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Autor: Ariane

Für die Auseinandersetzung und Erinnerung an den Nationalsozialismus hat die Stadt Köln 1998 das NS-Dokumentationszentrum ins Leben gerufen. Die Gedenkstätte hat sich zur bundesweit größten lokalen Einrichtung für Opfer des Nationalsozialismus entwickelt.

stolpersteine ©flickr / jphintze

Im Zentrum der Gedenkstätte steht das EL-DE-Haus

Zentrum und Ausgangspunkt ist das sogenannte EL-DE-Haus. Es wurde von 1935 bis 1945 als Zentrale der Geheimen Polizei (Gestapo) der Nationalsozialisten benutzt.

Das im Keller eingerichtete Hausgefängnis blieb erhalten. Da Häftlingszellen und die Inschriften der Insassen am eindringlichsten die Schrecken der NS-Zeit vermitteln, wurde im Zellentrakt die Gedenkstätte eingerichtet.

Die Gestapo galt als wichtigstes Herrschaftsinstrument des Nationalsozialismus.  1933 aus der politischen Polizei Preußens hervorgegangen, waren ihre westlichen Aufgaben die Überwachung der Bevölkerung und die Verfolgung von NS-Gegnern.


Dauer- und Sonderaustellungen

Die großen Dauerausstellungen auf zwei Etagen des Hauses dokumentieren die Geschichte der Stadt Köln während des Nationalsozialismus.  Sie zeigen die Geschehnisse und Entwicklungen der damaligen Gauhauptstadt in ihrer Gesamtheit und mit konkreten Beispielen wird die Vorgehensweise und Funktionsweise des NS-Regimes dargelegt.

Für die jugendlichen Besucher werden spezielle Führungen durch das Museum angeboten, die auf den jeweiligen Wissensstand der Hörer thematisch angepasst werden.
Regelmäßige Sonderausstellungen zu lokalen und überregionalen Aspekten der NS-Zeit bieten Einblicke in eine große thematische Spannbreite.

Forschungs- und Bildungseinrichtung

Das NS-Dokumentationszentrum betreibt Grundlagenforschung, deren Ergebnisse unmittelbar in die Ausstellungen, in die hauseigene Schriftenreihe und in die interaktiv nutzbare Datenbanken einfließen. Ein großes Ziel ist es die nach Kriegsende größtenteils zerstörte Aktenüberlieferung zu rekonstruieren. Die Spezialbibliothek bietet interessierten Besuchern die Möglichkeit intensive Einblicke in die Forschungsliteratur. Verschiedene Medien können in den für Gruppen geeigneten Arbeits- und Medienräumen genutzt werden.

Der Verein EL-DE-Haus des NS-Dokumentationszentrum

Neben der Aufklärung  übernimmt es gleichzeitig Bildungs- und Lernfunktionen. Der 1988 gegründete gemeinnützige Verein EL-DE-Haus unterstützt das NS-Dokumentationszentrum und organisiert eigene Initiativen zur Aufarbeitung der NS-Zeit in Köln. Er möchte ein Anlaufpunkt und Forum für alle sein, die sich mit dem Nationalsozialismus und seinen Auswirkungen auseinandersetzen wollen. So arbeitet der Verein intensiv mit Schulen, Geschichtswerkstätten, Initiativen und anderen Vereinen zusammen.

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Autor: Thomas

Was 2004 als Festival für elektronische Musik begann, gehört hierzulande mittlerweile zu den wichtigsten Branchenevents der Kreativindustrie. Neben einem umfangreichen Konzert- und Veranstaltungsprogramm hat die c/o pop längst auch den Convention-Charakter ausgebaut und sich zu einer wichtigen Kommunikationsplattform mit internationalem Ruf entwickelt.

