Aus der Not eine Tugend gemacht haben vier kleinere Kölner Filmfestivals im vergangenen Jahr. Damals fanden sie sich erstmals unter der Dachmarke „CineCologne“ zusammen, ohne jedoch ihre Unabhängigkeit zu verlieren. Das Konzept geht ab dem 2. November in die zweite Runde.
Dass es jemals wieder zu einem großen Kölner Filmfestival kommen wird, bezweifeln inzwischen sogar so manche Befürworter der Idee. Denn weder gibt es geeignete Spielstätten, die neben dem Tagesgeschäft ein größeres Volumen stemmen könnten, noch ist sicher, wo die Finanzierung herkommen sollte. Und so müssen weiterhin Behelfskonstrukte herhalten wie das Semi-Festival CineCologne. [...mehr]
Am 5. November dreht sich in Köln wieder alles um die Kunstszene der Stadt. Zwischen 19 Uhr abends und 3 Uhr morgens lassen sich insgesamt 45 Stationen erkunden, darunter natürlich die großen Museen, aber auch Ateliers, historische Stätten und unerwartete Locations. Eine Menge Feiern kann man selbstverständlich auch.
Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele städtische Museen wie in Köln, und so muss es wenig wundern, dass die Lange Nacht rund um den Dom die bedeutendste in ganz NRW ist. Geboten werden dieses Jahr ganze 300 Veranstaltungen mit erwarteten 20.000 Besuchern. Zudem kommen 2011 mit dem Kunstverein Köln-Mülheim, der Beletage, der Next Level Conference, dem Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste und dem Odysseum fünf neue Teilnehmer hinzu. [...mehr]
Auch wenn es um den Kulturhaushalt der Stadt nicht allzu gut bestellt ist, zeigt sich Köln doch gerne als echte Kunstmetropole. Immerhin hat man Gerhard Richter zu bieten, und damit den erfolgreichsten deutschen Maler der Gegenwart, der dem Dom bekanntlich ein zunächst arg umstrittenes neue Fenster verpasst hatte. Eine neue Kölner Filmreihe beschäftigt sich jetzt mit dem Verhältnis von bildender Kunst und Kino.
Mit jungekunstfreunde, stART, der Kunsthochschule für Medien Köln und der Filmpalette schlosen sich gleich drei Kooperationspartner zusammen, die jetzt gemeinsam eine neue Filmreihe ins Leben gerufen haben. Unter dem Titel „Painting Movies“ werden vom 17. Oktober bis zum 6. Februar jeweils jeden dritten Montag im Monat Arbeiten zu sehen sein, anhand derer sich das Spannungsverhältnis zwischen Malerei und Film diskutieren lässt. [...mehr]
Eine Ausstellungsreihe des Kölnischen Stadtmuseums und des Römisch-Germanischen Museums widmet sich demnächst einmal jährlich einem der zahlreichen „Veedel“ der Stadt. Unabhängig von den offiziellen Verwaltungseinheiten haben diese ihre eigene Geschichte, und sie ist es auch, um die man sich in diesem Zusammenhang kümmern will. Den Anfang macht am 8. Oktober der Waidmarkt.
Bauarbeiten und eine der schlimmsten Tragödien für die Stadtgeschichte seit Kriegsende bestimmen seit 2009 die Berichterstattung über den Waidmarkt. Mit dem Einsturz des historischen Archivs wurde der Name des Veedels auch einer internationalen Öffentlichkeit bekannt. Gerade erst hat der Hauptausschuss des Rates weitere 17 Millionen Euro für die Arbeiten an der Unglücksstelle bewilligt. [...mehr]
„Chicago am Rhein“, so wurde Köln in den 60er Jahren von der Boulevardpresse getauft. Wenig rühmlich ging es dabei um die hohe Kriminalitätsrate im Schatten des Domes. Ein Dokumentarfilm zeigt die berühmt-berüchtigten Größen des sogenannten „Miljös“ und erlaubt damit einen spannenden Einblick in eine vergangene Epoche.
Dass Köln vom 11.11. bis Aschermittwoch zur kollektiven Parallelgesellschaft mit eigenen Spielregeln mutiert, ist nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Eine ganz andere Form von Sonderstellung nahm hingegen in den 60er bis 80er Jahren die kriminelle Seite der Stadt ein. Kölns Halbwelt war bereits damals geradezu legendär, und Vertreter wie „Schäfers Nas“ oder der „Lange Tünn“ gelangten auch über die Grenzen der Stadt hinaus zu zweifelhaftem Ruhm.
