Kreativität lässt sich speichern wie Getreide – so jedenfalls könnte man im Sinne eines Wortspiels behaupten, wenn man an das Kölner Kunsthaus Rhenania denkt. Seit 1987 wird das ehemalige Speicherhaus am Rheinauhafen von Künstlern für den eigenen Atelierbetrieb sowie unter anderem für Workshops und Kulturveranstaltungen genutzt. Bis zum 29. Mai gibt es dort derzeit noch die Ausstellung „Vetruvianer“ zu sehen.
In den 1920er Jahren war das Speicherhaus an der heutigen Bayenstraße noch mit Getreide befüllt. Danach nutzte das Römisch-Germanische Museum die Lagerfläche eine Zeit für die Aufbewahrung archäologischer Fundstücke. Nach dem Abriss des Kulturzentrums Stollwerck bezogen Künstler das Haus und richteten sich Ateliers ein. Diese Nutzung ist bis heute geblieben. [...mehr]
Vom 15. bis zum 19. Juni findet in Köln „Literatur in den Häusern der Stadt“ statt. Private Gastgeber laden Literaturbegeisterte zu Lesungen in ihren Wohnungen ein.
Das Thema der diesjährigen Veranstaltung „Literatur in den Häusern der Stadt“ kreist rund um das Thema „Familie“. In Wohnungen, Häusern und Gärten in Köln lernen sich die Teilnehmer der Lesungen in einer privaten Atmosphäre kennen. [...mehr]
An Festivals ist die Domstadt nicht arm, und auch wenn der Kulturetat merklich leidet, halten sich viele Veranstaltungen aufrecht. Bereits zum 10. Mal findet dieses Jahr das genreübergreifende Kulturfestival „Sommerblut“ statt. Bis zum 29. Mai gibt es insgesamt rund 100 Veranstaltungen an 35 Orten zu besuchen.
Seit 2002 ist das bunte Festival zwischen Kunst, Kultur und Lebenswelt eine feste Größe im Kölner Veranstaltungskalender. Dass es, um im Wortspiel zu bleiben, keine Ausblutungserscheinungen gibt, ist vor dem Hintergrund fehlender öffentliche Subventionen umso bemerkenswerter. Stattdessen liefern Ticketerlöse, Fördermittel für Einzelproduktionen, vor allem aber Sponsoren die notwendigen Mittel. [...mehr]
Zum 11. Mal findet am 9. Juli das diesjährige Musik- und Feuerwerkspektakel im Schatten des Doms statt. Doch was soll daran ein Jubiläum sein? Derartiges kann nur der Nicht-Kölner fragen, denn die Zahl „11“ ist bekanntlich für den Colonia-isten eine heilige. Und so steht das Event dieses Jahr auch ganz unter dem Zeichen kölschen Liedgutes.
Eine halbe Stunde wird das Abschlussfeuerwerk diesmal dauern, länger als je zuvor. Doch das ist nicht die einzige Auffälligkeit, die sich die Veranstalter der „Kölner Lichter“ für das 11. Jahr ausgedacht haben. Zusätzlich besteht die begleitende Feuerwerksmusik nämlich ausschließlich aus echt kölschen Liedern. [...mehr]
Beim Overkill der Comedians, die im Fernsehen wie auf der Bühne den hiesigen Humor offenbar gänzlich für sich gepachtet haben, geht die Tradition des politischen Kabaretts fast völlig unter. Nicht so in Köln. Hier findet vom 4. bis 6. Mai direkt mal ein ganzes Festival zum Thema statt. Bekanntester Name dabei: Wilfried Schmickler.
Gegen Wirtschaftskrise und unfähige Politik hilft nur das gesprochene Wort – meinen jedenfalls die Macher hinter dem 1. Kölner Festival des politischen Kabaretts. 16 Künstler aus allen Bundesländern kommen für 3 Tage an den Rhein, um sich an 3 Themenabende unter anderem mit sozialer Gerechtigkeit und „Klassenkampf von Oben“ auseinander zu setzen. [...mehr]
Wikinger, Mongolen und Indianer, sie alle leben im Schatten des Doms und nennen sich „Kölner Stämme“. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie jeder andere, doch in ihrer Freizeit verkleiden sie sich und veranstalten aufwendige Rollenspiele in Parks und Grünanlagen der Stadt. Ein Dokumentarfilm wirft ab 19. Mai einen detaillierten Blick auf das wilde Treiben.
