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Autor: Ariane

Reinhard Schlagintweit, Interimschef der UNICEF, hat sich in einem Interview mit dem Stadtanzeiger darüber beklagt, dass seine Organisation pauschal verurteilt werde. „Alle Strukturen und Geschäftsabläufe werden überprüft und wo nötig geändert“ sagte Schlagintweit.

Flagge von UNICEF © wikimedia

Der 79jährige sagte weiter, es gäbe durchaus Bereitschaft zum Personalwechsel innerhalb der Organisation. Dieser dürfte auch der einzige Weg sein, wie UNICEF nach den Skandalen der letzten Monate wieder zu mehr Glaubwürdigkeit finden kann.

Der Verlust des Spendensiegels war nur der Schlusspunkt einer langen Tortur um interne Streitigkeiten und Korruption. Die Lösung scheint klar: Die alten Strukturen raus- neue Leute rein. Sonst vertraut dieser Organisation in Köln wohl niemand mehr.

Ich persönlich würde jedenfalls kein Geld mehr an UNICEF spenden. Nach allem, was gelaufen ist, besitzt die für mich einen Vertrauensstand, der knapp der italienischen Mafia gleichkommt.    [...mehr]



Autor: Ariane

Seit Wochen beherrschen die Querelen innerhalb der UNICEF- Führung die Schlagzeilen – jetzt folgte ein neuer Tiefpunkt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat UNICEF das Spendensiegel aberkannt. Dieses soll ein unabhängiges Zertifikat darstellen, um die Transparenz und Verlässlichkeit einer Spendenorganisation zu gewährleisten. Der Verlust des Siegels sei mit der fehlenden Transparenz in der Vergabe von Beraterhonoraen begründet, so das DZI.

Konkret ging es um den Fall einer Lidl- Spende und einem damit verbundenen Honorar für einen Fundraiser, welcher auf Nachfragen der DZI von UNICEF erst bestritten und dann halbherzig als Mitarbeiter bestätigt worden war. Der Eindruck, dass innerhalb der Organisation ein Korruptionsproblem bestehen könnte, wird durch die Äußerungen der Ex- Vorsitzenden von UNICEF- Deutschland, Heide Simonis, noch verstärkt: Diese sprach von eigenmächtigen Geldgeschäften des Vorstandes.

Wieviel Wahrheit in den Anschuldigungen auch steckt, auf jeden Fall ist die Aberkennung des Siegels ein Image- Schock. Spendenwillige werden es sich jetzt sicherlich zweimal überlegen, ihr Geld hier anzulegen und lieber zu anderen Organisationen gehen.    [...mehr]