» Kuriosa
Neben Walter Moers ist Ralf König wohl Deutschlands populärster lebender Comic-Autor und zudem seit über zwanzig Jahren Wahlkölner. Grund genug, ihm in der Domstadt auch einmal eine Ausstellung zu widmen, erst recht, wenn es einen Anlass gibt, der wiederum mit Köln selber zu tun hat: ein Comic über die Heilige Ursula.
Bekannt ist er vor allem als humorvoller Chronist der Schwulenszene, doch längst hat sich Ralf König auch anderen Themen zugewendet. Seit einiger Zeit etwa gehört die Kritik an Kirche und Religion zu seinem Arbeitsumfeld, und so muss es wenig wundern, dass sich sein aktuelles Projekt um eine bekannte Heiligengestalt dreht. Dass diese aber ausgerechnet zu den Stadtpatronen Kölns gehört, macht die Angelegenheit besonders interessant. [...mehr]
Wer sich in den großen Buchhandlungen Kölns in der Regionalabteilung umschaut, wird die Auswahl an Publikationen, die auf Kölsch verfasst wurden, kaum überschauen können. Vom Lexikon bis zum Asterix-Band ist alles dabei. Ganz frisch ist jetzt ein origineller Kunstführer hinzugekommen. Bezeichnender Titel: „Museum op Kölsch“.
Dass Köln neben dem Karneval auch jede Menge Kunst zu bieten hat, belegen neben einer nicht mehr ganz so lebendigen Galerienszene und den Messen auch abseits der Art Cologne vor allem die großen, aber auch kleineren Museen. Einmal pro Jahr gibt es zudem die lange Nacht, in der sich die Kunstszene Kölns kompakt erkunden lässt. Eine andere Annäherung erlaubt jetzt ein neues Buch aus dem Emons Verlag. [...mehr]
Am echten Wahrzeichen der Stadt würde man sich die Zähne ausbeißen, doch als Süßigkeit macht der Kölner Dom durchaus Sinn. Für eine Ausstellung wurden jetzt anstelle des gesamten Gebäudes in Miniaturgestalt zahlreiche Originalskulpturen im Größenverhältnis 1:1 aus Schokolade nachgebaut. Essbar sind die appetitlichen Kunstwerke allerdings trotzdem nicht.
Eine gemeinsame Idee der Dombauhütte und des Schokoladenmuseums aus dem vergangenen Jahr hat jetzt kalorienhaltige Form angenommen. 31 Skulpturen des Kölner Doms hat man ausgewählt und sie originalgetreu in Schokolade gegossen. Bis zu 1,20 Meter sind sie groß und zudem echte Unikate, denn jede der süßen Bildhauereien gibt es nur einmal. [...mehr]
„Chicago am Rhein“, so wurde Köln in den 60er Jahren von der Boulevardpresse getauft. Wenig rühmlich ging es dabei um die hohe Kriminalitätsrate im Schatten des Domes. Ein Dokumentarfilm zeigt die berühmt-berüchtigten Größen des sogenannten „Miljös“ und erlaubt damit einen spannenden Einblick in eine vergangene Epoche.
Dass Köln vom 11.11. bis Aschermittwoch zur kollektiven Parallelgesellschaft mit eigenen Spielregeln mutiert, ist nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Eine ganz andere Form von Sonderstellung nahm hingegen in den 60er bis 80er Jahren die kriminelle Seite der Stadt ein. Kölns Halbwelt war bereits damals geradezu legendär, und Vertreter wie „Schäfers Nas“ oder der „Lange Tünn“ gelangten auch über die Grenzen der Stadt hinaus zu zweifelhaftem Ruhm.
In seiner Dokumentation „Wir waren das Miljö“ lässt Filmemacher Peter F. Müller die einschlägigen Größen mit all ihren Widersprüchen selber zu Wort kommen. Sie berichten von ihrem Aufstieg und Fall, aber auch von ihrem heutigen Leben. Prostitution, Hehlerei, Glücksspiel und Gewalt – nichts bleibt außen vor. [...mehr]
70 Meter lang ist das seltsame Schiff, das vom 13. Juli bis zum 13. Oktober im Rheinauhafen vor Anker liegt. Einen „Nachbau“ der biblischen Arche soll es darstellen, mit der Noah bekanntlich sämtliche Tierarten der Welt vor dem Aussterben bewahrt hat. Im Innern findet sich eine Art Bibel-Park: Seltsam und zugleich irgendwie originell.
