Für Singles ist es in Großstädten wie Köln nicht besonders einfach einen neuen Partner zu finden. Zwar gibt es jede Menge Partys oder Veranstaltungen, die indirekt Erfolg suggerieren, aber selten findet sich dort der Partner fürs Leben.
Gerade das Ansprechen oder Kennenlernen erfolgt doch in den meisten Fällen über Freunde und Bekannte. Zudem haben Statistiken belegt, dass sich ein Großteil der Partnerschaften über den Job kennengelernt hat. Scheinbar ist die Arbeit der beste Marktplatz für Singles Hat dies bisher noch nicht zu den gewünschten Erfolgen geführt, kann die Anonymität der Großstadt ein weiterer Nachteil sein.
Um Abhilfe zu schaffen, hat sich eine Firma eine ganz spezielle Idee einfallen. Statt der üblichen Blind-Dates oder Single-Treffs organisieren sie ein Essen für sechs Singles. Anhand von zuvor gesammelten Angaben von Aussehen, Erfahrungen, Interessen werden den Suchenden fünf ähnlich denkende Menschen zugeordnet. Dann treffen diese Menschen, jeweils drei Männer und drei Frauen, zu einem gemütlich Abendessen. Allemal besser als Kontaktanzeigen aufgeben oder lesen. Dank des größeren Kreises entflieht man der peinlichen Situation eines Zweier-Dates, erhält zudem zwei weitere Optionen und selbst wenn der Traumpartner nicht dabei ist, kann dies eine gesellige Runde werden.
Die Atmosphäre ist in den meisten Fällen lockerer, geselliger und unterhaltsamer. Dabei hat man auch ganz unterschiedliche Möglichkeiten, sich zu treffen. Wer zum Beispiel gerne am Sonntagmorgen Brunchen geht, erhält hierbei die Gelegenheit dazu. Oder man kocht gerne selbst, kein Problem, man trifft sich zum gemeinsamen Kochen und Schlemmen.
Das Angebot ist nicht nur auf Köln beschränkt. Auch in Berlin, München, Frankfurt und vielen anderen Großstädten gilt dieses Angebot. [...mehr]
Nicht nur zur Weihnachtszeit:
Neue Fenster im Dom und in der St Andreas-Kirche zu besichtigen.
Die Weihnachtsfeiertage werden von vielen Menschen als Gelegenheit genutzt, in die Kirche zu gehen.
Nun lohnt es sich ja gerade hier in Köln besonders, da im Kölner Dom und in der Pfarrkirche Sankt Andreas jeweils neue Fenster von bekannten Größen der Kunst gestaltet und vor nicht allzu langer Zeit enthüllt wurden.
Im Kölner Dom
Hier gestaltete Gerhard Richter die 113 qm großen Südquerhausfenster. Statt Märtyrern oder Heiligen sehen wir - Farbfelder. Fast ein bisschen wie “Pixel”
Naja, aber auch nur fast. Für diese Fenster nahm der Künstler eines seiner Bilder aus den Siebziger Jahren als Vorlage. Die Komposition korrespondiert auf faszinierende Weise mit der gotischen Strenge des Gotteshauses.
Gerhard Richter, der 1961 von Ost- nach Westdeutschland geflohen war, lehrte von 1971 - 1993 an der Düsseldorfer Kunstakademie. Seine Karriere begann in den Sechziger Jahren und inzwischen zählt Herr Richter wohl mit zu den bekanntesten Künstlern Deutschlands.
In der Kölner Pfarrkirche Sankt Andreas
Hier gibt es seit dem 27. November 2007 weitere Fenster von Markus Lüpertz zu sehen. Die insgesamt ein Dutzend geplanten Fenster sollen Mitte des kommenden Jahres vollständig eingesetzt sein. Im Jahr 2005 waren bereits die ersten Fenster eingesetzt worden.
Markus Lüpertz wird ob seiner ausgefallenen Auftritte, die manche Menschen als arrogant und selbstgefällig bezeichnen, auch “der Malerfürst” genannt. Wie Gerhard Richter erhielt auch Markus Lüpertz eine Professur an der Akademie Düsseldorfs, 1988 wurde er sogar zum Rektor ernannt. Er gilt allgemein als provokant, einige seiner Skulpturen erregten so sehr den Unmut diverser Zeitgenossen, dass sie versuchten, sie zu zerstören. [...mehr]
“Familienkuscheln” oder ganz was anderes?