Der Kölner an sich lässt sich von Natur aus nicht unterkriegen. Unwetter am Rosenmontag? Gefeiert wird trotzdem. - Als die Veranstalter der Popkomm 2003 erklärten, ihre Zelte künftig in Berlin aufzuschlagen, verlor die Domstadt zwar ihr wichtigstes Musikevent, ließ aber deshalb noch lange nicht den Kopf hängen. „Et kütt wie et kütt“, heißt es im kölschen Grundgesetz, und so lautete die Reaktion: Ein neues Festival muss her. Flugs war die c/o pop geboren und traf bereits im ersten Jahr den Nerv des Publikums – auch wenn die Ausmaße des Vorgängers noch Lichtjahre entfernt schienen.    [...mehr]



Autor: Thomas

Tage mit Kulturflatrate für die Museums- und Theaterszene erfreuen sich äußerster Beliebtheit. Warum sollte das nicht auch für die Filmwirtschaft funktionieren? So dachten sich wohl die Gründer der „Kino Gesellschaft Köln“ und riefen kurzum die „Kölner Kino-Nächte“ ins Leben. Das Ergebnis: Für eine Pauschale von gerade einmal 17,50 Euro lässt sich Ende August jede Menge Leinwandkost konsumieren.

Es ist ein Gemeinschaftsprodukt der Kölner Filmtheater, Filmfestivals und Filminitiativen, das am 28. und 30. August Kino satt für kleines Geld bieten will. Im Gegensatz zur Langen Nacht der Museen reicht dazu ein einziger Abend jedoch nicht aus, denn für einen Spielfilm muss man schon etwa zwei Stunden Zeit einkalkulieren. Deshalb setzten die Initiatoren Joachim Kühn und Dirk Steinkühler direkt mal ein ganzes Wochenende an.    [...mehr]



Autor: Thomas

Trotz schmerzhafter Schließungen einiger Traditionskinos in den vergangenen Jahren, lässt die freie Kölner Szene nichts unversucht, die Filmkultur der Domstadt auf vielfache Weise am Laufen zu halten. Einige wichtige nichtkommerzielle Veranstalter haben sich nun zu einem Verein zusammengeschlossen, um gemeinsame Interessen besser vertreten und verstärkt politischen Einfluss nehmen zu können.

Filminitiativen gibt es in Köln eine ganze Menge, und einige von ihnen haben sich mit der Durchführung spezifischer Festivals sogar überregional einen Namen gemacht. Cineasia, Feminale und Soundtrackcologne etwa locken problemlos Kinogänger außerhalb des Kölner Einzugsgebietes in die Stadt und begrüßen, vor allem im letzteren Fall, auch schon einmal prominente Branchenvertreter aus der ganzen Welt.

Der Dialog zwischen den einzelnen Initiativen und ihr Auftreten gegenüber dem städtischen Kulturamt finden jetzt eine gemeinsame Basis mit der Gründung eines gemeinnützigen Vereins. Kinoaktiv e.V. will die Kommunikation untereinander und im Umgang mit der Öffentlichkeit fördern, aber auch gemeinsame Projekte ins Leben rufen.    [...mehr]



Autor: Thomas

„Riesen Haare! Riesen Musical! Riesen Spass!“ – so verspricht es der Claim dieses höchst erfolgreichen Broadway-Musicals, das Ende 2009 seine Deutschland-Premiere in Köln feiert. Wer sich die Wartezeit bis dahin verkürzen will, kann solange noch einmal auf die Verfilmung mit John Travolta und Queen Latifah zurückgreifen, die 2007 ins Kino kam.

Wie so viele Musicals ist auch „Hairspray“ kein Originalstoff. Ursprünglich eine erfolgreiche Teenagerkomödie des ehemaligen Underground-Filmemachers John Waters von 1988, schaffte es die Version von US-Komponist Marc Shaiman bereits 2002 an den New Yorker Broadway. Von dort trat die schräge Cross-Dressing-Show ihren weltweiten Siegeszug an.    [...mehr]



Autor: Thomas

Cover-Bands sind in den meisten Fällen nicht viel mehr als bemühte Bereicherungen für Stadt- und Schützenfeste. Original ist eben Original, und sogenannte Tribute-Konzerte gleichen oftmals bloß besseren Karaoke-Aufführungen. Nicht so im Fall der Beatles-Reinkarnation RAIN, die mit dem Programm der Fab Four mehr als bloße Nostalgie hervorruft. In Köln ist die Band nun im Rahmen des 22. Sommerfestivals zu Gast.

