die Kommunikation untereinander und im Umgang mit der Öffentlichkeit fördern, aber auch gemeinsame Projekte ins Leben rufen. [...mehr]