Manchmal entwickle ich ja so einen mehr oder weniger latenten Widerstand gegen das “Familienkuscheln” an Weihnachten.
Diese Rituale mit dem guten Essen, dem Smalltalk und der Bescherung haben ja durchaus mindestens zwei Seiten. Wenn es zwangsläufig auf Fragen wie “Wann kriegt Ihr denn endlich Nachwuchs?” oder “Wie läuft denn die Karriere?” hinausläuft und die einzige Erlösung dann die schöne Bescherung ist, überkommt mich manchmal so ein Fluchtreflex…
Das scheint aber auch anderen Leuten so zu gehen und im Gegensatz zu früher, wann auch immer das nun genau war, gibt es inzwischen mehr und mehr Restaurants oder Diskotheken, die sich darauf einstellen. Nicht nur auf Familienflüchtige, sondern auch auf Singles oder Menschen, die an Weihnachten einfach mal was anderes machen wollen.
Hier einige Veranstaltungstips für den 24. Dezember abends hier in Köln - vielleicht auch für nach dem Familientreffen, denn die gleich folgenden Veranstaltungen sind doch von der Uhrzeit her eher etwas für “nach der Bescherung”, die dann hoffentlich auch schön war.
- Das Musical “We will rock you” wird gegeben, wenn man denn noch Karten auftreiben kann…
- Das “STARZ” im Hohenzollernring 89-93 hat sich mit anderen Clubs zusammengeschlossen und will ab 23 Uhr die Sterne vom Himmel holen, oder mit anderen Worten schmeißt eine Party, Eintritt 5 Euro
- Im “Alten Wartesaal” gibt es eine Weihnachtsfeier für Obdachlose und ab 21 Uhr die “White Christmas Party”
“Alter Wartesaal” in der Johannisstraße 11
- In der “Hammond Bar” in der Metzer Strasse 25 lautet das Mote ab 22 Uhr “The beat goes on”
Na denn, wohl bekomm’s! [...mehr]
Die Vorweihnachtszeit ist für mich sehr ambivalent besetzt. Ich bin einerseits übersättigt, weil mir sei September schon Weihnachtsgebäck angeboten wurde und mir die Menge der Spendenaufrufe schon zu den Ohren rauskommt. Andererseits vergesse ich das manchmal einfach, weil es gerade ganz anheimelnd nach Gebäck oder Glühwein duftet. Und wo finde ich das am sichersten?
Auf dem Weihnachtsmarkt.
Nun hat Köln derer gleich mehrere, die da wären:
Der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom:
Unübersehbar bunt und kreisförmig angelegt schmiegt er sich an den Dom, Kunsthandwerker führen hier ihre Profession vor und bieten verschiedenste Waren wie Keramik, Christbaumschmuck, Holzspielzeug oder Glas feil.
Natürlich lockt der Duft nach gebrannten Mandeln und Glühwein und es gibt einen imposanten Weihnachtsbaum von um die 20m Höhe
Weihnachtsmarkt Alter Markt
Ebenfalls nicht weit vom Kölner Dom und nahe dem Rathaus malerisch und romantisch an die charakteristischen Altbauten geschmiegt verbreitet dieser kleinere Markt eher eine besinnliche Atmosphäre.
Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum
In die Vergangenheit versetzt fühlt man sich hier, die Stände, die Händler und ihre Waren sind konsequent ans Mittelalter angelehnt.
Es finden viele Vorführungen von Gauklern und Musikanten statt, die die Stimmung des kleinen Marktes mit mittelalterlicher Musik untermalen und wenn es dunkel wird, werden Fackeln entzündet.
Kleiner Weihnachtsmarkt am Rudolfplatz
Ein Märchen-Weihnachtsmarkt mit einem Kinderkarussel und einer Reihe Ständen sowie einer hübschen Krippe
Weihnachtsmarkt am Neumarkt
Traditioneller Weihnachtsmarkt mit verschiedenen Ständen voller möglicher Weihnachtsgeschenker, den obligatorischen Verköstigungen, verschiedenen Vorführungen aus dem Handwerk sowie einem Karussell
Düxer Advent auf der Deutzer Freiheit
Weihnachtsmarkt und Antiquitätenhandel, also eher von hochwertigem Charakter, was hier an Geschenken gekauft werden kann. An den Wochenenden lohnt sich ein Besuch, denn dann gibt es dort eine Märchenerzählerin
Schwimmender Weihnachtsmarkt
Nix wie hin
Viele Stände auf mehreren Etagen auf der “MS Wappen von Köln” mit einem großartigen Blick auf die Stadtsilhouette [...mehr]
Der Fund eines römischen Schiffwracks freut die Archäologen und regt die Fantasie an.
