» Kultur


Autor: Thomas

Kino unter freiem Himmel gehört in den sonnigsten Wochen des Jahres mittlerweile in den meisten Städten zum Standardprogramm. In Köln bietet derzeit über ein halbes Dutzend interessanter Locations cineastisches Public Viewing auf der Großleinwand. Neben den üblichen Klassikern und Blockbustern hat man dabei auch Gelegenheit, hier und da echte Schätze zu entdecken. Das Museum Ludwig etwa zeigt im Rahmen seiner traditionellen Filmbar dieses Jahr 12 echte Trash-Meilensteine von Roger Corman bis Russ Meyer. Ernstnehmen macht hier keinen Sinn.

Wenn sich die Hochkultur im Museum Ludwig zur wohlverdienten Nachtruhe legt (etwa in Form von Sigmar Polkes Editionen ab dem 4. Juli), nehmen auf dem Dach des Gebäudes für ein paar Wochen die Geister der schnell dahingeschluderten Trivial- und Trashkunst das Zepter in die Hand. Unter dem Titel „B-Special“ zeigt die Filmbar im Schatten des Kölner Doms vom 30. Juli bis zum 22. August eine wohldosierte Auswahl billig produzierter Trashklassiker.    [...mehr]



Autor: Ariane

4711 Kölnisch-Wasser gehört zu den wohl bekanntesten Markenartikeln die unser Land zu bieten hat. 4711:  eine traditionsreiche Hausnummer und echte Sehenswürdigkeit.

Ein Duft geht um die Welt. In vielen Ländern ist 4711 Kölnisch Wasser bekannt. Früher gab es einen regelrechten Hipe um das Wässerchen. Heute verbindet man mit 4711 einen geschichtsträchtigen Laden und  eher ein Parfüm für die ältere Generation. Doch ganz so ist es nicht. Denn auch 4711 Kölnisch Wasser entwickelte sich weiter und hat einiges zu bieten. 4711 Kölnisch Wasser gehört einfach zur Geschichte Kölns dazu.
Die Geburtsstunde des 4711 Kölnisch Wasser  liegt jedoch schon über 200 Jahre in der Vergangenheit. Im Jahr 1797 wohnte ein Herr Wilhelm Mülhens in der der Glockenstraße in Köln. Sein Beruf waren „Speculationsgeschäfte“.  An seinem Hochzeitstag im Jahr 1792, am 8. Oktober, bekamen die beiden von einem Mönch eine Rezeptur für das ominöse “aqua mirabilis”geschenkt.

Diese Rezeptur war die Geburt von 4711 Kölnisch Wasser. Das “Eau de Cologne” wurde von Soldaten, zu Zeiten der französischen Besatzung, als Heimatgruß versendet. Auch sind es die Franzosen, denen das Produkt 4711 seinen Namen verdankt, zumindest einer Legende nach ;)

Dieser Legende nach befahl man die Durchnummerierung aller Häuser in Köln. Kölns Bewohner musste sich das gefallen lassen, ob Sie wollten oder nicht. Wer ahnte damals schon, dass die Nummer 4711 um die Welt geht?! Beim Dom wurde begonnen. Das Haus der Eheleute Mülhens war das 4711ste. Aber  Mülhens benannte sein Duftwässerchen erst im Jahre 1810 um.

Duft und Glockenspiel in einem Haus.

Dieses Haus ist nun Geschäft und Attraktion zugleich. Denn es hat auch ein wunderschönes Glockenspiel. Und das Angebot der Düfte ist auch vielfältiger geworden. Heute gibt es Düfte von 4711 wie Lemon & Ginger, Lavender & Thyme, Melissa & Verbena. Doch es gibt auch viele weiter Duftwässerchen im Angebot.

Als Tourist sollte man das unbedingt mal gesehen haben :)


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Autor: Annika

Eigentlich gab es gar keine Zweifel daran, dass Kölner Bürger und Touristen bald das Jüdische Museum neben dem historischen Rathaus in Köln besuchen können. Der Bau war sorgfältig geplant und der Entwurf des Museums überzeugte sogar eine fachkundige Jury und gewann den Architekturpreis.