Als Keyboarder Mark Lewis bereits Mitte der 70er Jahre zusammen mit vier anderen Musikern erst Konzerte mit Songs der frisch getrennten Beatles aufführte, konnte er wohl kaum ahnen, dass sein Projekt eine über 3 Jahrzehnte anhaltende Erfolgsgeschichte generieren würde. Ursprünglich unter dem Namen „Reign“ unterwegs, bespielte die erste Beatles-Coverband zunächst ausschließlich im Umfeld von Los Angeles und konnte schnell eine breite Fanbase mobilisieren.    [...mehr]



Autor: Ariane

Zeitlose Kunst welche die Sprache der Welt spricht ohne Worte zu benutzen ist für Menschen aller Länder verständlich und das ist es was Käthe Kollwitz ausdrücken wollte. Sie ist zweifelsohne eine der bedeutendsten Künstlerinnen der letzten Jahrhunderte.

Der Biografie und den Werken von Käthe Kollwitz hat sich das Käthe-Kollwitz-Museum in Köln gewidmet. Auf 1.000 qm Ausstellungsfläche sind Zeichnungen, Plastiken sowie Druckgrafiken der Künstlerin zu bestaunen. Die weltweit umfangreichste Sammlung von Werken Käte Kollwitz’ wurde bereits im Jahr 1985 in Köln eröffnet, und zwar genau am 40. Todestag der Künstlerin. Dr. Jutta Bohnke-Kollwitz, die Enkelin der Künstlerin, war Gründungsleiterin des Museums und übergab 1990 die Direktion an Hannelore Fischer.

Käthe Kollwitz‘ Werke finden selbst in internationalen Rängen der Kulturszene eine bedeutungsvolle Resonanz. Bis zu 30.000 Besucher Jährlich zählt das Museum. Auch ein hoher Anteil ausländischer Besucher beweisen jedes Jahr das hohe Interesse an den Werken von Käthe Kollwitz. Da die Künstlerin selbst auch in den Nachbarländern Niederlande und Belgien sehr bekannt war, kommen viele Besucher auch den weiten Weg um die fast 200 Arbeiten Käte Kollwitz’ zu sehen.

Das Käthe Kollwitz Museum

Zunächst in Räumen der Hauptstelle der Kreisparkasse am Neumarkt untergebracht, konnte das Museum bereits Anfang 1989 ein von dem Kölner Architekten Hans Schilling entworfenes Domizil im Obergeschoss der Neumarkt Passage beziehen. Vorbei an einer Buchhandlung und einem Bistro gelangt man durch das Shopping-Center in den achteckingen Innenhof von wo man mit einem Aufzug in die vierte Etage und damit zum Eingang der Ausstellung kommt.

Ticketpreis
normal 3,00 Euro / ermäßigt 1,50 Euro

Öffnungszeiten
Mo geschlossen
Di-Fr 10:00 - 18:00 Uhr Sa/So und an Feiertagen 11:00 - 18:00 Uhr    [...mehr]



Autor: Thomas

Kino unter freiem Himmel gehört in den sonnigsten Wochen des Jahres mittlerweile in den meisten Städten zum Standardprogramm. In Köln bietet derzeit über ein halbes Dutzend interessanter Locations cineastisches Public Viewing auf der Großleinwand. Neben den üblichen Klassikern und Blockbustern hat man dabei auch Gelegenheit, hier und da echte Schätze zu entdecken. Das Museum Ludwig etwa zeigt im Rahmen seiner traditionellen Filmbar dieses Jahr 12 echte Trash-Meilensteine von Roger Corman bis Russ Meyer. Ernstnehmen macht hier keinen Sinn.

Wenn sich die Hochkultur im Museum Ludwig zur wohlverdienten Nachtruhe legt (etwa in Form von Sigmar Polkes Editionen ab dem 4. Juli), nehmen auf dem Dach des Gebäudes für ein paar Wochen die Geister der schnell dahingeschluderten Trivial- und Trashkunst das Zepter in die Hand. Unter dem Titel „B-Special“ zeigt die Filmbar im Schatten des Kölner Doms vom 30. Juli bis zum 22. August eine wohldosierte Auswahl billig produzierter Trashklassiker.    [...mehr]



Autor: Ariane

4711 Kölnisch-Wasser gehört zu den wohl bekanntesten Markenartikeln die unser Land zu bieten hat. 4711:  eine traditionsreiche Hausnummer und echte Sehenswürdigkeit.

