» Kuriosa
Wer sich in Köln derzeit über Plakate wundert, die zum „Bunny Casting“ auffordern, während Ostern doch längst vorbei ist, hat vermutlich noch nicht mitbekommen, dass die Stadt ab September um eine neue Location nach internationalem Vorbild reicher wird: einem Playboy Club. Immerhin wird es der erste auf europäischem Festland sein.
In der rheinischen Karnevalshochburg dürfte es eigentlich gar nicht auffallen, wenn sich weibliche Servicekräfte seltsam kostümieren und dabei alle Klischees des Anti-Feminismus erfüllen. Doch Häschenohren und knappes Schwarzes sind im Playboy-Club „keine Uniform, sondern eine Berufung“ – so jedenfalls liest es sich auf der Homepage der zukünftigen Kölner Location. [...mehr]
Seit Umberto Ecos Weltbestseller „Der Name der Rose“ ist das Mittelalter ein beliebtes Spielfeld für allerlei Kriminalliteratur von mal mehr, mal weniger unterhaltsamer Qualität. Für Köln hat sich gleich ein eigenes Untergenre etabliert, das sozusagen die historische Variante der beliebten Regionalkrimis ausmacht. Aktuelles Beispiel mit realem Hintergrund: „Domfeuer“.
Der bekannteste Mittelalter-Krimi mit Kölner Lokalkolorit ist fraglos immer noch „Tod und Teufel“ von Bestseller-Autor Frank Schätzing. Die eine oder andere Ähnlichkeit mag man im aktuellen Roman von Dennis Vlaminck sicherlich finden, doch schließlich geht es ja nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern eine spannende Geschichte vor dem Hintergrund der historischen Domstadt zu erzählen. [...mehr]
Noch ein Reiseführer durch die Domstadt, mag man denken, doch für desinteressiertes Schulterzucken ist die Idee viel zu originell: 13 Kölner Kulturschaffende stellen auf einem neuen Audioguide ihre Kölner Lieblingsorte vor, und dabei kommt auch schon mal ganz Persönliches zu Gehör. Zudem ist das Vergnügen völlig kostenlos.
Persönliche Reiseführer sind derzeit in, und mit „We are Cologne“ hat auch Köln bereits eine interessante Variante zu bieten. Das Aufeinandertreffen von Geheimtipps und persönlichem Bezug zu bestimmten Orten hat seinen speziellen Reiz und lädt zum Entdecken ein. Mit ähnlicher Ausrichtung ergab sich wohl auch die Idee hinter „Prominent promeniert“. [...mehr]
Die Idee ist eigentlich ganz einfach, denn wer sollte sich in Köln schon besser auskennen, als die Kölner selber? Reiseführer über die Stadt gibt es so viele wie Bauteile im Dom, also sind die Autoren von „We are Cologne“ einen eigenen Weg gegangen. Das Ergebnis ihres entspannten Konzepts erscheint im Mai.
Anstatt sich vor den Rechner zu setzen und über Köln zu schreiben, sind Athenea Diapoulis und Simon Hariman lieber mit der Kamera bewaffnet durch die Stadt gezogen und haben Menschen und ihre Lieblingsorte fotografiert. Herausgekommen ist ein ebenso bunter wie persönlicher Blick auf die Heimat von Kölsch und Karneval. [...mehr]
Neben Walter Moers ist Ralf König wohl Deutschlands populärster lebender Comic-Autor und zudem seit über zwanzig Jahren Wahlkölner. Grund genug, ihm in der Domstadt auch einmal eine Ausstellung zu widmen, erst recht, wenn es einen Anlass gibt, der wiederum mit Köln selber zu tun hat: ein Comic über die Heilige Ursula.
Bekannt ist er vor allem als humorvoller Chronist der Schwulenszene, doch längst hat sich Ralf König auch anderen Themen zugewendet. Seit einiger Zeit etwa gehört die Kritik an Kirche und Religion zu seinem Arbeitsumfeld, und so muss es wenig wundern, dass sich sein aktuelles Projekt um eine bekannte Heiligengestalt dreht. Dass diese aber ausgerechnet zu den Stadtpatronen Kölns gehört, macht die Angelegenheit besonders interessant. [...mehr]
Wer sich in den großen Buchhandlungen Kölns in der Regionalabteilung umschaut, wird die Auswahl an Publikationen, die auf Kölsch verfasst wurden, kaum überschauen können. Vom Lexikon bis zum Asterix-Band ist alles dabei. Ganz frisch ist jetzt ein origineller Kunstführer hinzugekommen. Bezeichnender Titel: „Museum op Kölsch“.