Doch jetzt sieht alles anders aus. Bleibt der Platz an der Portalsgasse vielleicht doch leer? Scheitern könnte das Projekt unter Umständen an den finanziellen Möglichkeiten. Die “Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur”, ein privater Trägerverein, der ursprünglich zur Finanzierung des Museums angedacht war, scheint jetzt doch nicht das nötige Kleingeld zu haben. Rund 1,2 Millionen Euro hat die Stadt Köln eigenen Angaben zufolge bereits vorgestreckt. Die Vereinbarung war allerdings, dass die Gesellschaft die Hälfte der Summe zurückzahlen wird - was bislang nicht passiert ist. Und dass, obwohl bereits zwei Fristen verstrichen sind. Auf Nachfragen berichtete der Vorsitzende der Gesellschaft, Benedikt Graf von und zu Hoensbroech, von einer geplanten, aber noch nicht gegründeten Stiftung, ohne deren Existenz keine Spenden verbucht werden können. Im Herbst 2009 soll es aber dann soweit sein. Bis dahin soll die Stiftung zustande kommen.

Währenddessen steht für die Stadt Köln nun die Entscheidung an. Entweder der Museumsbau gehört nun der Vergangenheit an oder es muss das Riskio eingegangen werden, auf einer nicht geringen Summe sitzen zu bleiben. Die Archäologische Zone, die in das Museum integriert werden soll, soll vom Land gefördert werden - allerdings nur, wenn der Bau im Jahr der “Regionale 2010” beginnt. Ob es jemals ein Jüdisches Museum in Köln geben wird, steht zur Zeit wohl noch in den Sternen.    [...mehr]



Autor: Annika

Leseratten werden sie kennen, denn sie gehört zu den derzeit erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen: Die erfolgreiche Buchautorin Ildikó von Kürthy.

Bestseller wie “Herzsprung” oder “Freizeichen” stammen aus ihrer Feder. Der wohl bekannteste Roman der ehemaligen STERN-Redakteurin findet sich heute unter dem Titel “Mondscheintarif” unzählige Male in vermutlich überwiegend weiblichen Wohnzimmern.

Um die spritzigen, erfrischenden Wortspiele und die unterhaltsame Story über eine Frau auf der Suche nach ihrem Traummann, noch lebendiger zu gestalten, wird der Roman zur Zeit im Kölner Theater am Dom gezeigt. Es geht um Cora, Anfang 30, selbstbewusst, modern… und verliebt. An sich nichts Schlimmes. Doch, wie sollte es auch anders sein, der Mann ihrere Träume ist vergeben und so beginnt das Drama.

Die schauspielerische Besetzung der Inszenierung kann sich sehen lassen. Heike Kloss, bekannt aus der RTL-Serie “Alles Atze” schlüpft in die Rolle der Hauptdarstellerin Cora, daneben die bekannte Schauspielerin Anouschka Renzi als ihre stets tröstende Freundin Johanna. Der Übeltäter, der Schuldige, der, der nicht anruft - sprich der Mann, um den es geht - wird von Marko Pustisek verkörpert. Alle drei zeigen tolle komödiantische Darbietungen. Ein Besuch lohnt sich somit in jedem Fall. Auch für die, die das Buch noch nicht gelesen haben.

Einen ersten audiovisuellen Vorgeschmack gibt es hier:

Mondscheintarif im Kölner Theater am Dom

Theater am Dom

Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy, Bühnenfassung von Friedrich Dudy

22.04.09 - 05.07.09    [...mehr]



Autor: Ariane

Millowitsch, ein Name, der weit über die Grenzen von Köln hinaus bekannt ist.

Damit das auch noch möglichst lange so bleibt, dafür sorgt das Millowitsch Theater in Köln. Dieses Theater ist ein Muss für alle Millowitsch Fans und für alle, die nicht vorhaben ihre Lachmuskeln bei einem Theaterbesuch zu schonen.

Das Millowitsch Theater in Köln

Wenn sie eine Aufführung im Millowitsch-Theater zu Köln besuchen wird man sehr überrascht sein, von den schauspielerischen Höchstleistungen und die typische Kölsche Mundart wird auch sehr amüsant präsentiert.

Das Millowitsch Theater in Köln blickt auf eine lange Geschichte zurück und der Name Millowitsch taucht zum ersten Mal 1792 in Köln auf. Genauer gesagt, der Name Michael Millowitsch. Er war ein Lohnkuchenhändler und Puppenspieler. Und dessen Sohn teilte die Leidenschaft zum Puppenspiel ungeteilt und führte es weiter. So entstand von Generation zu Generation das Volkstheater Millowitsch.