In seiner Dokumentation „Wir waren das Miljö“ lässt Filmemacher Peter F. Müller die einschlägigen Größen mit all ihren Widersprüchen selber zu Wort kommen. Sie berichten von ihrem Aufstieg und Fall, aber auch von ihrem heutigen Leben. Prostitution, Hehlerei, Glücksspiel und Gewalt – nichts bleibt außen vor. [...mehr]
Unter dem Titel „Wuzeln und Visionen“ veranstalten die evangelischen und katholischen Kirchenmusiker des Ökumenischen Kantorenkonvents Köln in diesem Jahr bereits zum siebten Mal ein gemeinsames Kirchenmusikfestival. Vom 1. bis 22. Oktober gibt es zahlreiche Konzerte zu hören, darunter auch Elektronisches.
2000 Mitwirkende, 90 Veranstaltungen, darunter 10 Uraufführungen oder deutsche Erstaufführungen – die Zahlen des diesjährigen Ökumenischen Kirchenmusikfestivals in Köln können sich sehen lassen. An über 40 Locations im Stadtgebiet werden drei Wochen lang Konzerte aufgeführt, die nicht nur für Liebhaber geistlicher Klänge interessant sein dürften. [...mehr]
Bei dem Fußballtrainings-Camp „Der richtige Biss“ handelt es sich um eine Kampagne zum Thema Mundhygiene, bei der Kinder und Jugendliche über die Bedeutung eben dieser aufgeklärt werden sollen. Schirmherr des Projekts ist der ehemalige Profi-Fußballer Matthias Sammer.
Beim Fußballtrainings-Camp “Der richtige Biss” bekommen interessierte Jugendliche die Möglichkeit, Matthias Sammer, den „Fußballer des Jahres in Europa“ (1996), persönlich kennenzulernen und gemeinsam mit dem Profi zu trainieren. In der Kölner Sporthochschule soll das Event am 22. Oktober für alle 14- bis 17-jährigen Jugendlichen stattfinden. Der Fußballer erklärt dabei die Wichtigkeit der Zahngesundheit, die auch im Sport unumgänglich ist. [...mehr]
Kölns magische Zahl ist bekanntlich die 11, und so muss jede Veranstaltung, die im kölschen Jahr 2011 öfter als zehn und weniger als zwölf Mal stattfindet, an sich schon etwas Besonderes sein. So jedenfalls darf man es sich am Rhein einreden. Glück für die Kölner Theaternacht, denn die gibt es seit genau 11 Jahren.
Vierzig Locations, mehr als siebzig Ensembles, über zweihundert Aufführungen, und das alles in einer einzigen Nacht – angesichts derartiger Zahlen wird so manchem Kulturfanatiker ganz schön schwindelig. Da hilft auch kein Taxi-Shuttle, das selbstverständlich zum Angebot der Kölner Theaternacht gehört. Ohne genaue Planung und eine fokussierte Auswahl ist hier nichts zu machen.
Am 1. Oktober steht Köln von 20 Uhr bis um 4 Uhr des Folgetages wieder ganz im Zeichen der freien Theaterszene. Für eine Stadt, in der es um die Kulturförderung nicht gerade ideal bestellt ist und das Tauziehen um Schauspielhaus und Oper geradezu absurde Züge angenommen hat, kann das Traditionsevent gar nicht ausgiebig genug begrüßt werden. Und dass ab Mitternacht an zwei Locations (Artheater und Gebäude 9) eine reine Party-Veranstaltung daraus wird, gehört in Köln nun einmal dazu. [...mehr]
Violine, Klavier und Gesang sind die drei Kategorien, in denen die Hochschule für Musik und Tanz Köln dieses Jahr ihren internationalen Musikwettbewerb durchführt. Interessant geriet dabei aber vor allem das Bewerbungsverfahren in der ersten Runde: Um teilzunehmen musste man ein Video bei YouTube hochladen, auf dessen Grundlage über das Weiterkommen entschieden wurde.
Erklärtes Ziel des Kölner Musikwettbewerbs ist die Nachwuchsförderung. Nicht nur die technische Virtuosität soll zählen, sondern auch ein eigener interpretatorischer Ansatz und eine individuelle künstlerische Aussage. Wie es den einzelnen Bewerbern gelungen ist, diesen Vorgaben zu entsprechen, kann man sich derzeit auf einem eigenen YouTube-Channel ansehen. [...mehr]
Bis zum 23. Oktober zeigt das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln eine Sonderausstellung über die Deportation der Juden aus dem Rheinland im Herbst 1941 ins Ghetto Litzmannstadt. Fotografien, Briefe und zahllose weitere Dokumente berichten eindrucksvoll vom Schicksal der Betroffenen.
3000 jüdische Frauen, Männer und Kinder wurden zwischendem 22. und 30. Oktober 1941 aus Köln, Düsseldorf und Umgebung deportiert. Nicht einmal vierzig von ihnen erlebten die spätere Befreiung durch die Alliierten. Anlässlich des 70. Jahrestages der Ereignisse werden nun erstmals Lebenszeugnisse der Betroffenen im Rahmen einer Ausstellung gezeigt. [...mehr]