Auf 4 Etagen von insgesamt 13 Metern Höhen gibt es einiges zu entdecken. Skurrile Holzfiguren stellen bekannte Episoden aus dem Alten und Neuen Testament nach, und hier und da kann man sogar selber eingreifen und zum Beispiel den Riesen Goliath umhauen. Gedacht ist das wohl vor allem für Kinder, aber auch Erwachsene können an der eigenwilligen Mischung aus Museum und Augsburger Puppenkiste ihren Spaß haben. [...mehr]
Das Prinzip der Espressobikes hat sich deutschlandweit in vielen Städten mittlerweile etabliert. Schnell mal nebenher einen frisch aufgebrühten Kaffee mitzunehmen, der nicht schon seit Stunden auf der Wärmeplatte vor sich hin brodelt, ist beliebt und kommt gut an. Kölns einzige Bio-Rösterei setzt noch eins drauf und betreibt seine mobile Kaffeebar gleich mal mit Solarstrom.
Im Allgemeinen macht es Sinn, den Labels „umweltfreundlich“ und „nachhaltig“ mit einiger Skepsis zu begegnen, denn oftmals trifft nur sehr eingeschränkt zu, was da behauptet wird. Für echte Glaubwürdigkeit muss man da schon einiges tun. Bei ihrem Espressobike setzt die Ehrenfelder Bio-Kaffeerösterei Van Dyck deshalb sichtbar auf Sonnenenergie und Muskelkraft. [...mehr]
Wikinger, Mongolen und Indianer, sie alle leben im Schatten des Doms und nennen sich „Kölner Stämme“. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie jeder andere, doch in ihrer Freizeit verkleiden sie sich und veranstalten aufwendige Rollenspiele in Parks und Grünanlagen der Stadt. Ein Dokumentarfilm wirft ab 19. Mai einen detaillierten Blick auf das wilde Treiben.
Etwa 80 Vereine machen die „Kölner Stämme“ aus. Doch mit Karneval hat ihre Kostümierung nur bedingt zu tun. Re-Enactment nennt sich die kuriose Freizeitaktivität, mit der sich die vielen Liebhaber fremder und längst vergangener Kulturen so oft wie möglich beschäftigen. So spielen sie in den Sommermonaten zusammen mit Familie, Freunden und Kollegen unter freiem Himmel das Leben von Hunnen und Wikingern nach. [...mehr]
Plastinator Dr. Gunther von Hagens gehört zu den eher umstrittenen Zeitgenossen. Seit Jahren sorgen seine „Körperwelten“ immer wieder für Aufregung und Diskussionen um Moral und Ethik. Gänzlich unumstritten kommt jedoch seine nicht weniger spektakuläre Tierausstellung daher. Der Kölner Zoo zeigt sie aktuell bis zum 30. September.
Wie es unter dem Fell der meisten Zoobewohner aussieht, sieht man in der Regel nicht. Wer aber schon immer mal einen Blick auf Nervensystem, Knochenbau, Muskulatur und Organe von Elefant, Gorilla und Giraffe werfen wollte, bekommt jetzt im Rahmen der Ausstellung „Körperwelten der Tiere“ eine ideale Chance. [...mehr]
Wer dem Kölner FC ab und an einen Besuch abstattet, hat den markanten englischen Doppeldeckerbus vielleicht schon einmal gesehen. Rot wie Ketchup ist er nicht umsonst, denn das Gefährt aus UK ist tatsächlich eine Currywurst-Bude. Das lustige Konzept stammt von einem Kölner Filmproduzenten.

Am 13. November 2010, gerade richtig zum Klassikerduell zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach, feierte die Küche von Marie Curry ihre Premiere. Hinter dem assoziationsreichen Namen verbirgt sich jedoch keine reale Person, sondern eine ungewöhnliche Geschäftsidee. [...mehr]
Stadtführer in gedruckter Form gibt es für die Domstadt mehr als man jemals lesen kann (und will), und die Auswahl fällt schwer. Will man jedoch die jüngsten Bewohner an die Geschichte Kölns heranführen, so ist die Entscheidung ein echtes Kinderspiel. Wer nämlich könnte die vergangenen 2000 Jahre besser in leicht verständlicher Form zusammenfassen als die Maus?

Ausgerechnet am Rosenmontag wird die Maus aus der beliebten WDR-Serie dieses Jahr 40, und das wird natürlich gebührend gefeiert. Den kindgerechten Stadtführer „Mit der Maus durch Köln“ gibt es zwar noch nicht ganz so lange, doch da mittlerweile immerhin schon die 3. Auflage verkauft wird, muss die Beliebtheit der Reise durch „2000 Jahre Stadtgeschichte für Kinder“ wohl ziemlich groß sein. [...mehr]