Ein Duft geht um die Welt. In vielen Ländern ist 4711 Kölnisch Wasser bekannt. Früher gab es einen regelrechten Hipe um das Wässerchen. Heute verbindet man mit 4711 einen geschichtsträchtigen Laden und  eher ein Parfüm für die ältere Generation. Doch ganz so ist es nicht. Denn auch 4711 Kölnisch Wasser entwickelte sich weiter und hat einiges zu bieten. 4711 Kölnisch Wasser gehört einfach zur Geschichte Kölns dazu.
Die Geburtsstunde des 4711 Kölnisch Wasser  liegt jedoch schon über 200 Jahre in der Vergangenheit. Im Jahr 1797 wohnte ein Herr Wilhelm Mülhens in der der Glockenstraße in Köln. Sein Beruf waren „Speculationsgeschäfte“.  An seinem Hochzeitstag im Jahr 1792, am 8. Oktober, bekamen die beiden von einem Mönch eine Rezeptur für das ominöse “aqua mirabilis”geschenkt.

Diese Rezeptur war die Geburt von 4711 Kölnisch Wasser. Das “Eau de Cologne” wurde von Soldaten, zu Zeiten der französischen Besatzung, als Heimatgruß versendet. Auch sind es die Franzosen, denen das Produkt 4711 seinen Namen verdankt, zumindest einer Legende nach ;)

Dieser Legende nach befahl man die Durchnummerierung aller Häuser in Köln. Kölns Bewohner musste sich das gefallen lassen, ob Sie wollten oder nicht. Wer ahnte damals schon, dass die Nummer 4711 um die Welt geht?! Beim Dom wurde begonnen. Das Haus der Eheleute Mülhens war das 4711ste. Aber  Mülhens benannte sein Duftwässerchen erst im Jahre 1810 um.

Duft und Glockenspiel in einem Haus.

Dieses Haus ist nun Geschäft und Attraktion zugleich. Denn es hat auch ein wunderschönes Glockenspiel. Und das Angebot der Düfte ist auch vielfältiger geworden. Heute gibt es Düfte von 4711 wie Lemon & Ginger, Lavender & Thyme, Melissa & Verbena. Doch es gibt auch viele weiter Duftwässerchen im Angebot.

Als Tourist sollte man das unbedingt mal gesehen haben :)


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Autor: Annika

Eigentlich gab es gar keine Zweifel daran, dass Kölner Bürger und Touristen bald das Jüdische Museum neben dem historischen Rathaus in Köln besuchen können. Der Bau war sorgfältig geplant und der Entwurf des Museums überzeugte sogar eine fachkundige Jury und gewann den Architekturpreis.

Doch jetzt sieht alles anders aus. Bleibt der Platz an der Portalsgasse vielleicht doch leer? Scheitern könnte das Projekt unter Umständen an den finanziellen Möglichkeiten. Die “Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur”, ein privater Trägerverein, der ursprünglich zur Finanzierung des Museums angedacht war, scheint jetzt doch nicht das nötige Kleingeld zu haben. Rund 1,2 Millionen Euro hat die Stadt Köln eigenen Angaben zufolge bereits vorgestreckt. Die Vereinbarung war allerdings, dass die Gesellschaft die Hälfte der Summe zurückzahlen wird - was bislang nicht passiert ist. Und dass, obwohl bereits zwei Fristen verstrichen sind. Auf Nachfragen berichtete der Vorsitzende der Gesellschaft, Benedikt Graf von und zu Hoensbroech, von einer geplanten, aber noch nicht gegründeten Stiftung, ohne deren Existenz keine Spenden verbucht werden können. Im Herbst 2009 soll es aber dann soweit sein. Bis dahin soll die Stiftung zustande kommen.

Währenddessen steht für die Stadt Köln nun die Entscheidung an. Entweder der Museumsbau gehört nun der Vergangenheit an oder es muss das Riskio eingegangen werden, auf einer nicht geringen Summe sitzen zu bleiben. Die Archäologische Zone, die in das Museum integriert werden soll, soll vom Land gefördert werden - allerdings nur, wenn der Bau im Jahr der “Regionale 2010” beginnt. Ob es jemals ein Jüdisches Museum in Köln geben wird, steht zur Zeit wohl noch in den Sternen.    [...mehr]


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