Etwa 80 Vereine machen die „Kölner Stämme“ aus. Doch mit Karneval hat ihre Kostümierung nur bedingt zu tun. Re-Enactment nennt sich die kuriose Freizeitaktivität, mit der sich die vielen Liebhaber fremder und längst vergangener Kulturen so oft wie möglich beschäftigen. So spielen sie in den Sommermonaten zusammen mit Familie, Freunden und Kollegen unter freiem Himmel das Leben von Hunnen und Wikingern nach. [...mehr]
Das Kölner Kammerorchester zaubert zum fünften Mal in der Reihe Meisterwerke fast vergessene Juwelen der Klassik auf die Bühne. Unter der Leitung von Christian Ludwig wird die Kölner Philharmonie mit fröhlichen Serenaden à la Mozart zum sommerlichen Belvedere.
Mozarts Meisterwerke sind wohlbekannt, doch die Divertimenti und Serenaden des Meisters der Klassik werden selten in Konzerten gespielt. Das Kölner Kammerorchester widmet sich ihnen am 26. Mai um 20 Uhr zusammen mit dem Violinisten Benjamin Schmid und versetzt das Publikum zurück in die Blüte des Rokoko.
Gute Unterhaltung: Serenaden und Divertimenti
Zu Mozarts Zeiten spielte man in herrschaftlichen Parkanlagen und Belvederen unter freiem Himmel fröhliche Musik zur Unterhaltung der feinen Damen und Herren. Damit der Wind die Musik nicht davon tragen konnte, brauchten die Streicherensembles die kraftvolle Unterstützung der Bläser. Mit Oboen, Fagotten, Hörnern und Klarinetten schuf Mozart kleine Perlen der fröhlichen Unterhaltung, die nun in der Kölner Philharmonie erklingen. [...mehr]
Wer in Köln Kunstbücher kaufen will, muss nicht lange überlegen, wo er am besten aufgehoben ist. Die Buchhandlung Walther König in der Ehrenstraße bietet von jeher die erste Anlaufstelle. Satellitenshops gibt es längst auch in einigen Museen.
In Zeiten, wo sich der Bücherkauf vor allem ins Internet verlagert und dort auch einiges an Bequemlichkeit bietet, haben es lokale Händler zunehmend schwer. Spezialisierung, große Auswahl und fachlich einwandfreie Beratung machen hier den Unterschied. Für Kunstinteressierte bietet die Kölner Buchhandlung Walther König gleich alles auf einmal. Mehr kann man nicht wollen. [...mehr]
Mit einem speziellen Angebot für ein junges Publikum will das Kölner Wallraf-Richartz-Museum jetzt auch online einen Beitrag dazu leisten, dass Kinder ein größeres Interesse für Kunst entwickeln und dabei vor allem Spaß haben. Als Maskottchen und Sympathieträger erfand man dazu die Fliege „Willi“.
Sonderlich originell ist das nicht, denn im Insektenreich der Biene Maja ist der Name schließlich alles andere als unbekannt. Aber vielleicht ist die Assoziation ja auch gewollt. Erstmals war der „Kunstbrummer“, wie die 6-beinige Fliege offiziell genannt wird, im hauseigenen Museumsführer für Kinder aufgetaucht. Jetzt gibt es ihn auch online zu sehen.
In Zukunft soll Willi auf altersgerechte Weise aus dem Museum und über die dort ausgestellte Kunst berichten. Sein Wohnort ist ein Altar, der im großen Saal der Mittelalterabteilung aufgestellt ist. Dort, so verspricht die Webseite, könne man das Maskottchen auch selber entdecken. [...mehr]
Dass der Musikwettbewerb mit dem programmatischen Titel „Köln rockt“ ein so durchschlagender Erfolg werden würde, hätten wohl selbst die Initiatoren nicht geglaubt. Am Ende standen mit der Band „Cat Ballou“ nicht nur die Sieger fest, auch andere Teilnehmer profitierten, vom Publikum ganz zu schweigen.
Ausgerechnet eine Band aus Düsseldorf schaffte es ins Finale des Kölner Musikwettbewerbs. „Bilk“ mögen zwar nicht gewonnen haben, ihr Song „Rhythmus meiner Stadt“ wurde aber immerhin zur Düsseldorf-Hymne für den diesjährigen Eurovision Song Contest ausgewählt. Im Gegensatz zu anderen Casting-Formaten schafft „Köln rockt“ also offenbar durchaus ein Sprungbrett. [...mehr]









