» Kuriosa
In erster Linie sind sie natürlich für Kinder gedacht, aber an Wimmelbildern können auch Erwachsene durchaus ihren Spaß haben. Für den Kölner lässt sich das ganz einfach erreichen – man muss nur Szenerien aus der Domstadt wählen. Gleich drei Bücher mit diesem Konzept gibt es im Bachem-Verlag.

Pieter Brueghel der Ältere und Hieronymus Bosch gelten neben anderen gemeinhin als Urheber des Wimmelbildes. Mittlerweile ist das Genre vor allem für Kinder und Großpuzzlespiele sehr beliebt, bestimmt aber auch so manches Videogame. Aus der Vogelperspektive werden Panoramen dargestellt, auf denen sich in großer Detailtreue eine Menge abspielt. Thematisch gibt es keine Grenzen. Für den Kölner wimmelt es z.B. im Zoo. [...mehr]
Unter dem Motto „Karneval instandgesetzt“ rief 1984 eine Kölner Studentengruppe eine Initiative ins Leben, die dem traditionellen Sitzungskarneval die Stirn bieten wollte. Die „Stunksitzung“ war geboren und haute ordentlich auf den Putz. Zum 25-jährigen Jubiläum der stets ausverkauften Veranstaltung erlaubt das Kölnische Stadtmuseum bis zum 11. April einen umfangreichen Rückblick.

750 Stunksitzungen in einem Vierteljahrhundert, und bei keiner blieb auch nur ein Platz unbesetzt – ein Erfolgsmodell, das zunächst einmal als Protest gedacht war. Die Initiatoren unterwanderten das traditionelle Sitzungskonzept mit kabarettistischen Elementen und boten jede Menge Anarchie. Immer im Fokus: Klüngel und Kirche. Legendär ist etwa Jürgen Beckers Kardinal-Meisner-Rede aus der Session 1992/93. [...mehr]
Kaum jemand, der nicht als Heranwachsender sein letztes Taschengeld für die bunten Klebebildchen aus dem Hause Panini zum Kiosk um die Ecke getragen hat. Warum sollte das nicht auch für Erwachsene funktionieren? Für den waschechten Kölner gibt es jetzt jedenfalls das erste Sammelheft für seine Stadt. Ein Zusatznutzen dabei: wer sein Album voll bekommt, kann auch noch etwas gewinnen.

Vor den Klebebildchen war nie irgendetwas sicher. Fussball-WM, TV-Serien, Kinofilme – nichts, was sich nicht für ein Sammelalbum eignen würde. Eifrig wurden sie gekauft, die kleinen Tütchen, in denen 5 der begehrten Motive zu finden waren. Am Ende hatte man mindestens 2 bis 3 halbvolle Alben, sowie stapelweise Bilder doppelt und dreifach. Niemand wurde von Panini verschont, und jetzt trifft es auch die Kölner. [...mehr]
Die Auswüchse des Heimatkultes kennen in Köln keine Grenzen. Wer zu allen Gelegenheiten ein Stück der Domstadt und ihrer Kultur um sich haben will, findet dazu eine reiche Angebotsvielfalt, die dmeistens irgendwo zwischen Unsinn und Selbstironie pendelt. Wer etwa selbst am PC nicht auf seine geliebte Mundart verzichten will, für den gibt es allen Ernstes eine original kölsche Computertastatur.

Wer beim Tippen mit dem eigenen Zehn-Finger-Suchsystem schon immer gehofft hat, dem permanenten Blick auf die Tastatur ein bisschen Aufheiterung abgewinnen zu können, dem darf geholfen werden. Denn auf die Tasten zu hauen ist bei der „Tastatur op Kölsch“ tatsächlich nur Nebensache. Hier zählt vor allem die Nähe zur heimisch-rheinischen Mundart. [...mehr]
Ein Museum, das sich ohne öffentliche Zuschüsse von ganz alleine trägt? Gibt es, und zwar in Köln. Begehrt genug sind die Ausstellungsgegenstände ohnehin schon, denn sie drehen sich alle um das Thema Schokolade – und wer kann da schon Nein sagen? Seit 1993 bietet die Stadt die ungewöhnliche Attraktion und zieht auch schonmal internationale Prominenz an.