Am 6. Dezember wurde es in der Altstadt, 12 Meter unter dem Altermarkt, entdeckt - da hat der Nikolaus es aber wirklich gut mit uns gemeint. Was der Bau eines U-Bahn-Tunnels alles so ans Tageslicht befördert - faszinierend. Die Teile des Schiffswracks werden nun zur Restaurierung nach Mainz transportiert, dort gibt es ein Museum für antike Schifffahrt, das sich mit der Konservierung solcher Objekte für die Ewigkeit bestens auskennt. Dafür musste das ziemlich gut erhaltene Wrack so in vier Teile zerlegt werden, dass man es hinterher auch nahtlos wieder aneinandersetzen kann.
Es scheint ein Transportschiff gewesen zu sein und hat das damalige Köln mit Gütern und Waren versorgt.
Ich frage mich bei solchen Gelegenheiten gerne, was für Menschen waren das damals?
Hatte das Schiff einen Namen oder eine Nummer?
Um etwa 100 nach Christus soll dieses möglicherweise bis zu 23 Meter lange Schiff gesunken sein, warum, ist noch noch nicht klar. War es ein Unfall im Nebel oder der übelmeinende Akt eines anderen Schiffbesitzers? Versicherungen gab es damals noch nicht, war der damalige Besitzer danach ruiniert? Sind die Güter, die nahe beim Schiff gefunden wurden, die Ladung oder sind die zufällig auch auf dem Grund des Kölner Hafens gelandet?
Spannend, aber einiges werden wir wohl nie erfahren, dank Nikolaus oder den Kölner Verkehrsbetrieben haben wir nun ein weiteres kleines Puzzle-Stück aus dem Altertum. [...mehr]
Junge Künstler erobern New York.
Künstler und Zwillingsbrüder erobern das MoMA in New York - was für eine Kombination! Da fühlt man sich ein bisschen an Hollywood erinnert, oder? Gert und Uwe Tobias sind jung (Jahrgang 1973) und berühmt. Sie wurden in Rumänien geboren und leben seit Jahren hier in Köln.
Seit dem 28. November 2007 haben die beiden eine Ausstellung unter dem Titel “Projects 86″ im Museum of Modern Art in New York, die noch bis zum 25. Februar 2008 zu sehen sein wird.
Die Brüder widmen sich verschiedenen Techniken, bevorzugen jedoch den Holzschnitt, wobei es keine große Anzahl von Abzügen gibt, die Technik reizt die beiden Kunstschaffenden. Sie variieren in ihren Arbeiten, salopp gesagt, ein bisschen Volkskunst aus ihrer Heimat, einige Symbole und Schnörkelschrift in spannenden Kompositionen. Inspirieren lassen sich die beiden aber auch von den Konstruktivisten oder L’Art Brut. In Köln werden die beiden von dem Galeristen Michael Janssen betreut und wurden kürzlich mit dem Preis der Cologne Fine Art für besondere Verdienste in den grafischen Künsten ausgezeichnet. [...mehr]
Die allseits bekannte Warenhauskette C&A gründet einen Schnäppchen-Ableger namens “Avanti”.
Die Avanti-Kette stellt eine Alternative zu Billig-Textilmärkten wie “KiK” oder “Takko” dar, die sich bekanntermaßen häufig in Stadtrandgebieten ansiedeln. Im Gegensatz zu diesen soll “Avanti” aber eher im Innenstadtbereich liegen.
Es ist geplant, die ersten Filialen im Frühjahr kommenden Jahres in Augsburg und Gelsenkirchen zu eröffnen. Im Frühjahr des darauffolgenden Jahres solle es auch eine Filiale in der Hohen Straße in Köln geben (wieder mehr Stellenangebote in Köln wird es gut tun). Die Marketingplanungvon”Avanti” sieht vor, das Filialnatz flächendeckend in deutsche Innenstädte auszubauen, um so direkt bei den Kunden zu sein.