Das Millowitsch Theater in Köln © Flickr by _dominic

Aber ganz so einfach war es dann doch nicht. In den 20er Jahren war das Volkstheater nicht sesshaft und wanderte von einem Spielort zum Anderen und erst 1936 fand es sein endgültiges Zuhause in der Aachener Strasse in Köln. 1945 eröffnete das Theater unter der Führung von Willy Millowitsch und seiner Schwester Lucy Millowitsch.

1953 war ein großes Jahr für das Millowitsch - Theater, in welchem es sich endgültig in der Kultur-Szene über Kölns Grenzen einen Namen machte. Denn 1953 wurde das erste Theaterstück im TV übertragen und mithilfe dieser Ausstrahlungen machte Willy Millowitsch das Theater sehr schnell bundesweit bekannt.    [...mehr]



Autor: Ariane

Seit 1983 schon gibt es das kleine Bühnen-Juwel “Theater im Bauturm”. Dass es sich noch immer gegen alle finanziellen Widrigkeiten erhalten konnte, liegt an der Hingabe seiner Macher.

Das von einer Gruppe unerschrockener Schauspieler, Regisseure und Dramaturgen gegründete Ensemble hat sich auf Erst- und Uraufführungen zeitgenössischer Dramatik spezialisiert. Daneben bringt das Theater im Bauturm an die Zeitläufte angepasste Bearbeitungen der Klassik und der Moderne auf die Bühne.

Kontrabass © flickr/decafinata

Angefangen hatte das Haus mit 99 Plätzen, inzwischen können etwa 140 Zuschauer die drei bis fünf Eigenproduktionen pro Spielzeit erleben. Doch nicht nur das. Auch mit Gastpielen, Literaturlesungen und Sonderveranstaltungen ist das Theater im Bauturm in der Aachener Straße 24 ein heimlicher Mittelpunkt der Kölner Theater- und Kulturszene.

Und einen echten Long-Seller hat das Haus auch zu bieten: Seit mehr als 20 Jahren schon quält sich der Kontrabassist aus dem Stück von Patrick Süskind durch seinen verhassten Beruf.

Das nächste Mal wieder am 5. April.

  • Adresse: Aachener Straße 24
  • Preise: Karten ab ca. 10 Euro
  • Homepage



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Autor: Ariane

Es ist wieder soweit. Vom 22. bis 26. April 2009 tummelt sich auf der 43. Art Cologne alles was im Kunsthandel Rang und Namen hat. Rund 180 internationale Galerien präsentieren Kunst der Klassischen Moderne, Kunst nach 1945 sowie moderne und zeitgenössische Kunst.

Art Cologne © flickr/geier

Die Art Cologne kann für sich in Anspruch nehmen, die älteste Kunstmesse der Welt zu sein. Am 13. September 1967 fand die Verkaufsschau erstmalig statt. Austragungsort war damals der Gürzenich. Traditionelle Ausstellungs-Jahreszeit war bis zum Jahr 2007 der Herbst. Inzwischen ist das Spektakel ins Frühjahr verschoben.

Wie immer werden auch beim diesjährigen Kunst-Event Malereien, Skulpturen und Installationen, Videos und Fotografien, Arbeiten auf Papier sowie Editionen und Multiples gezeigt. Mit dieser Vielfalt gibt die Art Cologne einen umfassenden Überblick über den regen Kunsthandel in Europa und Übersee.

Im Vorjahr beeindruckte die Art Cologne mit 253 Ausstellern und 55.000 Besuchern auf einer Fläche von 43.700 qm. Diese Fakten können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Messe mit vielen Problemen rumschlagen muss. Dass die Art Cologne aber unter der Finanzkrise leiden wird, damit ist nicht zu rechnen. So mancher Sammler wird sich umschauen, wo er seine Spekulationsgelder krisensicher anlegen kann, bevor die Inflation so richtig zuschlagen wird.

  • Ort Halle 11, Messegelände Köln-Deutz
  • Öffnungszeiten Aussteller 11.00 – 21.00 Uhr, Besucher 12.00 – 20.00 Uhr
  • Eintrittspreise zwischen 14 - 50 Euro



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Autor: Christophe

Neun Stadtbezirke und 86 Stadtteile versuchen die Millionenstadt Köln zu ordnen. Die zahlreichen „offiziellen“ Viertel leben in friedlicher Koexistenz mit mindestens ebenso zahlreichen inoffiziellen, traditionellen Viertel. Und dort spielt sich das Leben der Kölner ab.