Leonardo Di Caprio ist hier schon gesehen worden, aber wer konnte ihm das auch verdenken? Ein ganzes Museum, das sich ausschließlich mit Geschichte und Herstellung von Schokolade beschäftigt, gibt es in dieser Form eben nur in Köln. An der Nordspitze des Rheinauhafens gelegen, ist das Gebäude zudem ein echtes Schmuckstück auf dem Weg nach Rodenkirchen. [...mehr]
Ein Roggenbrötchen mit altem Holländer nennt der Kölner traditionell „Halver Hahn“. Perfekt wird der original kölsche Snack aber erst mit einer würzigen Schicht Senf oben drauf. Und für den gibt es in der Stadt gleich zwei interessante Anlaufstellen inklusive Senf-Museum.
Die Historische Senfmühle Anno 1810 und der Kölner Senfladen stehen sich schon aufgrund ihrer räumlichen Distanz nicht gegenseitig im Weg. Betrachtet man beide jedoch im direkten Vergleich, sieht man auch zwei gänzlich unterschiedliche Konzepte. Hier stehen deutlich Tradition gegen Moderne. [...mehr]
Auf einem Plakat eines Autoverleihers bekannte RTL-Chefjuror Dieter Bohlen vor einiger Zeit einmal, dass er nur einen einzigen Fall gibt, wo er auf das hört, was eine Frau ihm sagt: bei der Stimme seines Navitionsgerätes. Der Kölner ist da bekanntlich toleranter. Allerdings dürfte die oft nervige Fahranweisung gehörig an Sympathie gewinnen, wenn sie in kölscher Mundart spricht. Und genau das tut sie neuerdings – wenn man will.

Die Idee ist ebenso verblüffend wie naheliegend: Warum sich vom Navigationsgerät durch Köln und Umgebung nicht mit den passenden kölschen Tönen leiten lassen? Die Idee stammt von der „Akademie för uns kölsche Sproch“, deren Aufgabe es im Allgemeinen ist, die original Kölner Mundart nach Kräften zu fördern und zu erhalten. [...mehr]
Nichts ist so langweilig wie ein Memory-Spiel. Für den eingefleischten Kölner nimmt die Sache jedoch eine entscheidende Wende, wenn die zu merkenden Motive liebevolle Cartoons bekannter Stadt-Ikonen sind. Zudem dient das lustige „Memo op Kölsch“ auch noch einem guten Zweck.

Gerda Laufenberg ist inzwischen so etwas wie Kölns Hofzeichnerin. Seit 1977 betreibt sie ein eigenes Atelier in Köln-Rodenkirchen, wo sich immer mal wieder ein Blick auf ihre Arbeiten werfen lässt. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland belegen das weitreichende Interesse an ihrer Kunst. Illustrationen zum Kölner Liederbuch begründeten ihren Stil der Köln-Grafiken, mit denen sie auf augenzwinkernde Weise das Kölner Leben und die Kölsche Eigenart karikiert. [...mehr]
Warum eigentlich nicht? Die gerade bei Mädchen hierzulande mittlerweile sehr beliebte japanische Comic-Form des Manga hat durchaus auch in Köln ihren Platz. Für seltsame Kostümierungen ist die Satdt ja bekanntlich mehr als offen, und wenn der Dom die Hauptrolle spielt, kann ohnehin nichts schiefgehen. „Domicile“ ist der erste Köln-Manga.

Mittelalterromane, Regionalkrimis, mittlerweile gar eine Vampirgeschichte – Köln wird mehr und mehr zur literarischen Location. Grund dafür ist unter anderem sicher die bemerkenswerte Stadtgeschichte, die Autoren zum Fantasieren einlädt. Mit einem Manga aus dem Tokyopop-Verlag kommt nun auch noch ein Comic hinzu. [...mehr]
Nachdem Regionalkrimis für Köln seit langem ein großer Erfolg sind, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch ein anderes Genre Besitz von der Stadt ergreift. Die Blutsaugerwelle jedenfalls, die seit der „Twilight“-Saga die erstaunlichsten Blüten trägt, schwappt jetzt am Rheinufer an. Mit dem „Vampir von Melaten“ leistet der Emons Verlag einen ersten Beitrag.
Gardis Schöneborn braucht dringend eine aufregende Story. Nach sechs Wochen im Krankenhaus findet die junge Journalistin ihren Platz doch tatsächlich von der Tochter ihres Verlegers besetzt. Zeit also, sich zu beweisen. Die Chance bietet sich umgehend: Der ebenso legendäre wie geheimnisvolle Starpianist Luc d’Auber kommt für ein Konzert nach Köln. Nie zuvor hat jemand dem Musiker ein Interview abringen können, und so setzt Gardis alles daran, die erste zu sein. Doch als d’Auber überraschend ihre Hilfe sucht, geraten die Dinge außer Kontrolle. Ein Vampirjägerorden ist den beiden auf den Fersen, und es stellt sich die entscheidende Frage: Ist der berühmte Pianist etwa der berüchtigte Vampir von Melaten?
Den Literaturnobelpreis wird Autor Oliver Buslau zwar kaum gewinnen, aber die Verbindung von bewährter Vampirgeschichte und Kölner Lokalkolorit hat durchaus ihren Reiz. 1962 in Gießen geboren, arbeitet der studierte Germanist als freier Autor und Musikjournalist. Darüber hinaus ist er Herausgeber von „TextArt“, einem Magazin für kreatives Schreiben. [...mehr]