Dass Köln neben dem Karneval auch jede Menge Kunst zu bieten hat, belegen neben einer nicht mehr ganz so lebendigen Galerienszene und den Messen auch abseits der Art Cologne vor allem die großen, aber auch kleineren Museen. Einmal pro Jahr gibt es zudem die lange Nacht, in der sich die Kunstszene Kölns kompakt erkunden lässt. Eine andere Annäherung erlaubt jetzt ein neues Buch aus dem Emons Verlag. [...mehr]
Am echten Wahrzeichen der Stadt würde man sich die Zähne ausbeißen, doch als Süßigkeit macht der Kölner Dom durchaus Sinn. Für eine Ausstellung wurden jetzt anstelle des gesamten Gebäudes in Miniaturgestalt zahlreiche Originalskulpturen im Größenverhältnis 1:1 aus Schokolade nachgebaut. Essbar sind die appetitlichen Kunstwerke allerdings trotzdem nicht.
Eine gemeinsame Idee der Dombauhütte und des Schokoladenmuseums aus dem vergangenen Jahr hat jetzt kalorienhaltige Form angenommen. 31 Skulpturen des Kölner Doms hat man ausgewählt und sie originalgetreu in Schokolade gegossen. Bis zu 1,20 Meter sind sie groß und zudem echte Unikate, denn jede der süßen Bildhauereien gibt es nur einmal. [...mehr]
„Chicago am Rhein“, so wurde Köln in den 60er Jahren von der Boulevardpresse getauft. Wenig rühmlich ging es dabei um die hohe Kriminalitätsrate im Schatten des Domes. Ein Dokumentarfilm zeigt die berühmt-berüchtigten Größen des sogenannten „Miljös“ und erlaubt damit einen spannenden Einblick in eine vergangene Epoche.
Dass Köln vom 11.11. bis Aschermittwoch zur kollektiven Parallelgesellschaft mit eigenen Spielregeln mutiert, ist nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Eine ganz andere Form von Sonderstellung nahm hingegen in den 60er bis 80er Jahren die kriminelle Seite der Stadt ein. Kölns Halbwelt war bereits damals geradezu legendär, und Vertreter wie „Schäfers Nas“ oder der „Lange Tünn“ gelangten auch über die Grenzen der Stadt hinaus zu zweifelhaftem Ruhm.
In seiner Dokumentation „Wir waren das Miljö“ lässt Filmemacher Peter F. Müller die einschlägigen Größen mit all ihren Widersprüchen selber zu Wort kommen. Sie berichten von ihrem Aufstieg und Fall, aber auch von ihrem heutigen Leben. Prostitution, Hehlerei, Glücksspiel und Gewalt – nichts bleibt außen vor. [...mehr]
70 Meter lang ist das seltsame Schiff, das vom 13. Juli bis zum 13. Oktober im Rheinauhafen vor Anker liegt. Einen „Nachbau“ der biblischen Arche soll es darstellen, mit der Noah bekanntlich sämtliche Tierarten der Welt vor dem Aussterben bewahrt hat. Im Innern findet sich eine Art Bibel-Park: Seltsam und zugleich irgendwie originell.
Auf 4 Etagen von insgesamt 13 Metern Höhen gibt es einiges zu entdecken. Skurrile Holzfiguren stellen bekannte Episoden aus dem Alten und Neuen Testament nach, und hier und da kann man sogar selber eingreifen und zum Beispiel den Riesen Goliath umhauen. Gedacht ist das wohl vor allem für Kinder, aber auch Erwachsene können an der eigenwilligen Mischung aus Museum und Augsburger Puppenkiste ihren Spaß haben. [...mehr]
Das Prinzip der Espressobikes hat sich deutschlandweit in vielen Städten mittlerweile etabliert. Schnell mal nebenher einen frisch aufgebrühten Kaffee mitzunehmen, der nicht schon seit Stunden auf der Wärmeplatte vor sich hin brodelt, ist beliebt und kommt gut an. Kölns einzige Bio-Rösterei setzt noch eins drauf und betreibt seine mobile Kaffeebar gleich mal mit Solarstrom.
Im Allgemeinen macht es Sinn, den Labels „umweltfreundlich“ und „nachhaltig“ mit einiger Skepsis zu begegnen, denn oftmals trifft nur sehr eingeschränkt zu, was da behauptet wird. Für echte Glaubwürdigkeit muss man da schon einiges tun. Bei ihrem Espressobike setzt die Ehrenfelder Bio-Kaffeerösterei Van Dyck deshalb sichtbar auf Sonnenenergie und Muskelkraft. [...mehr]