Tja, die Billig-Modeketten sind eben ein reizvoller Markt… [...mehr]
In memoriam (?): Hürther Sporthalle
Jetzt ist es ziemlich sicher: Die Baustelle der Hürther Sporthalle, ohnehin schon seit ein paar Tagen verwaist, bleibt weiter leer. Der Hürther Investor Bernd Reiter hat den 28-Millionen-Euro-Bau gestoppt. Grund: Mit den weiteren Baumaßnahmen würde eine Sperrung der Kalscheurener Straße notwendig – und die will Reiter um jeden Preis verhindern, um den Wegzug von Mietern zu verhindern. Dabei sieht der Immobilienmakler und „Baulöwe“ (wie der Kölner „Express“ ihn ehrfürchtig nennt) die Schuld durchaus nicht bei sich: „Ich habe [dem Bürgermeister von Hürth,] Herrn Boecker gesagt: Das sind doch Peanuts! Lassen Sie die Straße auf, dann ist das Thema Halle für mich erledigt. Aber die Stadt hat sich keinen Meter bewegt. Jetzt muss ich zu meinem letzten Mittel greifen, um meine Interessen durchzusetzen.“, so wird er zitiert.
Dabei galt der Bau schon als sicher – die Grundmauern stehen ja schon. Einige Millionen Euro sind wohl schon in das Projekt geflossen. Wo liegt nun die Schuld? Die beiden potenziellen Verantwortlichen – Reiter und die Stadtverwaltung Hürth – tauschen den Schwarzen Peter so schnell untereinander hin und her, dass einem direkt schwindelig werden könnte. Die Leidtragenden sind vor Allem die Basketballer von Hürth, denen die Halle zugedacht war. Daneben sollten Konzerte stattfinden können: Ein Ärgernis für die ganze Stadt.
Übrigens gehen die wenigsten Kommentatoren davon aus, dass die Sporthalle von Hürth NIE gebaut wird – bloß WANN, das steht in den Sternen … Also eine weitere Immobilie in Köln, die das Alter segnet und vor sich hin marodieren wird . [...mehr]
In Deutz gibt’s ein Brauhaus, da geh ich wieder hin …
Die Gaststätte hat vielleicht am Namen gespart, aber gewiss nicht am Koch. Geschweige denn am Bier. Und deshalb sehe ich über den, nun, albernen Namen hinweg und gönne mir gelegentlich die herzhafte Küche des Hauses, beispielsweise eine knusprige Gänsekeule, artgerecht serviert mit Klößen und Rotkohl. Es braucht verständlicherweise ein wenig Flüssigkeit, um ein solches, nicht gerade kalorienarmes, Gericht herunter zu spülen. Der Autor dieser Zeilen empfiehlt ein paar kühle Gaffel-Kölsch und anschließend drei bis fünf Tage absolute Ruhe bei Joghurt und Mineralwasser. Angeblich kann man auf Wunsch sogar ganze Gänse ordern, aber das habe ich mich bislang dann doch noch nicht getraut – obwohl meine Romanisten-Freunde beteuern, an Appetit könnte ich es mit Balzac persönlich aufnehmen! Man rühmt sich im Übrigen auch frischer Muscheln (die ich – ich gestehe es – auch noch nicht gekostet habe, …). Das „Brauhaus ohne Namen“ gibt’s auch im Internet, wo man erste Eindrücke von der (optischen) Qualität der gereichten Speisen gewinnen kann. Wer’s sicher wissen will, fahre hin. [...mehr]
Wie ein geklauter Porsche erst wiedergefunden und anschließend – unter den Augen der Polizei – erneut geklaut wurde.
Wir Rheinländer gelten ja allgemein als eher gemütlich, als humorvoll & genießerisch. Den definitiven Beweis haben Anfang Dezember ein paar Kölner Polizeibeamte gebracht:
Nachdem ein jüngst verschwundener Sportwagen – ein Porsche, für den man bei ebay noch locker 150.000 rausgeschlagen hätte – von einem Passanten anhand des Nummernschildes in Wesseling wiedergefunden worden war, rückten die Detektive an. Leider stand das Fahrzeug sehr ungünstig in einer Parklücke, sodass die Beamten es nicht abschleppen konnten, ohne dabei andere Autos zu beschädigen. Man machte also ein paar Fotos. Anschließend befragten die Polizisten Anlieger und Nachbarn, um herauszufinden, wer den Wagen gefahren hatte. Währenddessen ging der Dieb kaltblütig zu, äh, „seinem“ Porsche, zückte die Schlüssel, stieg ein, parkte den Luxuswagen sorgsam aus – ohne einen Kratzer zu verursachen -, und fuhr weg.
Kommentar der Polizei: „Dumm gelaufen“. In der Tat …
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