Zülpicherplatz © wikipedia

Statt sich mit den Massen an Touristen durch die überfüllten Einkaufsstraßen zu zwängen, bleiben viele in ihrem „Veedel“. Denn auch abseits der großen Einkaufszentren bieten Einzelhändler und Dienstleister ihre Produkte an - von trendigen Schuhen bis hin zu Wohnaccessoires.

Entlang des Rheins säumt Rodenkirchen mit seinem historischen Ortskern das Ufer. Neben dem großen Kostümausstatter Karnevalswierts laden Fachgeschäfte und Wochenmärkte zum Shoppen ein. Studenten trifft man in und um die Zülpicher Straße. Shopping und gemütliche Cafés am Tage, erwacht das Veedel erst bei Nacht richtig zum Leben. Bars, Discotheken und Konzerte kommen erst bei Tagesanbruch wieder zur Ruhe.    [...mehr]



Autor: Ariane

Wer glaubt, er kennt Köln wie seine Westentasche, der irrt sich garantiert. Stadtführungen nämlich erspüren entlegene Winkel, öffnen Türen, die dem Normalbürger eigentlich verschlossen bleiben oder decken verrückte Geschichten auf, die hinter scheinbar unscheinbaren Fassaden stecken.

Mehrere hundert solcher Stadtführungen werden inzwischen angeboten und die meisten davon sogar kostenlos. Oft trifft man auf “Guides” die ihre Stadt in- und auswendig kennen und auch dem echten “Kölner-Jecken” noch was erzählen können.

Köln bei Nacht © Flickr by Rich B-S

Natürlich kann man auf den Spuren von Tünnes und Schäl, von Heinrich Böll, den Heinzelmännchen oder römischen Soldaten wandeln. Abenteuerlich wird es bei dem Abstieg in die Kölner Unterwelt, feucht- fröhlich bei einer Brauerei-Führung, egal ob als Kölner Urgestein oder als Tourist, innerhalb des bunten Stadtführungs-Angebots kann jeder Köln für sich neu entdecken lernen.

So werden Führungen und Rundgänge zu vielen, typisch Kölnischen Sehenswürdigkeiten angeboten, so wie zu:

  • Köln auf einen Blick
  • Kölsch-Kunde
  • Stolpersteine - die Opfer beim Namen nennen
  • Et kütt wie et kütt
  • Kölner Liebesgeschichten
  • Vom Gürzenich bis St. Maria im Kapitol
  • Köln zur Römerzeit
  • Köln bei Nacht
  • Berühmte Kölner
  • Köln und der Rhein
  • Köln von unten
  • Köln und Düsseldorf: Zwei Welten
  • Düsseldorf und Köln: Zwei Welten
  • Prominentenspaziergang auf Melaten
  • Rund um die Millionenallee
  • Teufelsspuk und Gottesmacht
  • Sagenhaftes Mittelalter
  • Von Helden und Heiligen: Sagenhaftes Köln
  • Wirtschaften in Köln
  • Nicht nur für Kinder
  • Weihnachtsführung

um nur einige wenig zu nennen.

Wie sie sehen, ein wirklich vielseitiges Stadtführungsprogramm durch Köln, mit unterhaltsamen, aber auch anspruchsvollen Themen und einem guten Mix aus Sehenswürdigkeiten und Kölner Kultur.

Die Kölner-Stadtführer bieten übrigens am kommenden Sonntag, den 08.02.2009 um 14.30 eine kostenlose Schnupperführung unter dem diesjährigen Motto “Wie die Zeit verrinnt” an.

Einzelheiten und weitere Informationen finden Sie direkt auf der Homepage der Stadtführer.    [...mehr]



Autor: Ariane

Der “Alter Markt” in Köln verbindet das Mittelalter mit der Neuzeit.

Kölner Rathaus am Alter Markt © Flickr/MetaphoxDer Alter Markt - als Eigenname bleibt er unflektiert - findet seine erste Erwähnung bereits im Jahre 992, als die Römer Köln noch “Colonia Claudia Ara Agrippinensium” nannten. Neben seiner schon damaligen Nutzung als Marktplatz, war er im Mittelalter Veranstaltungsort für Turniere (hier wurde Maximilian I. aus dem Sattel geworfen) und wurde als Gerichtsplatz genutzt. Den Namen änderte der Alter Markt etliche Male - unter der französischen Besatzung war er als “Le grand Marché” bekannt, später als “Cölnischer Markusplatz” und im Volksmund “Et jolde Böddemche”.    [...mehr]


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